Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'D' :: DARK SANCTUAR ....

DARK SANCTUARY
Zur Kunst erhobene Trauer
"Trauer und Verzweiflung in Lieder zu fassen", das ist die erklärte Intention der Franzosen Dark Sanctuary, die mit "De Lumière et d´Obscurité" ein atmosphärisch unglaublich dichtes und bewegendes Album geschaffen haben. Neoklassiche Arrangements, getragene Melodien der Trauer und der Unabwendbarkeit sowie eine durchweg düstere und depressiv anmutende Grundstimmung lassen diese Verzweiflung stets greifbar und nachvollziehbar werden. Kein Hoffnung bringender Sonnenstrahl scheint die unendliche Finsternis im Klanggefüge der Band durchdringen zu können und so kommt dieses Album einem Requiem im Angedenken an den, im lyrischen Kontext des Albums verdammten Erzengel gleich.
"De Lumière et d´Obscurité" ist bereits das dritte Werk der Franzosen, die bislang aufgrund eines mangelhaften Vertriebes bei uns kaum für Aufsehen sorgen konnten, deren vorangehende Veröffentlichungen die musikalische Konsequenz des bereits seit über einem halben Jahr als Import und nun auch endlich offizielle bei uns veröffentlichten Albums aber jedoch erahnen ließen und zum Teil bereits vorweg genommen haben. Bassist Sombre Cyr gab mir einige Hintergrundinformationen zur Geschichte der Band.
>> Dark Sanctaury begannen als Soloprojekt von Akdae und einem instrumentalen Demo namens "Bruises". Danach folgte die Mini-CD "Funeral Cry" mit Marquise Ermia als Gastsängerin. Als Band haben wir erst danach, also so Mitte 1997, angefangen zu arbeiten, als Akdae Ermia, Hylgaryss und mich fragte, ob wir nicht eine Band gründen sollten. Wir haben mit den Proben begonnen, dann Eliane gefunden, die Geige spielt, und ein paar Monate später ist Marguerite (Geige, Dudelsack) in die Band eingestiegen. Vor kurzem haben wir dann Ermia durch Dame Pandora ersetzt. <<
"Funeral Cry", die erste CD Dark Sanctuary´s, bestand aus einem einzigen, beinahe zwanzig Minuten langem Stück. Für einen Newcomer ein nicht unbeträchtliches Risiko den Hörer durch seinen Monumentalismus zu erschlagen.
>> "Funeral Cry" war sicher ein sehr ungewöhnliches Debüt, das stimmt, aber ich finde nicht, daß es ein Risiko war. Dieses Lied ist sehr abwechslungsreich und wirkt daher wie mehrere Stücke. << Vermutet man den musikalischen Background der Band in der Gothic- / Dark Wave-Szene, hört man erstaunt auf, wenn man feststellen muß, daß die Wurzeln Dark Sanctuary´s im Heavy Metal liegen und einzelne Bandmitglieder nach wie vor in verschiedene andere, dem Metal zuzurechnende Projekte involviert sind.
>> Wir hören sehr viele unterschiedliche Bands und sehr unterschiedliche Musik, aber unsere Einflüsse haben sich im Laufe der Jahre nicht groß verändert. Diese ganzen Newcomerbands interessieren uns überhaupt nicht. <<
"De Lumière et d´Obscurité" ist, wie eingangs erwähnt, ein Konzeptalbum, dessen Inhalt Sombre Cyr nachfolgend noch einmal kurz umreißt.
>> Es ist die Geschichte eines Engels, der sich in die Jungfrau Maria verliebt. Er wird aus dem Paradies verdammt und muß als Erzengel wieder zurück auf die Erde. Die Dämonen versuchen ihn für sich zu gewinnen, aber sie treffen auf eine Armee der Engel, bekämpfen sich gegenseitig, ohne daß eine Seite die Oberhand gewinnt, so daß er wieder zurück in sein Grab steigen muß. <<
Wie wichtig ist bei dieser konzeptionellen Arbeit der Anteil der Texte an der Musik?
>> Ich betrachte die Texte und die Musk als Einheit. Für die nächste CD haben wir die Texte bereits geschrieben, und nun komponieren wir die Songs um die Texte herum. <<
Bedarf es zum Schreiben solcher Texte einer besonderen Stimmung, oder woher bezieht ihr eure Inspirationen? >> Ich schreibe meine Texte meist, wenn ich verzweifelt bin oder es dunkel ist. Ich kreiere Stimmungen und machmal passiert es auch, daß ich tagsüber eine Idee habe. Ich schreibe sie auf und lese sie nochmal, sobald ich alleine bin. Aus diesen Ideen entstehen dann meine Texte, wobei es mehrer Wochen dauerte, um die Texte für unsere dritte CD zu schreiben. <<
Gibt es eine besondere Botschaft, die Dark Sanctuary durch ihre Musik und ihre Texte übermitteln zu suchen? >> Eine Botschaft? Nun, es gibt keine Botschaft für jedermann, vielleicht aber für die Leute, die unsere Art zu leben verstehen und nachvollziehen können. Wir sind von den Menschen, von der Gesellschaft und von der Regierung enttäuscht. Wir stehen mit unser Art zu denken alleine und wollen so wenig Kontakt mit der Aussenwelt wie möglich. <<
Ein Kontakt, der sich jedoch zwangsläufig ergibt, wenn Dark Sanctuary live spielen werden. Bislang absolvierte die Band jedoch erst ein Konzert, doch auch hier war und ist die erklärte Maxime, das depressivste Gefühl zu vermitteln, wozu die Band überhaupt nur in der Lage ist. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, oder?
http://www.dark-sanctuary.com
Michael Kuhlen


[ Zurück zum Index: 'D' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler