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MAGAZIN :: Index: 'C' :: COVENANT

COVENANT
Himmelsstürmer
Bands, deren neuen Veröffentlichungen man mit Spannung entgegenfiebert, gibt es nicht mehr all zu viele. Eine Band, die definitiv zu diesem erlauchten Preis gehört, sind Covenant, und wenn sich die Schweden, so wie in diesem Fall, vier Jahre Zeit zwischen der Veröffentlichung ihres letzten Albums „Northern Lights“ und dem aktuellen Werk „Skyshaper“ lassen, dann ist die Spannung und die Erwartungshaltung natürlich immens. Doch auch mit „Skyshaper“ werden Covenant weder ihre Fans noch die Kritiker enttäuschen, stellt „Skyshaper“ doch die konsequente musikalische Fortsetzung seines Vorgängers dar. Was bleibt ist die Frage, warum vier Jahre zwischen den beiden Veröffentlichungen verstreichen mussten, bevor der nächste Geniestreich der Schweden das Licht der Öffentlichkeit erblickte.
>> Es gibt viele Gründe, nicht nur einen. << beantwortet Keyboarder Joakim meine Eingangsfrage. >> Zuerst mussten wir die Tour für „Northern Lights“ durch die USA hinter uns bringen, dann bin ich nach Spanien gezogen und als wir entschieden haben, ein neues Album zu machen, mussten wir feststellen, dass unsere Plattenfirma nicht mehr existiert. Wir mussten also ein neues Label finden, was einige Zeit in Anspruch nahm. Natürlich verschwendeten wir auch einiges an Zeit (lacht), bis wir dann anfingen an „Skyshaper“ zu arbeiten. Das war im November / Dezember 2004 und dauerte ungefähr ein Jahr. <<
„Skyshaper“ ist musikalisch trotz der langjährigen Pause die logische Fortsetzung von „Northern Lights“. Wie ist deine Sichtweise dazu?
>> Ich finde, „Skyshaper“ klingt etwas rauer und elektronischer, was wir auch unbedingt so haben wollten. Die Produktion von „Northern Lights“ war fantastisch, aber wir wollten dem Album dieses Mal eine etwas rauere, elektronische Note verpassen. „Skyshaper“ beinhaltet zudem einige Songs, die man so vielleicht nicht von uns erwartet hätte. „Happy Man“ zum Beispiel. „Skyshaper“ ist vielleicht auch etwas experimenteller. <<
Die Musik Covenants war immer von den Orten beeinflusst, wo die Mitglieder jeweils ihren Wohnsitz hatten. Du hast in Barcelona gelebt, wohnst mittlerweile wieder in Schweden, Eskil lebt immer noch in Berlin. Wie gross war dieser Einfluss auf „Skyshaper“?
>> Ich denke, wir haben viele neue Ideen und Impressionen aufgegriffen. Bei mir war es so, dass ich kein Wort Spanisch konnte. Jeder Tag war für mich ein grosses Abenteuer, um die Dinge zu erledigen, die ich mir vorgenommen hatte. <<
Du hast aber doch zumindest ein paar Brocken Spanisch gelernt, oder nicht?
>> Nicht so wirklich. Als ich in Spanien war, bin ich sehr viel mit der Band unterwegs gewesen. Meine Freundin spricht allerdings Spanisch. Sie hat also die wichtigsten Dinge in die Hand genommen. Barcelona ist aber schon eine fantastische Stadt. Fast so etwas, wie die mediterrane Version von Berlin. Es gibt dort eine sehr grosse Undergroundszene für alle möglichen Formen von Musik. Daher ist es schon sehr aufregend in einer Stadt zu leben, wo du ausgehst und dich innerhalb von zehn Minuten in einer musikalischen Szene bewegst, die in Schweden in dieser Form einfach nicht existiert. Wenn du Berlin nimmst, da weiss mittlerweile jeder, dass die Musikszene förmlich explodiert. Daher ist es schon sehr inspirierend, sich in solch einer Umgebung zu bewegen. <<
Es gibt aber kaum spanische Bands, die ausserhalb ihrer Landesgrenzen hinaus über einen grösseren Bekanntheitsgrad verfügen.
>> Barcelona nimmt da nach Berlin für diese Art der Musik wahrscheinlich die zweite Stelle weltweit ein. Es gibt dort jedes Jahr ein Festival, das wahrscheinlich das experimentellste und futuristischste Festival in der Welt ist. Dort gibt es nur Dance Musik zu hören, sehr dunkel und sehr tief im Underground verwurzelt. Terence Fixmer ist ebenfalls sehr häufig dort. All die grossen deutschen Labels haben ihr Ohr dort. Die Clubs sind immer auf der Höhe der Zeit und spielen die neuesten Sachen. <<
Neue musikalische Trends für die Musikszene lassen sich da aber auch nicht ausmachen, oder liege ich mit meiner Einschätzung falsch?
>> Nein, du hast da schon recht. Städte wie Valencia oder Barcelona sind so etwas wie Versuchsfelder. Die Städte verfügen über viele unterschiedliche Clubs und die ausländischen Labels und auch Künstler testen dort ihre neuen Produkte. Spanische Künstler, da gebe ich dir recht, gibt es nur wenige. <<
Warum bist du denn überhaupt wieder zurück nach Schweden gegangen?
>> Mir blieb eigentlich keine andere Wahl, da meine Freundin wieder zurück nach Schweden gegangen ist. Es hätte daher wenig Sinn gemacht alleine in solch einer schönen Stadt zu leben und ich wäre wahrscheinlich verhungert, weil ich nicht in der Lage gewesen wäre, mich zu verständigen. Hinzu kommt, dass es irgendwann ermüdend wird, wenn man jeden Tag diese kreative Stimulation um sich herum hat. Schweden und vor allem Göteborg, wo ich lebe, ist sicher sehr viel langweiliger, aber dafür bekommt man auf der anderen Seite auch sehr viel geschafft. <<
Die Arbeit mit Covenant wird dadurch sicher auch extrem vereinfacht.
>> Ja, in jedem Fall. Wir haben ja auch fast ein Jahr im Studio gelebt. <<
„Northern Light“ wurde zu grossen Teilen in einer von der Aussenwelt grösstenteils sehr abgelegenen Hütte komponiert. Habt ihr diese Vorgehensweise auch wieder für „Skyshaper“ genutzt?
>> Nein. Als wir daran gingen an dem Album zu arbeiten hatten wir bereits dreissig bis fünfunddreissig Songs. Wir begannen daran zu arbeiten, entschieden dann aber, alles zu verwerfen und noch mal von vorne zu beginnen. Eskil ist dann zurück nach Berlin geflogen und hat weitere Songs geschrieben und wir haben Sounds, Rhythmen und Texte über das Internet ausgetauscht. Wir haben uns dann in Februar in Helsingborg wieder getroffen und einige Monate daran gearbeitet, um das ganze zu beschleunigen. Wir haben also immer wieder in Abschnitten an dem Album gearbeitet. <<
Was passiert mit den Stücken, die es nicht auf das Album geschafft haben?
>> Die schlummern in Ruhe und Abgeschiedenheit jetzt erst mal vor sich hin. Aber es kann passieren, dass wir Ideen, die wir beim ersten Mal nicht gut genug gefunden und verwendet haben, später nochmal aufgreifen. <<
Warum habt ihr das Album „Skyshaper“ genannt, ein Wort, das es so in der englischen Sprache ja nicht gibt und daher viele Interpretationsansätze offen lässt. So könnte „Sky“ für die Weite und die Unendlichkeit des Himmels stehen, während „shape“ ja definiert, bestimmte Dinge in eine wie auch immer geartete Form zu bringen.
>> Das ist genau die Idee. Für uns beschreibt dies den Prozess des Songschreibens. So sehr man sich auch anstrengt, man wird nie in der Lage sein, den perfekten Song oder das perfekte Album zu schreiben. Auf der anderen Seite aber auch die Frage, was passiert, wenn man es doch geschafft haben sollte, diesen Song zu schreiben. Was passiert dann? Was macht man den Rest seines Lebens? Das beschreibt in gewisser Art und Weise den Prozess das Unmögliche möglich zu machen. Glücklich zu sein, obwohl man weiss, dass man sein Ziel niemals erreichen wird, auch wenn diese Arbeit an sich sehr inspirierend ist. <<
Ein soziales oder gesellschaftspolitisches Statement könnte man da aber nicht hineinlesen, oder doch?
>> Nein. Covenant stehen weder für soziale oder politische Denkweisen. Ich bin mir natürlich der Tatsache bewusst, dass Musik als politisches Werkzeug benutzt werden kann, aber um das zu tun, bedarf es sehr zielgerichteter Ideen. Eskil und ich vertreten zudem sehr unterschiedliche politische Ideen, so dass das für Covenant einfach nicht funktionieren würde. Was den sozialen Bezug angeht, so könnte man diesen ind er Tat da herauslesen, aber das war nicht so beabsichtigt. <<
Mein Eindruck des Albums und auch der Songs und der Texte war ein zum Teil sehr ironischer. Ist meine Wahrnehmung da falsch, oder habe ich diese Ironie in euren früheren Werken nur einfach nicht wahrgenommen?
>> Ironie? Zunächst einmal vorweg: Covenant sind vollkommen humorlos (lacht). Wenn man die Möglichkeit hat sich auszudrücken und etwas zu sagen, so liegt es in der Verantwortung des Künstlers so aufrecht und so ehrlich wie möglich zu sein. Ein guter Sinn für Humor ist dabei aber sicher nicht schädlich. <<
Im letzten Interview haben wir uns über die Visualität eurer Musik unterhalten und auch über die Bilder, die beim Hören eurer Musik entstehen. Welches Bild hast du im Kopf, wenn du „Skyshaper“ als ganzes beschreiben müsstest?
>> Das ist sehr schwer zu beantworten. Die Songs sind alle sehr unterschiedlich und beinhalten natürlich unterschiedliche Visionen, wenn man sich mit ihnen intensiv beschäftigt. Diese Frage ist für mich unmöglich zu beantworten, denn ich habe zu jedem Song eigene und bestimmte Ideen. Es gibt zu diesem Album kein übergeordnetes Thema. Die Songs sind sehr individuell und stehen jeder für sich, anstatt ein ganzheitliches Bild des Albums zu zeichnen. <<
Wie schwer war es diesmal für euch die Songs für das Album zu schreiben?
>> Schwierig. Sehr viel schwieriger als bei all den Alben zuvor, was schon sehr merkwürdig war, denn wir machen ja nun schon eine lange Zeit gemeinsam Musik. Von daher sollte es eigentlich einfacher werden, aber das Gegenteil war der Fall. Die Ambition ist natürlich jedes Mal den ultimativen Song zu schreiben, wovon wir immer noch ein ganzes Stück entfernt sind. <<
Findest du? Ein Stück wie „Der Leiermann“ kommt dem schon sehr nahe.
>> Das kannst du nur sagen, weil du unsere schlechten Stücke nicht kennst (lacht). Wir kämpfen immer sehr hart darum und wäre jetzt sehr kindisch zu sagen, welch schwere Last es doch ist ein Künstler zu sein. Es ist manchmal aber schon recht schwierig und vor allem sehr viel harte Arbeit. <<
Es ist jetzt aber nicht so, dass ihr in eurem Verständnis und eurer Meinung davon, wie Covenant klingen sollen, drastisch voneinander abweicht?
>> Doch, bis zu einem gewissen Grade passiert das jeder Band. Wir haben immer unterschiedliche Vorstellungen gehabt und die Stärke der Band hat immer darin gelegen, die Einflüsse zu etwas gutem und besseren für die Band zu nutzen. „Skyshaper“ ist ein wirklich gutes Album geworden, aber das Songwriting war sehr schwierig, um genau dahin zu gelangen. <<
Wie sind bislang die Reaktionen auf das Album ausgefallen? Wird „Skyshaper“ als das erwartete Album nach „Northern Lights“ wahrgenommen?
>> Wir waren darüber auch sehr überrascht. Die Songs, die wir ursprünglich vorgesehen hatten, haben diesen Eindruck nicht vermittelt. Jede gute Band bedient sich dessen, was sie am besten kann, und versucht, neue Dinge auszuprobieren. Das trifft auch auf uns zu. Wenn man sich an unsere älteren Alben erinnert fühlt, dann deswegen, weil wir bestimmte Elemente beibehalten haben. <<
„Happy Man“ ist ein, wie ich finde, sehr widersprüchlicher Song. Auf der einen Seite dieser fröhlich klingende Songtitel, auf der anderen Seite diese sehr melancholische und beinahe schon traurig wirkende Art des Vortrages sowie seiner Atmosphäre.
>> Der Song entstand sehr natürlich und ist einer der Songs, die am schnellsten entstanden sind. Wir hatten ein neues Keyboard bekommen, einen klassischen Analog-Synthesizer, und das ist der Grund dafür, warum der Sound so retromässig ausgefallen ist. Ich hatte den Text geschrieben und Eskil probierte es einfach mal aus, und die Art und Weise, wie er diesen Text sang, war einfach unglaublich. Der Text ist zur Musik sehr gegensätzlich und ich bin sehr, sehr froh, dass der Song so geworden ist. <<
Die erste Singleauskopplung „Ritual Noise“ könnte ja beinahe auch so etwas wie ein Statement für die Band, ihre Konzerte aber auch ihre Alben darstellen.
>> Der Titel bezieht sehr stark darauf. Wir leben in einer sehr schnellebigen Zeit und werden von einer Vielzahl von Dingen täglich auf’s neue stimuliert. Es gibt eine Überflutung an Informationen, aber auch ständig irgendwelche Hintergrundgeräusche. Die Welt ist ein sehr geräuschhaltiger Ort. Um der Welt und seinem Leben einen Sinn zu geben, bedarf es bestimmter Rituale und bestimmter Eigenarten. Es gibt natürlich auch den Bezug zu den Konzerten und den Besuchen in einem Club, wo es ja ebenfalls darum geht, ein Gemeinschaftserlebnis zu haben, was sehr an das Zusammengehörigkeitsgefühl eines Stammes erinnert. <<
Gibt es zwischen Huxleys Roman „Brave New World“ und eurem gleichnamigen Song einen Zusammenhang?
>> Ja, da gibt es einen Zusammenhang. Der Titel des Songs kommt von einem Sample, das ich gemacht habe. Die Texte kamen aus einer anderen Quelle hinzu und so ergaben sich vielfältige Deutungsmöglichkeiten. Die Version, die jetzt auf dem Album ist, ist wahrscheinlich die hundertste Variante davon. Der Song ist sehr komplex und wie wir bereits angedeutet haben, findet sich hier auch etwas von der Ironie wieder, über die wir bereits gesprochen haben. Die Welt ist ganz sicher nicht neu und besonders grossartig. <<
Wenn es alleine von diesem Song eine Vielzahl unterschiedlicher Versionen gibt, wie erkennt ihr dann, dass die Version, die dann letzten Endes veröffentlicht wird, die wirklich endgültige ist?
>> Wenn die Plattenfirma anruft und sagt, dass es jetzt an der Zeit wäre das Album zu veröffentlichen (lacht). Klar, sie waren nicht sonderlich erbaut darüber, dass wir so lange an dem Album gearbeitet und den Veröffentlichungstermin immer wieder verschoben haben. Für die Plattenfirma steht viel Geld auf dem Spiel und die Vermarktung von Musik ist eine sehr schwierige Angelegenheit. Ich hoffe, SPV verzeiht uns die Frustration, für die wir bei ihnen zeitweilig gesorgt haben. Wir haben unser bestes gegeben, um das Bestmögliche Album abzuliefern. <<
K2, das Label, auf dem „Northern Lights“ erschien, hat mittlerweile seinen Betrieb eingestellt. Damals hast du dich sehr enthusiastisch über die Zusammenarbeit mit K2 geäussert. Warum existieren K2 nicht mehr?
>> Sie hatten einfach keine andere Wahl. K2 war ein Sublabel von Sony, und als das ganze Sony Management aufgrund unglaublicher Firmenverluste ausgewechselt wurde, nahmen all diese Businessanalysten das Ruder in die Hand. Die guckten also in die Bilanzen und sahen diese kleine Label K2, wo unglaubliche Summen von Geld hineinflossen und es unmöglich schien, das Geld zurückzugewinnen, dass da hineinfloss, und drehten ihnen also den Geldhahn zu. Insgesamt hat Sony wohl an die zwanzig dieser kleinen Labels gedroppt. K2 selbst waren ein fantastisches Label und sie gaben uns traumhafte Möglichkeiten. <<
Covenant zählen zusammen mit VNV Nation und Stefan Herwig zu den Mitbegründern von Dependent, eurem ersten Label. Habt ihr noch Anteile an dem Label, oder habt ihr euch da vollständig zurückgezogen?
>> Nein, Stefan hat das Label komplett übernommen, als wir uns voneinander getrennt haben. VNV Nation haben Dependent ebenfalls verlassen und so ist Stefan nun alleiniger Besitzer des Labels. Zusammen mit Suicide Commando hat er nun ein Sublabel gegründet, so dass ich mal davon ausgehe, dass Johan und Stefan nur sehr eng zusammenarbeiten. Stefan ist aber weiterhin unserer Manager, also haben wir immer noch eine geschäftliche Verbindung zu ihm. <<
Gibt es Pläne für eine neue DVD?
>> Ja, wir werden ein Videoteam mit auf unsere Deutschlandtour nehmen, und vielleicht auch mit in die USA. Wenn dann noch Geld und Zeit übrig sein sollte, werden wir weitere Aufnahmen an etwas exotischeren Plätzen machen. Die US-Tour wird Ende Oktober enden, dann beginnen wir mit dem Schneiden und mit etwas Glück wird die DVD Weihnachten in den Läden stehen. Die DVD wird sich in erster Linie auf die Tour konzentrieren. <<
Spielt ihr dieses Jahr neben der Tour eigentlich keine Festivals? Bislang ist euer Name noch bei keinem der Line Ups aufgetaucht.
>> Sicher nur sehr wenige. Kai (Lotze, Tourmanager, Anm.d.Verf.) ist gerade dabei diese zu buchen. Es ist jetzt aber noch zu früh da etwas zu sagen. <<
Wie definierst du für dich den Begriff des Erfolgs?
>> Erfolg für mich ist zu sagen, dass ich den bestmöglichen Job abgeliefert habe. Aber es kommt natürlich immer darauf an, wie man den Begriff des Erfolges für sich selbst definiert. Wenn man glücklich damit ist, viel Geld zu verdienen, dann definiert man Erfolg sicher darüber. Aber das ist mir nicht so wichtig. Mir ist wichtig sagen zu können, dass es die richtige Entscheidung war das zu tun, was man getan hat. Fröhlichkeit und Zufriedenheit gehören zum Erfolg sicher mit dazu. <<
Was zählt für dich zu den Höhepunkten deiner Karriere?
>> Unser erstes Album in den Händen zu halten wir sicher einer der Höhepunkte unserer Karriere, oder zum ersten Mal ausserhalb Schwedens in Deutschland zu spielen. Wie damals jemand anrief und gefragt hat, ob wir in Deutschland spielen wollen und dafür auch noch Geld bekommen würden. Es war damals sehr schwierig überhaupt an Shows zu kommen. Auch die Tatsache, dass man als Band in die Möglichkeit hat viele faszinierende Leute zu treffen. Ich hätte mir nie träumen lassen mit Douglas McCarthy abzuhängen. Wenn man ein neues Album in den Händen hat, an dem man sehr hart gearbeitet hat, das gibt einem ebenfalls ein unglaubliches Gefühl der Befriedigung. <<
Was macht für dich eine gute Show aus? Grosse Bühnen, grosse Menschenmassen, kleine Bühnen oder lieber kleine Clubshows?
>> Die Anzahl der Leute ist dabei nicht wichtig. Natürlich kitzelt es das Ego schon sehr auf der grossen Bühne beim M’era Luna zu stehen, ohne Frage, aber eine gute Show ist sicher die, wenn du zu einhundert Prozent wirklich alles gibst, wenn der Austausch mit dem Publikum funktioniert und die Energie eine Ebene erreicht, die man alleine zu erreichen nie im Stande wäre. Das ist ein unglaubliches Gefühl, das man selbst vor nur zehn Leuten erreichen kann, wenn der Energiefluss stimmt. Eine Band kann nie alleine diese Magie erschaffen, dafür gibt es auch ganz sicher keine Formel. Manchmal ist einfach grossartig, und ein anderes Mal wieder nur fürchterlich. <<
Gibt es Länder, wo du gerne mal spielen würdest?
>> Ich würde gerne mal nach Japan gehen, das wäre fantastisch. Nicht nur um dort zu spielen, sondern auch um das Land und die Kultur zu erleben. Das wäre übrigens auch einer der Punkte, über die man Erfolg definieren könnte. Ich wollte immer ein Forscher sein, viel reisen und die Welt kennen zu lernen, und die Band gibt mir die Möglichkeit dazu. Das ist einfach unglaublich. <<
Was war das exotischste Land, wo ihr bislang aufgetreten seid?
>> Russland war auf seine Art und Weise sehr exotisch. Australien war auch sehr aufregend, alleine schon deshalb, um die ganze Welt zu bereisen und dann irgendwann in Australien zu landen. Das Land selbst unterscheidet sich allerdings nicht sehr stark von England. In den USA gab es auch ein paar Plätze, die sehr merkwürdig waren und aus irgendwelchen Filmen stammen könnten. Merkwürdige Leute und eine komische Atmosphäre, fast so wie in „Pulp Fiction“. <<
Nicht jedes Konzert ist gleich, und nicht jedes Mal ist man gleich motiviert auf die Beine zu gehen. Wie motiviert ihr euch, wenn ihr überhaupt nicht in der Stimmung seid auf die Bühne zu gehen? Wann ist der Punkt erreicht, wenn es für euch zum Job wird?
>> Es ist ein Job, es ist unser Job und einer, der viel Spass macht. Selbst, wenn man vor der Show backstage sitzt und einfach nur nach Hause möchte. Wenn man dann auf die Bühne geht, die Menschen sieht und das Licht, dann ist es in neunundneunzig von hundert Fällen wert auf die Bühne zu gehen und eine gute Show zu liefern. Natürlich wird es manchmal zur Routine und man switcht um auf den „Live-Modus“, aber ist wirklich die Ausnahme. Normalerweise werden wir durch die Live-Atmosphäre sofort gefangen genommen und geben automatisch unser Bestes. <<
Hast du dir schon mal die Frage gestellt, was nach Covenant kommen wird, denn ewig werdet ihr das doch sicher nicht machen können und wollen.
>> Ja, darüber mache ich mir ganz sicher häufig Gedanken. Wir machen dies aber mittlerweile bereits so lange, dass es für mich unvorstellbar ist, das irgendwann nicht mehr zu tun. Wir alle werden auf die eine oder andere Art und Weise immer Musik machen, und hoffentlich auch zusammen. Die Band würde schon längst nicht mehr existieren, wenn wir da keinen Spass mehr dran hätten. Es würde mir nichts ausmachen irgendwo als Barpianist zu arbeiten und Covenant-Songs in einem Honkytonk-Stil zu spielen. <<
http://www.covenant.dk
Michael Kuhlen


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