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MAGAZIN :: Index: 'C' :: COLDSPRING 15 ....

COLDSPRING 15 YEAR ANNIVERSARY PARTY - 12.11.2005, London "Marquee"
THE MARQUEE, LONDON, LEICESTER SQUARE

12.11.05
Es gibt keinen Zweifel daran, dass Cold Spring in den letzten fünfzehn Jahren einen weiten Weg zurückgelegt haben. Alle Anfeindungen aus dem Lager der Political Correctness hat man überlebt, man hat eine Vielzahl von Klassikern aus den Genres Apocalyptiv Folk, Neoklassik, Noise und Post-Industrial veröffentlicht oder wiederveröffentlicht und ist nach der der World Serpent-Pleite vor gut einem Jahr das einizige Label seiner Art in England. Dies war Anlass dafür, in einem Club in Londons Künstlerviertel nahe Leicester Square zu feiern. Die Ungarn KRIEGSFALL U, die holländischen H.E.R.R. sowie die deutschen VON THRONSTAHL boten somit das kulturelle Rahmenprogramm für diesen Abend.

KRIEGSFALL U machten den Anfang und boten eine Mixtur aus pochenden Industrial-Rhythmen in „The Ancient Lords“, narkotisierenden, martialischen Getrommel in „The Great Man II – Realisation“ und ambientmässigem Neofolk in „Standing By The Truth“. Auf der Bühne in Reih und Glied aufgereiht, beinahe bewegungslos und während des Trommelns über die Köpfe des Publikums hinweg in die Ferne sehend, gab eine ungewöhnliche Bühnenpräsenz ab, passte aber in der Tat aber genau zu der kalt wirkenden Performance und hinterliess ein nach Zugaben rufendes Publikum. Mit ihrem Debut, das gerade auf Cold Spring veröffentlicht wurde, wird dieser Auftritt in bester Erinnerung bleiben.
Der eigentliche Höhepunt des Abends waren die fantastischen H.E.R.R., eine der erfrischend klingendsten Bands der Apocalyptic-/Neofolk-Szene. Nein, im Grunde sogar DER erfrischendsten Band, die derzeit existiert. Was eine Neofolk-Band entweder scheitern oder erfolgreich werden lässt, ist die Originalität des Sängers. Klingt der Sänger wie bereits viele andere vor ihm, so ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Band keinen grossen Eindruck hinterlassen wird, aber der zweistimmnige Gesang von Troy Southgate und Miklós Hofferm ist stimmungs- wie wundervoll zugleich. Hinzu kommt, dass die Glocken und das Cello ihrer Performace zusätzliche Tiefe verliehen. Die Atmosphäre, die bei Tracks wie „A New Rome“, dem gesprochen „Hopes Die In Winter“ und dem neoklassischen „Arise“ entstand, waren den Eintrittspreis alleine wert. Mit „The Last Prince“ erlaubten H.E.R.R. sogar einen Einblick auf ihr kommendes Album „Vondel’s Lucifer“, der die Klasse der Band noch einmal unterstrich. Die Zukunft gehört H.E.R.R.
VON THRONSTAHL, die Band, auf die jeder gewartet hatte, waren dann der krasse Gegensatz dazu und enttäuschten auf ganzer Linie. Sicher, an einem guten Tag hätten sie bestimmt überhaupt keine Probleme gehabt, eine erinnerungswrüdige Show abzuliefern, aber dieser Tag war fraglos ein schlechter. Die einzie Erinnerung, die von diesem Auftritt zurückbleiben wird, ist die unglaubliche Anzahl an technischen Problemen und Fehlern, was angesichts der Klasse des Materials VON THRONSTAHLs eine wahre Schande ist. Erstmal war aufgrund der Rückkopplungen und der hintergründigen Geräusche rein gar nichts von den musikalischen Feinheiten zu vernehmen. Um es mit anderen Worten zu sagen: es müsste ein Verstärker erfunden werden, dessen Skala bis zwöf reicht, denn die Musik VON THRONSTAHLs ist dafür gemacht, wie eine startende Concorde zu klingen. Hinzu kam, dass nichts von dem, was Josef K. sang oder sprach, zu hörne war. Weiteres Unglück kam hinzu, als das DAT bei einer Reihe von Songs Aussetzer hatte und die ersten Besucher dazu veranlasste, den Club zu verlassen. Doch damit nicht genug der Missgeschicke, denn im weiteren Verlauf des Sets gab das elektronische Schlagzeug auch noch seinen Geist auf und es dauerte einige Songs, bis der Techniker das ganze wieder fixiert hatte. Um es auf den Punkt zu bringen: das Schicksal hatte VON THRONSTAHL an diesem Tag kräftig zwischen die Beine getreten
Will Stone (Terrorizer/Rock Sound/Bizarre/Resonance FM for http://www.obliveon.de) - Pics: Courtesy of http://www.gothtronic.com)


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