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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DIARY OF DREA ....

DIARY OF DREAMS - 17.02.2005, Essen, Zeche Carl
Diary of Dreams
Psyche


Essen, Zeche Carl

17.02.2005
Die altehrwürdige Zeche Carl platzt fast aus allen Nähten, als Diary of Dreams ihr beinahe Heimspiel an diesem kalten Novemberabend bestreiten. Über sechshundert Zuschauer bilden einen würdigen Rahmen und sind gleichzeitig der Beweis, dass sich die jahrelange harte Arbeit von Adrian Hates und seiner stets wechselnden Mannschaft ausgezahlt haben. Da zählt es fast schon zur Tradition, dass jede Tour neue Überraschungen mit sich bringt. Neben der Tatsache, dass Torben Wendt (Diorama) die Tour als Keyboarder begleitet und man einen neuen Drummer dabei hat, sind es vor allem die Härte und die neuen Arrangements der alten Songs, wobei sich Diary of Dreams im ersten Teil der Show beinahe als reine Rock Band präsentieren. Neben Gaun:A spielt auch Adrian Gitarre und der Drummer, auch wenn er in Rockabilly-Manier im stehen spielt, machen ordentlich Druck und geben so den Songs einen komplett neuen Kontext. Die Essener Show wird, neben der wenige Tage später stattfindenden Show in Magdeburg, mit fünf Kameras mitgefilmt und die ohnehin euphorische Stimmung hätte der zusätzlichen Ansage von Tourmanager Albert doch für reichlich Stimmung zu sorgen gar nicht erst bedurft.
Die Fans stehen von der ersten Sekunde an wie eine Wand hinter Diary of Dreams, singend, tanzend und eine riesige Party feiernd. Dass sich das Set der Band dabei wie eine „Best Of“-Show liest, in der Songs wie „Chemicals“, „Butterfly Dance“ oder „O Brother Sleep“ natürlich nicht fehlen und die sich auch die Songs des aktuellen „Nigredo“-Albums perfekt einfügen, passt da ins Bild einer stimmig und grossartig inszenierten Show, bei der die gesamte Band eine schier unglaubliche Spielfreude verbreitet und die Lighshow perfekt auf die einzelnen Songs abgestimmt ist. Überragend und wirklich meisterlich wird es allerdings bei den ruhigen Nummern wie „Traumtänzer“ oder dem als Zugabe komplett neu arrangierten „Amok“, das in seiner Piano-Version eine Gänsehaut nach der anderen hervorruft und zu manch heimlicher Träne in den Augenwinkeln führt. Ein absolutes Highlight und der vielleicht bewegendste Moment in meiner langjährigen Begleitung der Band auf ihren Konzerten. Nach fast zwei Stunden Spielzeit sieht man die Band wenige Zeit später nach Beendigung des Konzertes am Merchandise-Stand stehen um sich den Fans zu stellen und Autogramme zu schreiben, und wenn ich richtig gesehen habe, war da ein leichtes Glitzern in den Augen von Adrian Hates.
Psyche, die die Tour nach der gemeinsamen „Accession Label-Tour“ aus dem Jahr zuvor als Support begleiten durften, blieben mehr als blass und den Nachweis ihrer langjährigen Bühnenerfahrung mehr als schuldig. Der neue Keyboarder wusste überhaupt keine Akzente zu setzen und Darrin Huss’ Stimme vermag live nicht die fehlenden Emotionen zu kaschieren, die sich im Studio ausbügeln lassen. Da passte die Ansage von Darrin zu Beginn des Sets wie die berühmte Faust auf’s Auge: „Willkommen zu unserer Geisterstunde“. Stimmt, es war einfach grauenhaft und nur „Sanctuary“ konnte so etwas wie Stimmung entfachen. Auf CD sind Psyche sicher eine kurzweilige Angelegenheit, live jedoch war das hier eine Zumutung.
Michael Kuhlen - Pics: Michael Kuhlen


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