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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ALTARIA

ALTARIA
Zukunft ohne Promi-Bonus
Bei den ersten beiden Altaria-Releases fungierte noch Sonata Arctica Gitarrist Jani Liimatainen als Klampfer an der Sechssaitigen. Dass dies nicht von Dauer sein würde schwante mir schon beim letzten Interview im Jahr 2004, da die finnischen Freunde von Sonata Arctica einen großen Aufschwung in ihrer Karriere zu verbuchen hatten. Man kann halt nicht auf zwei Hochzeiten tanzen. Der Split war allerdings freundlich, wie es sich gehört. Jetzt legen die vier übriggebliebenen Recken, Sänger Taage Laiho, Basser und mein Interviewpartner Marko Pukkila, Drummer Tony Smedjebacka, und Neuzugang-Gitarrist J-P Alanen (ex-Celesty) ihr neues Album vor („The Fallen Empire“), das nicht so ganz meine Zustimmung findet. Zu seicht ist das Material um als guter Melodic-Power-Metal durchzugehen. Wahrscheinlich wird so mancher Hörer das anders sehen, aber dafür sind Geschmäcker bekanntlich verschieden. In Finnland wurde schon die Single „Valley Of Rainbows“ ausgekoppelt und scheint im Radio ordentlich Airplay zu bekommen. Mal sehen was die Jungs hierzulande im Vorprogramm von Doro reißen werden.
Marko, das letzte Mal unterhielten wir uns zum „Divinity“-Album im Jahr 2004. Was habt ihr seit dieser Zeit erlebt?
>> Als wir mit „Divinity“ und der anschließenden Promotionarbeit fertig waren konnten wir nicht allzu viel auf dem Live-Sektor erledigen, da Jani mit Sonata Arctica Live-Verpflichtungen zu erfüllen hatte. Das ließ uns gerade mal die Möglichkeit neues Material für das nächste Album in Vorbereitung zu bringen. Am Ende des Jahres 2004 waren wir schon wieder im Studio und begannen mit den Recordings der Drum und Bass-Spuren. Im ersten Drittel 2005 sollte Jani die Gitarren einspielen, was wir aber verschieben mussten. Er war einfach ständig „on the Road“. Es sah für Sonata Arctica so aus, dass jedes Mal wenn eine Tour zu Ende ging, sie auf eine neue geschickt wurden. Das ließ ihm keine Chance die Arbeit für uns in Angriff zu nehmen. Deshalb telefonierten wir zusammen und er entschied sich, dass er nicht die Möglichkeit sieht 100 Prozent in beide Bands zu stecken, weil Sonata Arctica einfach zu aufwendig wurde. Deshalb entschlossen wir uns getrennte Wege zu gehen. <<
Dieses Thema und diese Befürchtung sprach ich schon in unserem letzten Interview an, wo du der Meinung warst, dass Jani keine Probleme mit dem Zeitfaktor kriegen würde. Warst du diesbezüglich einfach zu blauäugig?
>> So dachten wir wirklich. Aber dann schossen die Verkaufszahlen von Sonata Arctica dermaßen in die Höhe, dass es für uns schwierig wurde Termine mit Jani abzusprechen. Ihre Tourneen waren einfach endlos. Damit hatte ich nicht gerechnet. Natürlich hätten wir Jani behalten können und einfach warten müssen. Aber auch wir lagen nicht auf der faulen Haut und hatten etwas Erfolg, so dass wir einige Angebote hinsichtlich Auftrittsmöglichkeiten bekamen, wie eine Tour und einige Sommerfestivals. Wir hatten schon zu oft abgesagt, so dass es heuer für uns nicht mehr zur Debatte stand. Wir sahen uns alsbald nach einem adäquaten Ersatz um und fanden ihn in J-P, der früher bei Celesty aktiv war. Nach seinem Einstieg ging echt harte Arbeit los und wir konnten das Album schnellstens erledigen. Wir waren schließlich Monate hinter unserem Zeitplan und J-P hat einen guten Job gemacht. Ende letzten Jahres war alles in den Startlöchern. <<
Wie genau seid ihr auf J-P gekommen?
>> Wir kannten ihn schon vorher, da wir einiges zusammen, wie jammen und Konzerte, gemacht hatten. Wir kennen uns schon länger und nach dem Split mit Jani war es nur natürlich, dass wir mit J-P die Sache in Angriff nehmen. Wir wussten, dass er ein großartiger Gitarrist und guter Freund ist. Er sagte sofort ja. Wir sehen „The Fallen Empire“ als neuen Anfang für die Band. <<
Ihr geht ja mit Sonata Arctica auf Tour. Ist das eine Entscheidung des Labels, ich meine ihr seid doch alle noch mit Jani befreundet, oder?
>> Sehr gute Freunde. Wir freuen uns auf die Tour. Die Entscheidung sich zu trennen war völlig in Ordnung. Da gibt es überhaupt gar keine Vorwürfe. Zudem hat Doro mitentschieden wer auf ihre Tour aufspringen darf. Das hat uns sehr geschmeichelt. Ihr schien die Idee dieses Packages wohl gut gefallen zu haben, und da ich immer ein großer Warlock-Fan war, wird ein Traum für mich wahr. <<
Du sagtest, dass der neue Gitarrist sicherlich Einfluss auf euren Sound genommen hat. Inwieweit differenziert sich die Musik von euren bisherigen Werken?
>> Die Scheibe ist heavier! <<
Das sagen alle, haha.
>> Jani war bei „Divinity“ für die Produktion verantwortlich. Seine Vision vom Sound der Band basierte viel auf Keyboards und weniger auf Gitarren. Obwohl er selber Gitarrist ist. Tony und ich sahen das etwas anders. Einfach deshalb weil wir ja gar keinen Keyboarder in der Band haben. Das machte nicht wirklich Sinn, denn live muss dann ein weiterer Musiker her. „The Fallen Empire“ ist mit Sicherheit genau so wie alle die Musik von Altaria erklingen lassen wollen. Ein paar Keyboard-Teppiche um den Atmosphäre zu verdichten gehen in Ordnung, aber sie sollten nicht einen Hauptanteil in der Musik haben, dann schon lieber fette Gitarren. Das muss einfach wichtiger sein. Und deshalb klingen wir schon etwas anders, obwohl das Genre sich nicht geändert hat. <<
Nachdem du euer Album als härter bezeichnet hast, bin ich etwas erstaunt, denn ich bin der Meinung, dass ihr zu den softesten Power-Metal-Bands gehört. Gerade die Vocals sind sehr weich. Ich hatte auch einen Sänger als Vergleich, aber mir fällt zum Verrecken der Name nicht mehr ein, haha. Wie stehst du zu dieser Sicht der Dinge?
>> Well, Melodien sind uns natürlich sehr wichtig. Die Musik wurde natürlich eine ganze Zeit lang vor den Vocals arrangiert, zudem mit einem anderen Gitarristen. Die Vocals kamen zum Schluss und nach dem Umarrangieren mit einem neuen Mitstreiter, und jetzt haben wir einfach für Taage die Möglichkeit geschaffen sich besser in den Sound zu integrieren. Es ist einfach melodischer, vielleicht erweckt das den Eindruck, dass es weicher klingt. <<
Als ich mit Freunden über euer Album diskutiert habe, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass ihr euch anhört wie „Sonata Arctica light“, haha.
>> Haha, ja, wir werden immer ihr Klon sein. Nein, jetzt mal ehrlich. Es ist schon richtig, dass sich viele Sounds ähneln. Wir sind halt im selben Genre und das Rad wird nicht ständig neu erfunden. Aber den empfundenen Härtegrad sehen wir ausschließlich mit unseren Augen. Für uns stimmt das in Hinsicht unserer vergangenen Alben. In Hinsicht anderer Bands sind wir selbstredend nicht so heavy. <<
Ich habe gelesen, dass euer Material hauptsächlich im Studio entstand. Ist das korrekt?
>> Ja, aber in meinem Studio. Meistens fängt es so an, dass ich mit Ideen oder Ansätzen in mein Studio gehe und die Basis aufnehme. Daraus entsteht ein grobes Demo. Dann gebe ich alles an Tony weiter, der dann die Lyrics schreibt und so manches ändert. Dann erst wird geprobt. Hier entstehen dann die finalen Arrangements. Erst dann gehen wir in das eigentliche Aufnahmestudio. <<
Ihr habt zwei Gastmusiker für das neue Album eingesetzt. Zum einen den Sonata Arctica Keyboarder Henrik Klingenberg und zum zweiten ex-Dio Klampfer Rowan Robertson. Auf welchen Liedern finden wir ihre Beiträge und warum habt ihr euch für diese beiden Recken entschieden?
>> Mr. Klingenberg spielt auf dem letzten Track von der europäischen Version des Albums „The Dying Flame“. Ein sehr episches Stück. Die Begründung seines Mitwirkens liegt darin, dass dieses Lied etwas von unserem üblichen Songwriting von Vier-Minuten-Songs abweicht. Der Track hat ordentlich Überlänge und ist total episch-atmosphärisch strukturiert, das benötigte Keyboard-Teppiche. Wir brauchten für diesen speziellen Teil im Song ein Solo der Keyboards und Henrik war begeistert mitzumachen. Rowan spielt ein Gitarren-Solo auf dem Beitrag „The Lion“. Eigentlich stehen Rowan und ich schon lange in Kontakt. Als ich eine Zeit lang in Los Angeles war lernten wir uns kennen. Er ist ein cooler Typ. Wir hatten immer Gäste auf unseren Alben und diesmal fragte ich ihn. Es ist einfach zur Tradition geworden. Natürlich muss der Gastmusiker zur Band passen. <<
Stand es jemals zur Debatte Rowam als Gitarrist in die Band einzugliedern?
>> Well, zumindest für eine kurze Zeit haderte ich mit diesem Gedanken. Aber die Distanz hätte zu viele Probleme mit sich gebracht. Aber er ist ein crazy Klampfer. Sein Stil ist völlig anders als der von Jani. <<
„The Dying Flame“ ist ein Europa-Bonus-Track. Was bitte schön soll das sein? Ich kenne den Japan-Bonus-Track und dann ist Schluss. Habt ihr in eurer Heimat einen Song weniger auf dem Album, oder wie erklärt sich dieser Terminus?
>> Das kann ich nur in dem Sinne beantworten, dass unser Japan-Release einen anderen Bonus-Track auf dem Album hat. Das sind reine Label-Entscheidungen. Aber „The Dying Flame“ ist auch in unserer Heimat erhältlich. <<
Jetzt gibt es erst mal eine Runde Gemecker von mir hinsichtlich des Covers vom aktuellen Werk. „Divinity“ hatte das beste Cover seit langem, und ich sehe eine Menge. Warum jetzt dieser Schritt rückwärts?
>> Haha, es lag zumindest nicht am Geld. Wir wussten von vornherein, dass wir das „Divinity“-Cover nicht toppen konnten. <<
Aber ihr hättet das Niveau halten können.
>> Haben wir leider nicht geschafft. Dennoch im Ganzen ist es kein schlechtes Album geworden. <<
Doch - ist es. Sei mir nicht böse, aber wenn ich euer Werk mit den anderen Releases vergleiche, die hier ständig ankommen, schwebt ihr gerade mal im Mittelmaß. Die Konkurrenz ist immens.
>> Oh Mann, wenigstens reden wir ehrlich miteinander. <<
Das ist ja wohl das Mindeste.
>> Könntest du bitte meine eigene Homepage http://www.markopukkila.com erwähnen. Es gibt eine Menge über mich und meine Arbeit zu erfahren, die Altaria nicht betrifft. Es betrifft meine Arbeit in den Studios in den USA und die ersten Schritte für mein Solo-Album und vieles mehr. <<
Das ist überhaupt kein Thema.
http://www.altariamusic.com
Steve Burdelak


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