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AMPHIFESTIVAL 22/23.07 2006, Köln, Tanzbrunnen
Köln, Tanzbrunnen

22/23.07 2006
Samstag, 22.07. 2006

Vorbei an den Trümmern der Rheinhallen der Kölnmesse, kam ich pünktlich zu den Trommeln von THIS MORN’ OMINA auf dem Gelände an. Genauso pünktlich find es auch an zu regnen und der Platz unter dem Dach des Tanzbrunnens wurde recht eng. Die Belgier THIS MORN’ OMINA waren auch schon im letzten Jahr der Opener der Festivals. Nachdem CEPHALGY, ausgestattet mir Lichtbrillen, ihren Electro-Gothic darboten, betraten WELLE:ERDBALL die Bühne.

Die Welle-Mädels trugen wieder die schönsten Kleider der 50er Jahre und Sänger Honey spendete wieder ein Stück C64 an das Publikum. Im WELLE:ERDBALL- Programm wurde wieder nach „Arbeit adelt“ die Blechtrommel geschlagen und bei „Mensch aus Glass“ wurden wir durch Schautafeln zum Konsumieren angehalten. Außerdem gab es mit „Das Souvenir“ einen Ausblick auf das, im September erscheinende, neue Album „Chaos Total“. Es gibt keinen Auftritt ohne WELLE:EREDBALL Ballons, dieses Mal sollten sie mit 50 Euro-Scheinen bestückt sein. Leider nur ein Ammenmärchen.

Nun wurde es Zeit für den Auftritt des Grafen und UNHEILIG. Zuvor hatte er sich lange am Gothic-Family-Net Stand aufgehalten und sich mit fremder Leute Kindern fotografieren lassen. Jetzt stand er trotz sommerlicher Hitze geschniegelt und gebügelt im Anzug auf der Bühne, um Songs wie „ Freiheit“, „Astronaut“ und „Ich will alles“ zu singen. Da der Zeitplan auf dem Amphi peinlich genau eingehalten wurde, war der Auftritt des Grafen nur sechs Tracks lang. Doch hier gab es dann doch noch eine Zugabe unter anderem mit dem Stück „Sage ja“.
Es ist seltsam, wenn sich Vampire bei Tageslicht, und noch dazu bei Sonne, unter das Volk wagen. Doch die Helsinki Vampires THE 69 EYES konnten nicht anders, denn Sänger Jyrki und Co. wurden von den Fans schon sehnsüchtig mit finnischen Flaggen erwartet. Die Band posierte im Skelettoutfit und gab Songs, wie „The Chair“ oder „Devil“ zum Besten. Auf jeden Fall wurde es hier mächtig rockig. Eine gelungene Abwechslung nach dem Electro. Und da ich schon bei der Musikvielfalt bin, muss ich sagen, dass die Bandauswahl für jeden Geschmack etwas hergab. Denn weiter ging es mit den Mittelaltermetallern SUBWAY TO SALLY. Vor der Bühne wurde es aufgrund der Pyroshow noch heißer, aber Feuer gehört ebenso zu einem gelungenen SUBWAY-Auftritt, wie die Hits „Kleid aus Rosen“, „Knochenschiff“ oder „Eisblumen“. Bei Letzterem wurde ein weiblicher Fan auf die Bühne geholt, was diese bestimmt ihr Lebtag nicht vergessen wird.

Mittlerweile war auch die zweite Bühne im Theater des Tanzbrunnens geöffnet. Nach einem DJ Intro, begannen hier LOLA ANGST ihrer Kirchenorgel „Lola“ die schönsten Töne zu entlocken. Das Berliner Duo wurde von zwei Tänzerinnen im Tütü bei Songs wie „The Council of Love“ oder „Children of the Dark“ unterstützt. Ein LOLA ANGST –Bus stand übrigens auch als Unterschlupf vor Regen im V.I.P.-Bereich zu Verfügung. Zum Hauptact VNV-Nation wechselte ich wieder zum Mainstage, um den Songs des Wahlhamburgers Ronan Harris zu lauschen. Obwohl es noch relativ hell war, gab es im Hintergrund die typische Videoprojektion. Und nach gut sechzig Minuten Electro vom Feinsten, war nach der Zugabe „Beloved“ auf der Hauptbühne musikalisch Schluß, denn um 22 Uhr musste hier leider schon Ruhe herrschen. Einige Fans hörten sich noch die Lesungen von Oswald Henke, der sogar Sekt verteilte, und Christian von Aster an, doch die meisten Besucher wechselten in das stickige Theater, um COMBICHRIST zu sehen. Jedoch kam es hier zu einer kleinen Verspätung, denn die Japaner CALMANDO QUAL spukten noch im Dunkeln. Sie waren seltsam kostümiert und ihre Musik schräger Horrorstyle.

COMBICHRIST erschienen ebenfalls auf fast dunkler und nebeliger Bühne, weshalb ich dem Auftritt nicht durchgehend folgte, sondern ab und zu an die Luft ging. Zum Glück entschädigten Tracks wie „Blut Royale“ und „This Shit will fuck you up“ mich ein bisschen. Zum Konzertabschluss spielten noch DIARY OF DREAMS ein gutes Set, wie üblich mit Songs wie „Chemicals“ und „Traumtänzer“. Die Lightshow war hier bemerkenswert und die Temperaturen subtropisch.Wer jetzt noch Lust hatte, konnte noch bis in den frühen Morgenstunden im Theater des Tanzbrunnens weiterfeiern. Hier legten namhafte DJ’s wie Elvis oder Mike K. auf.
Sonntag, 23.07.2006

An diesem Tag konnte man erst einmal ausschlafen, denn es ging zu einer zivilisierten späten Mittagsstunde - 13 Uhr - mit FROZEN PLASMA los. Nach der Auflösung von Namnambulu gab es jetzt die Gelegenheit für Vasi mit FROZEN PLASMA ein kurzes, aber spritziges Set aus ihrem Debutalbum zu spielen. Mit FAUN ging es folkig weiter. Mit Flöten und Drehleier wurden Songs wie „Rosmarin“ und „Sirena“ gespielt. Die Italiener DOPE STARS INC. waren danach etwas völlig anderes. Sänger Victor Love und Co. sind ganz schöne Poser und am Gesang lässt sich noch etwas feilen. Für mehr Stimmung sorgte dann Douglas McCarthy mit FIXMER & MCCARTHY. Sänger Mc Carthy läuft bei seiner Show immer vor und zurück und es ist nicht einfach ihn fotografisch einzufangen. Das lohnt sich wegen seiner Sonnenbrille, die er fast nie abnimmt auch nicht wirklich. Doch Tracks à la „Destroy“ und „Look to me“ lassen jedes Electroherz höher schlagen. Sogar VNV Nation Frontmann Ronan verfolgte den Auftritt von einem Bühneneckchen aus. Nachdem LETZTE INSTANZ und SAMSAS TRAUM das Publikum richtig angeheizt hatten, drängelten jetzt alle Girlies nach vorne in die erste Reihe.

Die Finnen NEGATIVE eröffneten ihr Konzert mit „L.A. feeding fire“. Das ein oder andere Kuscheltier wurde auf die Bühne geworfen und die begeisterten, vornämlich weiblichen Fans, schwenkten die finnische Flagge. Sänger Jonne und Mannen haben etwas von Guns’n’ Roses und rockten mit Songs, wie „In my heaven“ und „Moment in our love“. Es gab einen Ausblick auf das demnächst erscheinende dritte Album und nachdem Handtücher und weitere Devotionalien in die Menge geworfen wurden, verließen die Jungs die Bühne.

Es hat eine lange Zeit gedauert bis Steve Naghavi mit AND ONE wieder ein paar Konzerte bestreitet. Nach dem gelungenen Auftritt auf dem WGT war dieses hier eines davon. Steve ist immer vorbildlich gekleidet und zieht auch bei 30 Grad im Schatten den Konfirmationsanzug nicht aus. Es war schön wieder die alten Hits wie „Deutschmaschine“ oder „Krieger“ zu hören. Auch die Einspielungen von Eurythmics „Sweet Dreams“ oder von Depeche Mode kleiden AND ONE Songs in ein neues Gewand. Sehr gut war auch die Coverversion von The Cures „The Walk“. Das AND ONE Stück „Metalhammer“ wurde im Duett mit Bandmitglied Chris Ruiz vorgetragen. Mit der Zugabe „Technoman“ war das Konzert leider viel zu schnell vorbei. Ich habe mir aber schon AND ONEs Herbstauftritt vorgemerkt.
Der Headliner an diesem Sonntag waren SCHANDMAUL. Die Münchner boten mit „Drachentöter“ einen wunderbaren Auftakt in ihr Set. Es ist außergewöhnlich, wie viele Instrumente die Bandmitglieder auch akustisch beherrschen. Vor einigen Jahren beim Stromausfall auf dem Mühlheimer „Castlerock“ haben Thomas Lindner und Gefolge ihren Auftritt und damit das Festival gerettet. Mit Dudelsack, Schalmei und Flöten gab es viele Tracks von ihrem aktuellen Album „Mit Leib und Seele“. Es wurden, zur allgemeinen Erheiterung, ein paar Geschichten zum Besten gegeben und die Band verließ die Bühne nicht, ohne „Walpurgisnacht“ und als Zugabe „Herren der Winde“ gespielt zu haben. Um punkt 22 Uhr war das zweite Amphifestival vorbei.

Bleibt zu sagen, dass das „Amphi“ in sehr geregelten Bahnen ablief. Zeitlich hätte die eine oder andere Konzertzugabe jedoch drin sein können. Wenn auf das Publikum eingegangen wird, ist das Live-Erlebnis noch schöner. Sehr lobenswert war die kostenlose Trinkwasserversorgung auf dem Festival. Ein Plus für den Veranstalter etwas gegen die teuren Messepreise für Speis und Trank, beziehungsweise das Verbot Eigenes mitzubringen, zu tun. Jedenfalls glaube ich, dass sich das Amphifestival schon einen festen Platz im Festivalsommer gesichert hat und freue mich auf 2007.
Isabel Oerke - Pics: Isabel Oerke


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