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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ABSURD MINDS

ABSURD MINDS
Electrokollektiv
Eile mit Weile: Absurd Minds haben sich Zeit gelassen ihr neues Album zu veröffentlichen, doch die lange Zeitdauer zwischen den Alben haben die Dresdner bestens genutzt und mit „Noumenon“ ein Album abgeliefert, das ihre exponierte Position innerhalb der deutschen Electroszene einmal mehr untermauert. Vorbei sind die Zeiten unsinniger musikalischer Vergleiche, denn längst haben Absurd Minds ihren eigenen Stil gefunden und mit jedem Album weiter verfeinert. „Noumenon“ nun stellt den kreativen Höhepunkt der Sachsen dar, bei dem Musik und Lyrik Hand in Hand gehen, wie es nur bei den weingsten deutschen Bands des Genres der Fall ist. Wir nahmen Kontakt mit der Band auf und hörten nach, was es angesichts solch eines formidablen Albums zu Protokoll zu geben gab.
Zwischen der Veröffentlichung von „The Focus“ und „Noumenon“ liegen über zwei Jahre. Braucht ihr solch langen Zeiträume zwischen zwei Alben um neue Inspiration zu sammeln, oder liegen die Ursachen für diese langen Pausen zwischen zwei Alben woanders?
>> In erster Linie ist es eine Frage der Zeit, die wir aufbringen können, um an neuem Material zu arbeiten. Unser musikalisches Schaffen steht hinter unserem beruflichen Wirken an. Des weiteren setzen wir uns diesbezüglich auch nicht unter Druck, sondern legen Wert darauf, dass wir mit dem Ergebnis unsere Arbeit zufrieden sind. Dazu gehört auch, Ideen zu verwerfen und neue zu erarbeiten, was mit einem nicht gerade geringfügigen Zeitaufwand verbunden ist. <<
Wie beurteilt ihr selbst die musikalische Entwicklung zwischen den beiden Alben, aber auch seit Gründung der Band bis zum heutigen Tage?
>> Eine musikalische Entwicklung in Worte zu fassen stellt sich immer schwierig dar. Musik ist etwas, das aus dem Inneren eines jeden heraus entsteht, somit ein Spiegel seiner Selbst ist und von den Geschehnissen der Zeit und dem, in diesem Zeitraum, Erlebten abhängt. Wenn man unter musikalischer Entwicklung den Fortschritt im Zusammenhang mit dem Handling und der Nutzung der Vielseitigkeit der Technik versteht, sind wir mit Sicherheit ein Stück nach vorne geschritten. Unser Verständnis von Musik ist jedoch geblieben und hat sich gefestigt. In diesem Punkt sind wir uns seit der ersten Veröffentlichung treu. <<
Gibt es zu "Noumenon", im Gegensatz zu euren älteren Veröffentlichungen, diesmal keine Singleauskopplung?
>> Bisher sind keine Auskopplungen geplant. <<
Die Artworks eurer Alben sind immer sehr futuristisch, wie im übrigen auch eure Homepage. Ist diese futuristische Ausrichtung Bestandteil des Absurd Minds-Konzeptes?
>> Die Nutzung futuristischer Elemente soll zum einen die Art unserer Musik auch im Bezug auf ihre Entstehung unterstreichen. Desweiteren spiegelt das Artwork die Abstraktheit unsere Lyrics wider. Natürlich spielt der persönliche Geschmack auch eine große Rolle. <<
„Noumenon" ist in die DAC-Charts eingestiegen? Habt ihr dies so erwartet und was bedeuten euch Chart-Platzierungen überhaupt? Habt ihr mit den überaus positiven Reaktionen auf "Noumenon" seitens der Presse und der Fans gerechnet?
>> Damit zu rechnen wäre anmaßend, darauf zu hoffen jedoch legitim und so haben wir gehofft und sind erhört worden. Das freut uns natürlich ungemein. Chartplazierungen sind wie persönliche Meinungen ein wichtiges Feedback und bestärken uns in unserem Tun. Darüber hinaus sind sie auch eine vorzügliche Werbung. <<
Die Texte, wie auch der Titel des Albums, sind sehr philosophisch gehalten und bedürfen intensiver Beschäftigung, um sie vollends zu verstehen. Besteht dadurch nicht die Gefahr der Kopflastigkeit eines Albums?
>> Wir glauben nicht, dass der Kaufanreiz für ein Album primär auf der Sinnbeladenheit der Texte beruht. Die meisten orientieren sich schwerpunktmäßig an der Musik. Wenn jedoch mancher die Muße hat, sich im Nachhinein auch inhaltlich mit unserer Musik auseinander zu setzen, freut uns das. Es kommt oft vor, dass wir auf unsere Texte angesprochen werden und ernten diesbezüglich viel Lob von allen Seiten. <<
Sehr gelungen finde ich "Gedanken-Reich". Warum habt ihr keine weiteren deutschen Texte auf dem Album?
>> Eigenartiger Weise eignet sich die englische Sprache besser als die deutsche Worte mit Musik zu verbinden. Sie klingt melodiöser und weicher. „Gedankenreich“ ist unser obligatorischer deutschsprachiger Track. In diesem Fall bot sich Deutsch an, bei anderen Liedern eben nicht. <<
Welchen Stellenwert haben für euch Remixarbeiten, sowohl eigene Remixe für andere Künstler, als auch Remixe Eurer Arbeiten durch andere Künstler? Was nehmt ihr selbst aus diesen Remixarbeiten für eure Arbeit mit Absurd Minds mit?
>> Remixe für andere zu machen ist ein Vertrauensbeweis der betreffenden Bands an unsere musikalischen Fähigkeiten und eine Anerkennung unseres musikalischen Schaffens. Darüber hinaus ist es spannend und macht Spass vorhandenem Material einen eigenen Stempel aufzudrücken und zu sehen, in wie weit eigenes Musikverständnis zu dem anderer kompatibel ist. Das gilt auch, wenn wir Remixe von unseren Liedern machen lassen. Es ist immer spannend zu hören, wie andere Künstler unsere Ideen interpretieren. Weiterhin erweitert es den eigenen musikalischen Horizont, da man mit der Arbeit anderer intensiv konfrontiert wird. <<
Gibt es eurerseits Planungen für die Veröffentlichung einer DVD?
>> Es gehört heutzutage zum guten Ton etwas in dieser Art auf den Markt zu bringen. Es ist allerdings auch mit einem nicht unerheblichen Aufwand an Zeit und vor allem Geld verbunden. Deshalb stellt sich für uns diese frage im Moment nicht. Wenn jemand mit einem Angebot auf uns zukäme, wären wir nicht abgeneigt. <<
Soviel ich weiss, arbeitet ihr seid Gründung der Band 1995 mit dem gleichen Line Up. Ist diese Konstanz Teil des Erfolges, den ihr mit Absurd Minds zweifelsohne habt? Gab es nie Reibungen oder Unstimmigkeiten innerhalb der Band?
>> Ein eingespieltes Team, das lange zeit zusammenarbeitet ist immer eine gute Voraussetzung für eine konstante Leistung. So auch bei uns. Wir kennen uns gut wissen, was wir von einander erwarten können und haben eine gewachsene, sich bewert habende, Struktur in unserem Projekt etabliert. Reibungen ergeben sich immer mal, führen aber nie zu Streit, sondern werden durch sorgfältige Diskussion und Argumentation beseitigt. <<
Haben sich eure musikalischen Einflüsse im Laufe der Jahre verändert?
>> Musik entwickelt, verändert sich, neue Trends treten auf, neue Stile und irgendetwas davon findet Zugang in unser Hirn. So ändert oder erweitert sich der persönliche Geschmack und neue Ideen finden Platz in unserer eigen Arbeit. <<
Wie seht ihr in diesem Zusammenhang die aktuelle Electro-Szene und die Entwicklung der letzten Jahre, national wie auch international? Seht ihr neue und interessante Strömungen im Electro, die zukunftsweisend sein könnten?
>> Gerade die Musik in der Electro-Szene lässt viel Raum für künstlerische Freiheit und unterwirft sich keiner Konvention. In all den Jahren hat sich die Musik parallel zur technischen Entwicklung verändert und an Komplexität zugenommen. Einhergehend damit gibt es dann Strömungen, die sich zurück zum Ursprung bewegen. Neuem folgt die Rückbesinnung auf Altes. Es ist einständiger Kreislauf. <<
Zehn Jahre Absurd Minds, stellt man sich da nicht unweigerlich auch mal die Frage, was ihr in diesen zehn Jahren erreicht habt? Welche Bilanz zieht ihr? Was waren die Höhe- und Tiefpunkte dieser letzten zehn Jahre?
>> Das wir überhaupt die Chance bekamen unsere Musik publik zu machen ist mehr, als wir im Vorfeld gehofft hatten und dass wir unsere Arbeit all die Jahre fortsetzen konnten und noch immer können betrachten wir als Geschenk. Natürlich wünschen wir uns noch eine Steigerung unseres Erfolges und mehr Möglichkeiten unsere Musik live zu präsentieren. <<
Was sind eure weiteren Pläne mit Absurd Minds für die nächsten Wochen und Monate?
>> Wir arbeiten schon an neuem Material, wollen altes überarbeiten und natürlich: Auftreten, Auftreten, Auftreten. <<
http://www.absurdminds.de
Michael Kuhlen


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