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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DEVIN TOWNSEN ....

DEVIN TOWNSEND
Ein musikalisches Chamäleon
Das nenne ich einen Gegensatz. So schrieb ich in meiner Lobpreisung des neuen Devin Townsend-Meisterwerks "Terria" noch "Hier ist nichts gewöhnlich, lasch oder herkömmlich, vielmehr pulsiert alles vor Energie, Inspiration, Feuer und Kreativität. Willkommen in der Welt von Devin Townsend!", und als ich den ´Meister´ dann an der Strippe habe, glänzt dieser vor allem durch Apathie und Lethargie, so daß ich eigentlich auch mit dem guten Professor Hastig hätte sprechen können. Ein paar Infos konnte ich dem wohl nur musikalisch quirligen Kanadier mit einiger Mühe dann doch noch entlocken.
Ich habe Eure Show beim Graspop-Metal-Meeting in Belgien gesehen und war verdammt beeindruckt ob der Energie und der spieltechnisch ultratighten Performance. Allerdings habt Ihr Euch ja eher auf die extrem harten Stücke und Strapping Young Lad-Material konzentriert. Wird es für "Terria" eine Tour geben, auf der man dann auch die atmospärisch-melodische Seite Deiner Alben erleben kann?
>> Ich hoffe darauf in Zukunft mit zwei verschiedenen Bands touren zu können. Eine Combo wird dann den härteren Stoff präsentieren, der andere Teil wird sich der melodischen Schiene widmen. Ich weiß aber noch nicht, wann dies genau passieren wird. So lange das noch nicht realisiert ist, werde ich alles nach Lust und Laune bei meinen Gigs mischen. <<
Wie siehst Dein neues Album "Terria" im Vergleich zu den vorangegangenen Werken, die sich ja auch alle recht grundlegend voneinander unterschieden?
>> "Terria" beinhaltet packenden, emotionalen Metal, sehr interessant und nah am Hörer, es liegen viele unterbewusste Elemente in der Produktion. Hiervon ist etliches wiederum in meinem eigenen Studio entstanden und ich habe das Album auch erneut selber produziert. Insgesamt arbeiteten wir ungefähr drei bis vier Monate an "Terria". Es gibt dabei immer wieder den Ansporn die alten Sachen zu übertreffen. Einige Songs der letzten CD´s langweilen mich heutzutage und bei einer neuen Produktion will ich dann alles besser machen und neue Horizonte erreichen. <<
Man hört auch bei "Terria" wiederum vielfältige Arrangements und diverse komplexe musikalische und produktionstechnische Details. Planst Du dies akribisch oder arbeitest Du in Deinem Studio nach der "Try and Error"-Methode einfach wild drauf los?
>> Oh, das ist ganz unterschiedlich. Bei manchen Tracks habe ich einen genauen Plan, aber oftmals probiere ich auch spontan irgendetwas aus. <<
Wie gehst Du eigentlich beim Songwriting dieser vielschichtigen Songs vor?
>> Das ist ebenfalls ganz verschieden. Manchmal habe ich nur eine Melodie, um die ich dann alles herum aufbaue, manchmal starte ich mit einem Refrain, den ich singe und ein anderes Mal habe ich das komplette Gebilde eines Songs schon vorab in meinem Kopf. <<
Kommen wir zu den Lyrics, gibt es bei "Terria" ein grundlegendes Konzept?
>> Nein, es gibt kein großes Thema, jeder Text steht für sich. "Mountain" handelt zum Beispiel von meinem neuen häuslichen Leben mit meiner Frau und unserem Hund und darüber wie verwirrend das alles sein kann. (Daher also die Verwirrung? - Anmerkung des Verfassers) Bei "Earth Day" geht es um den Lernprozeß ein Erwachsener zu werden, Kompromisse einzugehen und Verantwortung zu übernehmen. <<
Was ist mit "Canada"? Eine persönliche Ode an Dein Heimatland?
>> Wir waren zum ersten Mal auf einer flächendeckenden Tour durch Kanada und ich hatte die Chance das Land einmal in seiner ganzen Schönheit zu erleben, die hiesige Natur mit ihren riesigen Wäldern und großen Gewässern zu betrachten und diese schöne Erfahrung wollte ich unbedingt in einem Song festhalten. <<
Das melancholische und musikalisch an Pink Floyd zu Roger Waters-Zeiten erinnernde "Nobody´s Here" dürfte wohl eher keinen positiv gestimmten Text besitzen, oder?
>> Nun, ich denke jeder bekommt einmal depressive und nihilistische Gedanken über Einsamkeit und darüber wollte ich auch mal schreiben. <<
Welche Acts inspirieren eigentlich ein musikalisches Chamäleon wie Devin Townsend?
>> Ich höre mir viele Platten an, da ich wissen will was musikalisch so abgeht, aber die meisten Bands geben mir einfach nicht viel. Die beste Inspiration ist mein Leben an sich, alles was um mich herum passiert. <<
In "Earth day" findet man den Satz "Music is just entertainment, folks!". Klingt für mich etwas nach Zappa. Stehst Du auf seine Sachen?
>> Ja , etwas schon, ein paar seiner vielen Alben gefallen mir ganz gut. <<
Glaubst Du denn, daß die wichtigste Funktion des Mediums Musik die Unterhaltung der Zuhörer ist?
>> Es ist immer wieder die gleiche Frage, die sich Künstler seit Ewigkeiten stellen. Erschaffe ich etwas um mich selber zu befriedigen oder um Leute zu unterhalten? Bei mir ist eher ersteres der Fall, und wenn es den Leuten gefällt, ist das natürlich echt cool. Aber zuerst muß es in meinen Ohren gut klingen und mich zufrieden stellen. <<
Christoph Luecker


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