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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DUNGEON

DUNGEON
Die Band die einmal war
Wenn ihr dieses Interview lest, so vertraute mir mein Gesprächspartner, Lord Tim, an, wird es Dungeon wahrscheinlich nicht mehr geben. Die Band ist dabei sich aufzulösen. Hintergründe werden an dieser Stelle selbstverständlich aufgeklärt. Nichtsdestotrotz sollten wir noch mal ein Auge auf eine Band diesen Kalibers werfen. Die vier Australier haben mit „One Step Beyond“ ein weiteres Mal einen herrlichen Power-Metal-Kracher hingelegt, der links und rechts verschiedene Genres anschneidet und mit dem Re-Release von „Resurrection“ die Fans mit dem seit langen schwer erhältlichem Debüt-Album beschenkt. Warum die Formation gerade jetzt, wo der Durchbruch ansteht, den Geist aufgibt, ist nicht leicht zu verstehen. Aber wie sagt man so schön: Was gut ist kommt wieder.
Tim, wie sind Dungeon entstanden?
>> Wir kamen in einem kleinen Outback-Town, Broken Hill, in Australien 1999 zusammen. Kurz darauf sind wir nach Sydney umgesiedelt. Hier fanden erstmal einige Line-Up-Wechsel statt. Wir schrieben ordentlich Songs und versuchten jeden Gig mitzunehmen, den wir kriegen konnten. Es dauerte nicht lange und wir hatten einen ganzen Haufen loyaler Fans. Diese Unterstützung führte zu Support-Posten bei verschiedenen bekannten Ats wie Edguy, Nevermore, Doro, Opeth, Megadeth und Nightwish. Schließlich gab es den langersehnten Vertrag bei Limb Music. Alsbald tourten wir auch außerhalb von Australien. Wir fanden uns in Japan, Europa und des öfteren in Nordamerika ein. Das Ganze war natürlich kein leichter Spaziergang, aber es war nie langweilig. Unser Debüt-Album „Resurrection“ erschien 1999. Erst 2003 erschien der Nachfolger „A Rise To Power“ und zuletzt konnten wir „One Step Beyond“ veröffentlichen. <<
Worin siehst du den Unterschied zwischen euch und anderen Power-Metal-Bands aus Australien?
>> Wir sind im Wesentlichen aggressiver als zum Beispiel Vanishing Point oder Black Majesty. Unsere Live-Shows sind viel visueller und lebhafter. Das liegt aber daran, dass wir pausenlos auf Achse sind. Die anderen Acts spielen relativ selten. Außerdem haben wir die Bühnen mit weitaus extremeren Bands geteilt. Wir können uns dem jeweiligen Publikum anpassen, egal ob es eine Melodic-Menge ist, oder ein Haufen Black Metaller. Wir waren mit Destruction und Meyham in Australien unterwegs und haben die Lage gemeistert. Andere Formationen schaffen es gerade für ihr eigenes Publikum zu zocken. <<
Seit ihr wenigstens mit den anderen Acts befreundet? Kennt man sich?
>> Wenn du die blöde Gerüchte über unsere Szene mal außer acht lässt, kann ich dir nur sagen, dass wir uns fast alle kennen und mögen. Mit Vanishing Point haben wir schon öfter die Bretter geteilt. Großartige Band und nette Jungs. Die australische Szene ist sehr klein, von daher ist es durchaus möglich, dass wir mit fast allen größeren Bands entweder zusammen gespielt haben, oder sie zumindest kennen gelernt haben. <<
Was ist der schwierigste Teil am Musik-Business, wenn man vom anderen Ende der Welt kommt?
>> Man ist sehr isoliert. Es ist so teuer für uns in anderen Ländern auf Tour zu gehen, so dass es den meisten Bands missgönnt ist aus der Underground-Szene auszubrechen. Das Internet hat Gott sei Dank die Sache etwas erleichtert, so dass wir uns ziemlich gut selbst promoten können. Das ist jedoch immer noch kein Vergleich dazu, wenn man eine Band live sehen kann. Der andere Punkt ist, dass wir hier so abgeschnitten sind, dass du schon seit einer langen Zeit eine Musikrichtung verfolgst, ohne das jemand das mitkriegt. Wenn man sie dann zu Ohren bekommt, nimmt man sofort an, dass man jemanden klont, nur weil sie mit ähnlichen Einflüssen fast zeitgleich angefangen haben. Will sagen, dass viele Leute der Meinung sind, dass wir Edguy kopieren. Ich bin ein echter Fan dieser Band und es sind nette Jungs, aber ich bin der Meinung, dass Dungeon Jahre vor Edguy mit diesem Sound angefangen haben. Wir ziehen unsere Einflüsse aus den 80er-Jahren, und dass wir ähnlich klingen ist wohl mehr ein Zufall. <<
Seid ihr immer noch so groß in Japan angesagt, und wie hilft euch das weiter?
>> Ich weiß nicht ob man sagen kann, dass wir dort groß sind, aber wir schlagen uns ganz gut. Natürlich ist es hilfreich um in anderen Ländern für Aufsehen zu sorgen. Japan ist ein unglaubliches Land und es ist immer der reinste Wahnsinn für mich, wenn wir dort auf Tour gehen. <<
Was sind die besonderen Bonus-Punkte auf eurer Live-DVD „Under The Rising Sun?
>> Abgesehen von dem Konzert, das im Club Citta aufgenommen wurde, gibt es einen dokumentarischen Teil von der ganzen Japan Tour 2003 mit Szenen hinter der Bühne. Zusätzlich gibt es einige Video-Clips, die das Ganze so gut wie möglich aufwerten sollen. <<
Dave Mustaine von Megadeth hat euch mit auf Tour genommen da er anscheinend megamäßig auf eure Musik steht. Brachte euch das irgendein positives Feedback?
>> Das auf jeden Fall, und es war eine Ehre mit Dave zusammen zu arbeiten. Vergiss alles was du über ihn Negatives gehört oder gelesen hast, er ist in Wirklichkeit ein verdammt netter Bursche, ebenso der Rest seiner Band und die gesamte Crew. Die Shows waren echt krass und fantastisch. Jeden Abend haben wir vor tausenden von Menschen gespielt. Das war eine großartige Erfahrung. <<
Ihr Jungs seit unheimlich oft auf Tour. Was gefällt euch am besten, und auf was könntet ihr verzichten?
>> Das Beste ist immer die Reaktion der Zuschauer. Egal wie beschissen oder ermüdend der Tag war, wenn wir die Bühne betreten und die Menge ist am ausrasten vergessen wir alles und verlieren uns in der Energie der Performance. Das ist der Hauptgrund, der mich seit Jahren motiviert mit der Musik am Ball zu bleiben. Übel ist die restliche Arbeit, um die wir uns selber kümmern müssen. Wir haben keinen Manager, so dass wir uns um die ganze Logistik bemühen. Man besorgt Transportmittel, Übernachtungsgelegenheiten, was zu essen und natürlich darf man die Presse und die Promotion nicht vergessen. Wir machen uns auch die Arbeit alles mit dem Label zu besprechen. Das ganze Programm halt. Natürlich schleppen wir auch unser eigenes Equipment. Echte harte Arbeit. Sobald wir von der Bühne kommen ergeben wir uns der rückenbrechenden Arbeit. <<
Was hat sich im Laufe der Jahre an eurer Musik verändert?
>> Eigentlich nichts, das durch unseren Erfolg resultiert, wenn ich die Wahrheit sagen soll. Wir sind als Musiker und besonders als Songwriter erwachsener geworden. Wenn sich irgendetwas zwischen dem Debüt-Album und dem aktuellen Werk an der Musik getan haben soll, dann sicherlich in persönlicher Hinsicht. Wir lassen viel mehr Emotionen zu. <<
Wie sieht der weitere Weg von Dungeon aus?
>> Es gibt im Moment eine Menge Änderungen. Was du wahrscheinlich nicht weißt, ist das Dungeon im Dezember 2005 aufgelöst wird. Es gibt eine gute Presseerklärung auf unserer Webseite, in der alle Gründe sehr gut erklärt werden. Es ist im Grunde eine Entscheidung die ich getroffen habe, nachdem unser Bassist Glenn und unser Gitarrist Stu erklärt haben, dass sie sich abseilen würden. So kann ich das nicht weiterlaufen lassen. Die gute Nachricht ist, dass es noch ein weiteres Dungeon-Album geben wird. Es wird irgendwann im neuen Jahr erscheinen. Dungeons Musik wird unter dem Bandnamen „Lord“ weiter leben. Das ist eigentlich mein Side-Project neben Dungeon gewesen. Dabei sind Tim Yatras, unser derzeitiger Drummer, und einige andere, wirklich talentierte Musiker, deren Namen ich bald bekannt geben werde. Lord werden das erstemal im Februar 2006 auftreten. <<
http://www.dungeon.cd
Steve Burdelak


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