Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'B' :: BLIND GUARDIA ....

BLIND GUARDIAN
Analysieren geht über Studieren (und manchmal erfolgt beides zusammen)
Anlässlich der am 1.9. anstehenden Veröffentlichung des neuen Krachers der Krefelder („Twist Of The Myth“) hatte ich die Gelegenheit ein Interview mit dem neuen Schlagzeuger der Wächter, Frederik Ehmke, zu führen. Hierbei ging es neben der aktuellen CD natürlich auch um dessen Person, welche ja bisher noch nicht so im Rampenlicht stand. Aber lest selbst, was Frederik über „Twist Of The Myth“, Blind Guardian und last but not least über sich selbst zu erzählen hat.
Hallo Frederik. Erst einmal einen Glückwunsch zur neuen CD. Wie fühlt man sich, wenn man von der eher unbekannten Band Schattentanz zu einer so bekannten Truppe wie Blind Guardian wechselt, die jetzt eine beachtete – und von vielen seit vier Jahren erwartete – neue Scheibe auf den Markt bringt?
>> Dieser Schritt ist für mich persönlich eine Riesenehre. Aber dabei war natürlich eine Riesenportion Glück im Spiel und auch ein passendes Zeittiming. Nach meinem Studienende kam es halt genau richtig, dass Blind Guardian exakt zu diesem Zeitpunkt einen neuen Schlagzeuger gesucht haben. Daher habe ich natürlich versucht einen Fuß in die Tür zu stellen, was glücklicherweise dann auch geklappt hat. <<
Was hast du studiert?
>> Ich habe Musik studiert, genauer gesagt Jazz und Populärmusik. Ich bin generell ein Musikfan und fast jede Musik hat irgendetwas, auch wenn mein Herz für den Heavy Metal schlägt. <<
Wie bist du persönlich mit „Twist In The Myth“ zufrieden, wie sind die ersten Resonanzen und inwieweit konntest du dich noch am Songwriting beteiligen?
>> Um mich am Songwriting zu beteiligen kam ich einfach zu spät, da die Songs alle schon standen, beziehungsweise fast abgeschlossen waren. Das dauerte halt alles etwas länger wegen meiner „Eignungstests“, haha. Ich habe dann zusammen mit Charlie die Drum-Arrangements ausgearbeitet, da auch ein zeitnaher Veröffentlichungszeitpunkt anstand, der sich wegen Hansis Krankheit dann doch verzögert hat. Jetzt bin ich allerdings auch in die Promotionarbeit eingebunden und die Resonanzen auf das Album sind wirklich gut. Ich persönlich mache allerdings eher bescheidenere Promo-Arbeit gegenüber der Promotion, die die Anderen zu erfüllen haben. Ich kann es halt etwas ruhiger angehen lassen, da dies für mich eher Neuland ist. Es hat aber seinen ganz eigenen Reiz. <<
Wie bist du eigentlich genau zu Blind Guardian gekommen? Du hast gerade von Eignungstests gesprochen.
>> Ja, nach einem vorhergehenden Telefonat habe ich mich mit einer DVD beworben, die mich beim Spielen von drei Blind Guardian-Songs zeigt. Eine DVD allerdings nicht deshalb, weil ich mich beim Spielen so toll finde, sondern einfach um zu zeigen, dass sich wirklich alles live abspielt. Und dann bin ich halt ausgewählt worden. <<
Gibt es eigentlich Probleme für dich in eine unter sich vertraute Band „hinein“ zu kommen?
>> Nein, denn zum einen besteht die Band ja nur aus drei Leuten, die auch alle sehr lässig sind. Zudem sind wir auch alle Nichtraucher und auch alles keine Die Hard-Trinker, was von daher schon mal prima zusammenpasst. Die Crew und alle weiteren Involvierten habe ich dann erst später nach und nach kennen gelernt. Und auch da passt es menschlich sehr gut. <<
Kommentiere doch bitte mal kurz die Songs aus deiner Sicht.
>> Das ist für mich extrem schwierig, da ich die Songs nur unter ihren Arbeitstiteln kenne und die Songreihenfolge auf dem endgültigen Produkt auch gar nicht weiß. Von daher würde ich das lieber sein lassen. <<
Gut, aber wie siehst du den Silberling als Ganzes, auch im Vergleich zur letzten regulären Veröffentlichung?
>>„A Night At The Opera“ klingt natürlich enorm bombastisch und sehr „voll geladen“ aufgrund der vielen benutzten Spuren. Alles musste neu klingen. Das erschwerte natürlich die Melodiefolge, da auch Gitarrenmelodien en masse vorhanden waren. Bei der neuen Produktion wurde viel Wert darauf gelegt, dass es klare Strukturen gibt und die ganze Produktion eine einfachere Linie verfolgt. Also wurden auch beide Gitarren etwas sparsamer gehalten, was den Zugang zur CD etwas vereinfacht. <<
Wie siehst du den Output im Vergleich zur Savage Circus-Veröffentlichung von Thomen?
>> Thomen lässt natürlich ganz klar seine alten Blind Guardian Wurzeln erkennen. Alles ist aber eine gute Ecke „dreckiger“ und thrashiger als bei uns. Wenn es das ist, was er machen wollte, dann ist das so okay. Ich bin in die ganze Angelegenheit natürlich nicht so involviert und letztendlich muss man sagen, dass der weitere Weg die Wahrheit zeigen wird. <<
Um dich als Musiker kennen zu lernen, sag uns bitte doch einmal deine Lieblingsscheiben.
>> Hm, als erstes würde ich da die „Painkiller“ von Judas Priest nennen. Ansonsten höre ich zwar nicht viel Priest, aber „Painkiller“ ist eine Scheibe, die man auch selbst gerne machen würde, einfach ein Knaller. Dann wären da natürlich Dream Theater. Sie haben zwar schon eine Menge wirklich guter Veröffentlichungen aufzuweisen, aber an erster Stelle würde ich einmal "Images And Words“ nennen, da es meine erste Dream Theater Platte war. Mike Portnoy ist natürlich für einen Schlagzeuger und speziell für mich einer der wichtigsten Einflüsse. Ich hatte mal das Vergnügen im Rahmen einer Drum-Clinic mit ihm zu üben. Und danach habe ich mich erst recht daran gemacht zu üben, haha. <<
Zum Glück hat es dich nicht demotiviert.
>> Nein, eher das Gegenteil. Ich habe mir gedacht, der kocht auch nur mit Wasser. Das soll jetzt natürlich nicht überheblich wirken, sondern eher besagen, dass wenn es Mike Portnoy mit viel Übung schafft, dies andere Leute auch schaffen können. Vielleicht muss man nur mehr üben, was ich dann auch getan habe. Eine weitere gute Scheibe ist die „Mesmerize“ von System Of A Down. Die „Hypnotize“ kenne ich noch gar nicht; muss ich mir aber auf jeden Fall noch kaufen. Und dann sind da noch die älteren Sachen von Danzig, die ich einfach nur als Musik hören kann, ohne sie großartig zu analysieren. <<
Analysieren?
>> Ja, als studiertem Musiker geht bei mir bei fast aller Musik sofort das Gehirn an und ich fange an die Musik zu analysieren. Das liegt natürlich auch daran, dass ich mich viel mit Noten beschäftigt habe. Es ermöglicht halt ein sehr zeiteffektives Arbeiten. Das ist bei einer Produktion oder für Live-Auftritte enorm hilfreich, erst recht wenn man mit dem Material nicht so sehr vertraut ist. Durch das Herausschreiben der entsprechenden Noten erarbeitet man sich schon vieles und benötigt oftmals weniger Durchgänge bis man es dann spielen kann. <<
Wie sieht es aus mit den Live-Aktivitäten?
>> Wir machen eine ausgedehnte Europatour mit Astral Doors und dann geht es auch noch nach Amerika. <<
Ist das nicht auch eine enorme Umstellung gegenüber den Auftritten mit Schattentanz?
>> Wir waren ja mit Schattentanz auch schon mit Schandmaul und der Letzten Instanz unterwegs. Natürlich vor weniger Leuten. Aber mit einer Pink Floyd Coverband habe ich auch schon vor bis zu dreitausend Leuten gespielt. Das dürfte also kein Problem werden. <<
Wenn du zum Abschluss noch etwas sagen möchtest, ist dies der Platz dafür.
>> Ich freue mich schon auf die Konzerte und auf alle Leute, die kommen werden. Ich hoffe ihr werdet viel Spaß mit Blind Guardian haben. <<
http://www.blind-guardian.com
Ludwig Lücker


[ Zurück zum Index: 'B' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler