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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ARCH ENEMY

ARCH ENEMY
Auf der Couch mit Sharlee D’Angelo
Die Schweden mit kölscher Frontfrau hatten es in letzter Zeit wahrlich nicht leicht. Zuerst galt es einen würdigen Nachfolger für das wahrlich herausragende Album „Anthems Of Rebellion“ zu kreieren, was mehr oder weniger gelungen ist, wie sich sicherlich schon einige von euch überzeugt haben. Danach galt es, den Ausstieg von Chris Amott zu verkraften und zu kompensieren, denn mit Chris hat nicht nur der Hauptkomponist die Band verlassen, sondern der Teil der Band, ohne den sie – so von einigen Fans in Foren gepostet, nicht in gewohnter Form weiter existieren kann. Auflösungsgerüchte waren die Folge, innerhalb der Band aber nie ein Thema. Bevor noch das Album abgemischt war, vollzog Chris schneller als erwartet den Ausstieg, was zur Absage einiger Festivals führte. Das Ozzfest und einige USA-Gigs wurden mit Gus G. bestritten, seit einigen Wochen steht – zumindest für die Gigs bis Jahresende – Fredrik Åkesson an der Axt parat. Dieses und andere Themen haben wir in einem lockeren Pläuschchen mit Bassist Sharlee D’Angelo vor dem Auftritt in Köln erörtert.
Beschreib doch mal, wie die Fans und die Kritiker bis jetzt das neue Album aufgenommen haben? Sharlee: >> Schlecht, sehr schlecht (lacht). Nein, die Kritiken waren wirklich gut, wir können zufrieden sein und freuen uns, dass das Album so guten Anklang gefunden hat. <<
Wenn du dich mal zurück erinnerst, wie lange habt ihr an den Aufnahmen gearbeitet und was kannst du uns über den Entstehungsprozess des neuen Albums erzählen? Sharlee: >> Wir haben 5 Wochen für die Songs gebraucht, 2 Monate für die Basisarbeiten und dann nochmal 2 Monate zum abmischen. Vorgegangen sind wir dann in der Reihenfolge, dass wir erst die Drums eingespielt haben, danach die Gitarren, Bass, Vocals und zum Schluss die Keyboard-Effekte. <<
Und wie viele Stücke habt ihr für „Doomsday Machine“ aufgenommen? Sharlee:>>Wie viele Stücke sind drauf? Neun? <<
Nein, elf. Sharlee:>>Dann waren es zwölf Stücke, ein Stück haben wir nicht mit auf das Album gepackt, denn es passte nicht zum restlichen Material. Aber es kann sein, dass wir es später noch verwenden, denn uns hat der Track gefallen. <<
Welche Erwartungen knüpfst du an „Doomsday Machine“? Sharlee: >> Dass wir mit diesem Album tierisch reich werden und zukünftig mit dem Hubschrauber zum Gig fliegen können (lacht). Grundsätzlich ist es für uns erst mal wichtig, dass wir uns mit jeder Scheibe verbessern, wodurch wir natürlich auch wieder profitieren. Schön wäre es, wenn wir mehr Leute mit unserer Musik erreichen können, was sich dann natürlich auch bei der Anzahl der verkauften CDs niederschlägt und wir dadurch auch die Möglichkeit bekommen, in größeren Hallen und vor einem größeren Publikum zu spielen. <<
Was ist dein Lieblingssong auf „Doomsday Machine“ und was ist der Grund dafür? Sharlee:>> Für mich ganz klar ’My Apocalypse’, weil das Stück ordentlich Midtempo-Groove hat, progressiv angehaucht ist und eine düstere Atmosphäre versprüht.<<
Worin siehst du den Unterschied zwischen dem aktuellen Album und „Anthems Of Rebellion? Sharlee: >> Es ist besser... <<
...du meinst „Anthems Of Rebellion“... (grinsen)? Sharlee: >> Ja klar. Nein, es wäre ja Blödsinn, wenn man behauptet, dass das vorherige Album besser ist als das aktuelle. Ich finde „Doomsday Machine“ deshalb besser, weil es geradliniger nach vorne geht, genügend Raum für schöne Gitarrensolos beinhaltet, einige Tempowechsel aufzuweisen hat und wesentlich mehr Metal beinhaltet, als es bei „Anthems Of Rebellion“ der Fall ist. <<
Was gibt es neues zum Thema Chris und zu seiner Nachfolge? Sharlee: >> Eigentlich nichts neues, Chris geht arbeiten und lebt halt jetzt ein normales Leben. Was die Nachfolge anbelangt so haben wir mit Fredrik Åkesson einen neuen Mann mit auf Tour. Alles weitere wird sich ergeben. <<
Was denkst du über bzw. hältst du von Deutschland? Sharlee: >> Ich mag Deutschland, immerhin ist Deutschland der europäische Mittelpunkt. Jedes Land hat seine guten und schlechten Seiten. Musikalisch betrachtet ist Deutschland ein schwerer Markt, weil es nicht so leicht ist, in den Markt reinzukommen. In Deutschland wird Qualität honoriert, machst du also qualitativ keine gute Musik, hast du hier keine Chance. Ein Anspruch, dem man sich als Band stellen muss, wenn man in Deutschland Erfolg haben will. Damit ist natürlich auch verbunden, dass man in die Produktion mehr investieren muss und wenn man die Qualität nicht halten kann, stürzt man auch wieder ab. Wir sind aber mit dem Zuspruch aus Deutschland sehr zufrieden. <<
Wie hat sich deiner Meinung nach die Metal Szene in deiner Zeit als Musiker verändert? Sharlee: >> Ich sehe die Szene wie eine Art Wellenbewegung, wie ein Auf und Ab. Klar gibt es neue Stile oder Prägungen a la Korn oder Darkthrone, aber über die Jahre betrachtet verläuft es doch ziemlich gleichförmig.<<
Macht es dir nach der ganzen Zeit überhaupt noch Spaß, auf Tour zu gehen? Sharlee: >> Doch, auf jeden Fall. Es macht ungeheuren Spaß, vor Leuten und einem wachsenden Publikum zu spielen. <<
Was können die Fans in den nächsten Jahren von Arch Enemy erwarten? Ist eine Live-CD oder DVD für die Zukunft geplant? Sharlee: >> Sicherlich eine gute Idee. Für Japan haben wir bereits eine Live-CD rausgebracht. Zur Zeit stehen solche Planungen aber nicht an, zumal es auch eine stressige Angelegenheit ist. Du musst an dem Abend saugut spielen, alles muss stimmen. Dieses Jahr touren wir noch in Japan, Australien, USA und UK und wenn wir damit durch sind, ist zwei Tage später schon Weihnachten. Und im nächsten Jahr steht dann auch wieder ein neues Album an. <<
Okay, die letzten Worte an eure Fans gehören dir. Sharlee: >> Ich freue mich hier zu sein und verspreche, dass wir beim nächsten mal für mehr Termine nach Deutschland kommen werden. <<
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und bis gleich bei der Show.
http://www.archenemy.net
Robert Buder


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