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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DREADFUL SHAD ....

DREADFUL SHADOWS
Dreadful Shadows
Scream Silence

Essen, Zeche Carl

09.10.2000
"Wenn der letzte Schatten fällt" hätte das Motto dieser Abschiedstour der "Shadows" lauten können, denn jetzt, da Ihr diese Zeilen lest, sind die Dreadful Shadows "nur" noch ein Teil Geschichte. Diese, über lange Jahre hinweg so erfolgreiche Band zu huldigen, versammelten sich bei naßkaltem Wetter ca. 450 Zuschauer in der altehrwürdigen Zeche Carl, während sich wenige Kilometer weiter in Bochum Nightwish die Ehre gaben. Eröffnet wurde der Abend mit Scream Silence, die wie die Dreadful Shadows aus Berlin stammen, musikalisch aber noch nicht in die Fußstapfen der Band um Sven Friedrich zu treten in der Lage sind, wie der weitere Verlauf des Abends zeigen sollte. Der Band mangelt es (noch) an Charisma und vor allem am songschreiberischen Rüstzeug, auch einmal eine Hymne oder eine pathosbeladene Ballade abzuliefern. Ganz übel außerdem die Coverversion des Wolfsheim-Klassikers "Sparrows & The Nightingales". Trotz dieser Kritik, Scream Silence waren ein würdiger Opener, dem man noch die Zeit der Reife zugestehen sollte. Den Dreadful Shadows merkte man dann vom ersten Moment die Routine unzähliger Konzerte an, bei der selbst die im Tourtroß grasierende Grippewelle außen vor blieb und die Berliner über beinahe zweieinhalb Stunden sicher durch ihren Set geleitete, wobei die gebotene Setlist kaum Wünsche offen ließ.
Angefangen bei Songs wie "Burning The Shrouds" oder "Condmenation" über "Mortal Hope" und "Desolated Home" bis hin zu den unzähligen Coverversionen - vor allem im Zugabenblock, der im übrigen eine Länge hatte, von dem so manch andere Band ein komplettes Konzert bestreitet - von denen natürlich "Twist In My Sobriety" besonders herausragte. Auffallend auch, daß sich die Shadows in punkto Show einzig auf ihre Präsenz und ihre Songs verließen und sich nicht, wie sonst bei Goth-Bands üblich, in dichte Nebelwolken hüllten. Ihre bewegendsten Momente hatte die Show ohne Frage bei den ruhigeren und atmosphärischeren Songs, wie dem bereits erwähnten "Mortal Hope" oder auch bei "Craving". Die Dreadful Shadows haben sich mit dieser Tour in Würde von ihren Fans verabschiedet, ohne zuviel Pathos, aber mit ein wenig Wehmut und der Gewißheit, daß dieses selbstgewählte Ende der Band eine große Lücke in der deutschen Düster-Szene hinterlassen wird.
Michael Kuhlen - Pics: Michael Kuhlen


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