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MAGAZIN :: Index: 'K' :: KILLING MACHI ....

KILLING MACHINE / TEMPLE OF BRUTALITY
Eine Band ist niemals genug
Es gibt mittlerweile etliche Sänger und Musiker, die auf mehreren Hochzeiten tanzen, also in zwei oder drei Formationen gleichzeitig spielen, um von der Musik leben zu können. Für uns Zuhörer ist es dann meistens interessanter, wenn der jeweilige Künstler sich in den verschiedenen Projekten musikalisch unterschiedlich orientiert, als wenn er dreimal die selbe Musikrichtung verfolgt. Peter Scheithauer, Gitarrist und Gründer von den melodiösen Metallern Killing Machine (oberes Foto) und den aggressiven Haudegen Temple Of Brutality (unteres Foto), ist so ein Exemplar von Musiker, der alle eben genannten Kriterien erfüllt. Die beiden Bands sind zwar recht unterschiedlich in der klanglichen Ausführung, haben aber dennoch Parallelen. Es gibt zweimal Metal, zweimal besonders gepflegte Qualität und zwei mal Peter Scheithauer und Ex-Megadeth-Basser Dave Ellefson im Line-Up. Zudem erschienen beide Werke fast gleichzeitig. Viel Arbeit für den Kopf der Band, der auch mir Rede und Antwort stehen musste zu den neuen Alben „Metalmorphosis“ (Killing Machine) und „Lethal Agenda“ (Temple Of Brutality).
Wir gehen am besten systematisch vor. Fang doch bitte mit der Bandgeschichte von Killing Machine an.
>> Das Debüt-Album hatte noch ein völlig anderes Line-Up. Michael Vescera war zum Beispiel mein erster Sänger. Als nach Jahren das zweite Album anstand telefonierte ich mit den alten Mitgliedern, fand aber sehr schnell raus, dass ich lieber mit anderen Musikern arbeiten wollte. Ich hatte eigentlich die Band nach dem ersten Album auf Eis gelegt, aber als ich Material für meine andere Band Temple Of Brutality schrieb, klangen die Songs immer mehr nach Judas Priest und ich entschied mich das Gros der Tracks für ein neues Killing Machine-Album zu nutzen. Alles was jetzt fehlte waren Musiker, die sich mit dem Sound identifizieren konnten. Also fing ich einfach an meine Lieblingsmusiker und Sänger anzurufen. Ich wollte mal checken, ob eine Möglichkeit besteht an einen von ihnen ranzukommen. Ich rief James Rivera (Destiny`s End, Helstar) an, wir schickten uns Emails und er bekam Demos. Das reichte um ihn zu animieren. James war leicht zu überzeugen. Wir arbeiten eh bei Tempel Of Brutality zusammen und mit James hat er schon Helstar produziert. Beim Drummer wurde es schon schwieriger, bis wir uns für Jimmy DeGrasso (ex-Y&T, ex-Megadeth) entschieden hatten. Im Studio kam mir der Gedanke, dass ein zweiter Gitarrist ganz brauchbar wäre. Ich ergatterte Juan Garcia. Es hat mich übrigens sehr gefreut, dass Bill Metoyer (Dark Angel, Morbid Angel, Six Feet Under, Slayer), der alte Metal-Haudegen, uns produziert hat. <<
Toll, die Frage warum sich das Line-Up gravierend geändert hat, hast du ja gleich mit beantwortet. Seid ihr mit der neuen Besetzung denn jetzt eher Band oder Projekt?
>> Das kann ich noch gar nicht richtig sagen, da alle Mitglieder noch sehr viel in anderen Sachen und Arbeiten eingespannt sind. Vor allem Jimmy, der ständig mit irgendjemandem auf Tour ist. Wir haben das Thema zwar schon angesprochen, aber im Moment muss ich ehrlich sein. Da steht noch nichts Konkretes an. <<
Wo siehst du die deutlichen Unterschiede zwischen beiden Killing Machine-Alben?
>> Beide Werke haben die ähnliche Tendenz nach Judas Priest zu klingen. Das liegt natürlich an meinen Kompositionen. Da aber zwei verschiedene Sänger zu Werke gingen, ist allein dies schon ein großer Unterschied. Jeder von beiden Sängern, die absolut großartig sind, hat seine persönliche Art und Weise Dinge zu betonen. <<
War Dave Ellefson erst bei Killing Machine oder bei Temple Of Brutality?
>> Eigentlich gehört er zum Line-Up von Temple Of Brutality. <<
Die beiden Bands sind stilistisch um einiges voneinander entfernt. Worin liegt der Reiz in beiden Ausrichtungen?
>> Killing Machine spielt die Musik mit der ich aufgewachsen bin. Dazu gehört die Mucke von Judas Priest, Iron Maiden und viele andere Klassiker. Jetzt lebe ich schon seit fünfzehn Jahren in den USA und mein Geschmack hat sich geändert und weiterentwickelt. Schon die Berieselung aus dem Radio in den USA ist komplett anders als in Europa. Hier hatte ich ganz andere Einflüsse - von White Zombie bis Pantera - und das blieb natürlich hängen. Die härtere Seite meines Selbst findest du auf Temple Of Brutality wieder. <<
Wieso kamen beide Veröffentlichungen fast gleichzeitig raus?
>> Die Temple Of Brutality-Scheibe kam zwei Monate später raus. Das ist heute für die Labels kein Problem mehr. Da es eh eine völlig andere Stilrichtung ist als Killing Machine, kommen sich die Alben wahrscheinlich nicht in die Quere. <<
Es scheint als wenn Killing Machine in Deutschland erfolgreicher werden, denn wir sind doch etwas mehr Old-School.
>> Du wirst lachen, aber das wussten wir. Beides ist dennoch Metal und wenn Dave und ich beides mögen, dann vielleicht auch genug andere. <<
Wenn man Bandnamen hat wie Killing Machine und Temple Of Brutality, eckt man dann nicht ein bisschen an, da die Klischees zu weit ausgereizt werden?
>> Wir haben einfach nur Spaß an der Sache. Und das muss es auch sein. Das sollte nicht zu ernst genommen werden. Killing Machine habe ich einfach von dem Judas Priest-Album übernommen. Das ist Kult. Temple Of Brutality steht für das „White House“ in Washington, haha. Es ist ein Name für das ganze Verhalten der Politiker, der Medien und aller anderen schlechten Einflüsse. <<
Waren die beiden Sänger, Michael Vescera und James Rivera, ziemlich große Promotion-Hilfen oder war das egal?
>> Also ich habe schon immer mit prominenten Musikern und Sängern gearbeitet und ich denke dass es keine immensen Vorteile in den Medien gebracht hat. Obwohl James schon einen beachtlichen Metal-Background im Gegensatz zu Michael hat. Michael ist immer kurz da und dann für fünf Jahre verschwunden, haha. <<
Wann stand alles auf grün für Temple Of Brutality?
>> Ich habe vor Jahren in San Diego mit dem Sänger Todd Barnes an einem Projekt gearbeitet. Dann haben wir uns völlig aus den Augen verloren. Als mir der Gedanke 2004 kam eine Band in der Richtung von Pantera und Slayer zu gründen, machte ich ihn einfach wieder telefonisch ausfindig. Dave Ellefson und Stet Howland (Drums) ließen sich schnell begeistern. Wir haben schon einige Gigs in den USA abgegrast und wollen jetzt auch in Europa Fuß fassen. <<
Gibt es keine Schwierigkeiten, wenn mehre Mitglieder in verschiedenen Bands spielen, vor allem auch dein Sänger bei Killing Machine?
>> Außer Dave ist niemand so beschäftigt, als dass es Probleme geben könnte. Dafür hat Dave doppelt so viel vor der Brust. Das könnte natürlich heißen, dass wir mal auf Granit beißen müssen. Er ist halt mal für Monate blockiert. <<
Im Info steht, dass ihr mit Temple Of Brutality einen neuen Sound kreieren wolltet. Welcher wäre das?
>> Wer hat das geschrieben? <<
Woher soll ich das wissen? Das ist doch euer Info, haha.
>> Wir sind einfach nur Metal, ok? <<
Ok. Ihr habt auf dem Cover der Temple Of Brutality-CD ein Symbol. Hat das irgendeine nähere Bedeutung?
>> Das stammt aus einem Tempel eines geheimen Bundes. Sie nennen sich „Black Sun“. <<
Das Thema konnten wir sicherlich um Stunden vertiefen, aber dafür fehlt uns die Zeit. Kommen wir zum Ende. Wie sieht es in der Zukunft mit Killing Machine aus?
>> Wir wollten eigentlich auf Tour gehen aber das hat letzten Endes nicht geklappt. Es gab einfach die eben angesprochenen Termin-Schwierigkeiten. Aber das ist wirklich in der Mache. <<
Aber nicht so lange warten lassen wie das letzte Mal, haha. Mein Chefredakteur meinte schon zu „Metalmorphosis“, dass Killing Machine eine neue Band wäre. Wie sieht die Zukunftsfrage in Sachen Temple Of Brutality aus?
>> Wir gehen definitiv in Europa und in den USA auf Tour. <<
Dann komme ich zu einer Temple Of Brutality Show und ihr spielt einige Tracks von Killing Machine für mich.
http://www.killingmachine.net und http://www.templeofbrutality.com
Steve Burdelak


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