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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BLACK MAJESTY

BLACK MAJESTY
Attacke aus Down Under
Während das Gros der Power-Metal-Szene eine gute Zeit lang aus Italien über uns hereinbrach, entwickelten sich in Australien mehrere Kleinode, wie Vanishing Point, Pegazus und die hier interviewte Band Black Majesty. Nachdem Black Majesty durch etliche Auszeichnungen und Lobhudeleien aufgefallen ist, landete man wie üblich auf verschiedenen Samplern. Die Geschichte geht unaufhaltsam weiter, doch würde ich sie lieber meinen Gesprächspartner und Gitarrist dieser Formation, Stevie Janevski, weitererzählen lassen. Aufgrund des guten zweiten und aktuellen Albums „Silent Company“ war es an der Zeit, dass die Jungs aus der ehemaligen britischen Kolonie mal aufklären, warum sie um den halben Globus zockeln, nur um mit Piet Sielck (Iron Savior) die Drum-Tracks aufzunehmen, oder warum man einem eh schon überschwemmten Markt, neues Material liefert. Und wer schon mal dabei ist und sich von diesen Zeilen begeistern lässt, der kann auf jeden Fall auf das Debüt-Werk „Sands Of Time“ zurückgreifen. Es lohnt sich.
Stevie, ich habe schon mal eure Bandgeschichte eingeleitet. Würdest du diesen Ansatz für unsere Leser vollenden?
>> Im Grunde fing bei uns alles im Jahr 2001 an. Unser damaliger Drummer kam sogar aus Europa rüber. Wir schrieben eine ganze Menge Songs, wobei wir uns später auf die traditionellen europäischen und amerikanischen Sounds konzentrierten. Mit dem Material, was wir verschickten, gab es einiges an Interesse, gerade aus Deutschland. Das "Rock Hard"-Magazin und das "Heavy, oder was!?" hatten Anfragen wegen ihrer Sampler. Diese Aktion endete für uns mit jeder Menge Lob und einem erwünschten Deal mit dem besten Label, das wir uns für unsere Musik vorstellen konnten, Limb Music. Wir veröffentlichten somit unser Debüt-Album im Jahr 2003. Das verkaufte sich recht gut und die Reviews waren sagenhaft. Wir wurden in unserer Heimat vom "Full Strength"-Metalmagazin zur besten Newcomer-Band gekürt, und im japanischen "Burrn"-Magazin erreichten wir in den Heavy Metal Import Charts sogar Platz drei. Schade war nur, dass wir außerhalb Australiens keinen Fuß auf die berühmten Bühnen der Welt setzen konnten. Also begaben wir uns nach geraumer Zeit an die Arbeit unseres zweiten Albums „Silent Company“. <<
Du hast mir vom Interesse der Plattenfirmen weltweit erzählt. Was machte Deutschland so besonders?
>> Natürlich ist der Sitz der Firma in Wolfsburg, Germany. Wir wollten jemanden, der unsere Ansichten perfekt vertritt und mit dem wir von Angesicht zu Angesicht verhandeln könnten. Man organisierte gleich ein Festival für uns, auf dem wir live spiele konnten. Das war wirklich cool. Wir fühlen uns mit diesem Vertrag sehr gut aufgehoben. Eine sehr gute Arbeit von seiten des Labels. Das hat man nicht oft, meistens hört man ja von handfesten Problemen. Wir verkauften unser erstes Album sehr gut in Deutschland, von daher war es ein logischer Schritt bei euch Fuß zu fassen. <<
Wo sonst konnte man euch live erleben`
>> Nur in der Tschechischen Republik. <<
Nun denn, die Umstände mit denen ihr zu kämpfen habt sind nicht einfach. Was veranlasst eine Band aus Australien den eh schon überfüllten Markt der Europäer in Angriff zu nehmen? Hier tummeln sich hunderte von Power Metal-Bands, von denen viele recht begabt sind. Woher nehmt ihr die Inspiration und den Mut, den etablierten Acts etwas vom Kuchen zu entreißen? Wie wollt ihr das ohne Live-Acting schaffen?
>> Uns geht es erst mal einfach darum, uns auf jede Art und Weise bekannt zu machen. Unser Name muss schon durch Mundpropaganda an den Mann gebracht werden. Deswegen kamen wir hier auf Promotion-Tour. Sicherlich suchen wir jetzt einen Supprt-Slot, am Besten Hammerfall, damit wir hier eine Tour durchziehen können. Wir machen das, was wir am besten können und die angebrachten Kritiken als auch die Reaktionen der Hörer und die verkauften Einheiten geben uns recht, das hier noch Platz ist. Die Europäer sind an uns interessiert und das gibt uns die Motivation hier erfolgreich zu werden. Alles fing sowieso damit an, dass wir uns dazu entschlossen hatten mit Piet Sielck die Drumspuren in Hamburg aufzunehmen. <<
Hallo, hallo, nicht meinen Fragen vorgreifen. Zu diesem Thema wollte ich dich erst später ausquetschen. Na, dann leg mal los.
>> Wir wollten jemand haben, der in diesem Metier schon erfolgreich gewesen ist. Zudem war unser Drummer schon in der Tschechischen Republik seine Familie besuchen, also gar nicht mehr so weit von Deutschland entfernt. Da fanden wir die Idee naheliegend. Außerdem finden wir es besser mit verschiedenen Studios zu arbeiten, als für alle Sachen nur in einem zu verbleiben. <<
Wie ist das Verhältnis der Bands innerhalb der Szene in Australien. Ihr habt ja doch so einige Combos, die sich in eurem Umfeld tummeln?
>> Es wächst zusammen was zusammen gehört. Das wird seine Zeit brauchen, aber die Szene ist auf dem Vormarsch. Im Moment wurden eine Menge Bands gesigned, gerade aus Melbourne, der Ecke Australiens, aus der wir stammen. Unser Sänger ist zum Beispiel der Cousin vom alten Pegazus-Shouter, der ebenfalls gerade eine neue Band am Start hat. Wir haben halt ein sehr großes Land und eine kleine Einwohnerzahl. Wir versuchen uns auf jeden Fall gegenseitig zu helfen. Wir versuchen uns auch mit Gigs in verschiedenen Venues zu helfen oder gemeinsam auf Tour zu gehen. Wir jammen auch live zusammen, oder die Sänger springen einfach bei der anderen Band auf die Bühne und singen einfach mit. Das ist schon öfter eine enge Sache. <<
Was steckt hinter dem Albumtitel „Silent Company“?
>> Hinter „Silent Company“, dem stillen Begleiter, steckt eine Person, die dich im Hintergrund begleitet, beobachtet oder sogar beschützt. Der Titel ist dem Vater unseres Sängers gewidmet. Sein Name war Salvatore Cavaliere und er ist während der Aufnahmen zu unserem aktuellen Werk gestorben. Just als wir die Vocals einsingen wollten. Das war eine traurige Erfahrung, aber sein Geist wachte über uns. Das war sehr spirituell und hatte einen guten Einfluss. <<
Ihr habt den Song „Six Ribbons“ von John English gecovert. Sehr ungewöhnlich. Was motivierte euch zu dieser Entscheidung?
>> Das ist eigentlich meine Idee gewesen. „Six Ribbons“ ist eine Folk-Song, der in den 70er-Jahren sehr beliebt war. Es war im Original eine Akustik-Version und wir haben sie etwas aufgepeppt. Im Grunde ist jeder sehr zufrieden mit unserer Version. Die Australier sind verrückt nach diesem Track. <<
Mit dem Track „Darkened Room“ erfasst ihr einen neuen Stil in eurer Musik. Wie kommt ihr zu solchen Fortschritten, während andere Combos nicht einen Iota vom originalen Power-Metal abweichen?
>> Dieser Song war der letzte, den wir für „Silent Company“ aufnahmen. Im Grunde war er auch der letzte, den wir schrieben. Er ist sehr experimentell und freiläufig. John hat eine Glanzleistung mit den Vocals hingelegt und wir wollten aus dem üblichen Schema raus. Der Song ist sicherlich anders als das restliche Material und wir haben ihn schon etwas gekürzt, um ihn auf die Basis zu bringen. Man sollte für neue Ideen offen sein. <<
Indeed! Wie sieht eure Zukunft aus? Was habt ihr für Pläne?
>> Wir schreiben schon am neuen Material. Wir wollen für das nächste Album die Produktion verbessern. Ich denke, dass in diesem Rahmen noch etwas an unserer Musik gefeilt werden muss. Produktionstechnisch sollte sich noch einiges tun. Wir sind natürlich eine neue Band und wissen genau, dass wir nicht mit Gigs und Tourneen überschüttet werden. Dennoch warten wir auf jede Gelegenheit und werden sie beim Schopf packen, wenn sie uns ereilt. Übrigens können die Fans uns unter folgender Emailadresse: black_majesty@hotmail.com persönlich, jederzeit erreichen. Darf ich das noch sagen? <<
Schon notiert.
http://www.blackmajesty.com
Steve Burdelak


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