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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CALIBAN

CALIBAN
Europas heißester Metalcore-Act
Ihr neues Album ist ein echter Hammer geworden und entpuppt sich in meinen Lauschern gar als das bislang beste Metalcore-Album, das eine europäische Künstlerschar bislang veröffentlicht hat. Auch Trendsetter und Genre-Spitzenreiter wie die Caliban-Kumpels von Killswitch Engage sollten sich vorsehen, denn "The Opposite From Within" könnte für echte Furore und einen Szene-Spitzenplatz sorgen, denn der von vielen wunderschönen Refrains gekrönte, unheimlich kraftvolle und mitreißende Mix aus Thrash Metal, Hardcore, Stakkato-Wahnsinn und Death-Metal-Elementen hat das Potential mächtig viele Fans zu begeistern, zu mal Roadrunner - das neue Label der Ruhrpottler - auch für zusätzlichen Rückenwind sorgen kann. Mich hat die formidable Platte jedenfalls bereits umgehauen (Stichwort: Dauerrotation!), so dass Gitarrist Marc gleich noch für ein Interview herhalten musste....
Ihr seid gerade von Lifeforce Records zu Roadrunner gewechselt. Da ich das kleine, aber feine Lifeforce-Label echt sympathisch finde, hoffe ich doch, dass ihr euch nicht im Streit getrennt habt.:) War euer Kontrakt ausgelaufen oder wie hat sich alles entwickelt?
>> Nein, der Vertrag war noch nicht ausgelaufen, aber wir werden noch eine "Abschieds Mini-CD" für Lifeforce machen, mit neu aufgenommenem alten Zeug und noch was Neuem, es werden wahrscheinlich so cirka acht Songs werden. Stefan von Lifeforce sagte selbst, dass er mit seiner Kapazität am Ende sei und uns nicht mehr weiter bringen könne und es somit für uns besser wäre zu wechseln. Er hätte, wenn er alles was für unsere neue Platte erforderlich gewesen wäre, gemacht hätte, andere Bands auf seinem Label wahrscheinlich vernachlässigt. Es gab also keineswegs Streit, wir werden auch in Zukunft neue Lifeforce-Bands unterstützen, indem wir sie zum Beispiel auf größere Touren mitnehmen, was ihm im Endeffekt ja auch wieder hilft. <<
Wie ist der Kontakt zu Roadrunner denn letztendlich entstanden und was erwartet und erhofft ihr euch von der Zusammenarbeit mit diesem doch schon recht großen Label?
>> Nach dem ´With Full Force´ 2003 haben sich mehrere Plattenfirmen bei uns gemeldet und gefragt ob wir "frei" wären für eine neue Platte. Später haben dann auch Roadrunner angeklopft. Unserer Meinung nach sind sie im Stande die allerbeste Promotion zu machen und sie haben zu dem auch einen sehr guten Vertrieb. Was uns aber am wichtigsten ist: sie geben uns die Möglichkeit das ganze Jahr über zu touren und wollen uns dabei so gut wie´s geht unterstützen. <<
Mit ´Direct´, die unter anderem auch In Flames oder Sentenced betreuen, steht euch jetzt zu dem ein professionelles Management zur Seite. Wann genau kamt ihr denn unter deren Fittiche und konntet ihr schon Positives durch diese Zusammenarbeit verbuchen?
>> Durch sie kam halt der Kontakt zu Anders Friden und In Flames zustande. Sie haben auch die ganzen Label-Verhandlungen geführt, womit wir - glaub´ ich - etwas überfordert gewesen wären. Wie es allerdings genau zum Management-Deal gekommen ist, kann ich nicht mal mehr sagen. <<
Kommen wir zum neuen Album, das für meine Ohren ein echter Hammer geworden ist. Wie groß war hierbei der Einfluss eures Produzenten Anders Friden (In Flames- und Passenger-Sänger)? Ist er zum Beispiel mit dafür verantwortlich, dass mehr schmissige, cleane Refrains auf der CD sind als je zuvor auf einer Caliban-Scheibe?
>> Erst mal Danke für das Kompliment! Anders ist hauptsachlich für die "Kleinigkeiten" da gewesen bzw. meistens zumindest, haha. Das heißt, dass er sich die Songs anhörte und dann beispielsweise gesagt hat "muss der Part jetzt so lang sein oder kann man den auch kürzen oder wie wär´s, wenn ihr da ´ne andere Überleitung macht". Bei den Melodien der klaren Gesänge hat er mitgeholfen, da liegt ja als Sänger von In Flames sein größtes Talent, hehe. Aber er ist nicht dafür verantwortlich, dass es etwas mehr cleane Vocals gibt, das ist unserer Meinung nach ein natürlicher Prozess zum letzten Album. Wir sind aber mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden und werden wohl auch das nächste Album wieder mit ihm machen. <<
Seid ihr denn mit fertigen Songs ins Studio gerückt - schließlich seid ihr ja nicht gerade wenig unterwegs gewesen, so dass nicht viel Zeit für den heimischen Proberaum übrig geblieben sein dürfte - oder nur mit Basis-Ideen, die ihr im Studio weiterentwickelt habt?
>> Wir hatten die Songs zu neunzig Prozent fertig. Die meisten Riffs schreibe ich zuhause und wir setzen das dann im Proberaum zusammen. Da wir ungefähr zwanzig Stunden oder noch mehr pro Woche geprobt haben, hat der ganze Schreibeprozess cirka vier Monate gedauert, wenn wir "normal" wie früher geprobt hätten - also zwei Proben in der Woche - wäre es wahrscheinlich über ein Jahr gewesen. Dafür hatten wir aber keine Zeit und im Endeffekt steckt in der Platte mehr Arbeit als in den letzten Alben zusammen. <<
War jemand von Euch beim Mix zugegen oder habt ihr Andy Sneap da vollkommen vertraut und ihn einfach mal machen lassen?
>> Er hat erst mal den grundlegenden Mix in cirka zehn Tagen alleine gemacht und ich bin dann zum Endmix für ein paar Tage rübergeflogen. Aber vom Sound haben wir da nix mehr geändert, den hat er schon alleine so hinbekommen wie es uns gefiel. Hinterher ging es nur noch um Kleinigkeiten. <<
Einige Namen, die mir beim Genuss von "The Opposite From Within" in den Sinn kommen sind Killswitch Engage, Slayer, Fear Factory oder In Flames, andererseits klingt ihr aber letztendlich doch sehr eigenständig. Die Frage nach Inspirationen dürfte daher gar nicht so einfach zu beantworten sein.
>> Das ist wirklich immer schwer zu sagen, eigentlich gibt es da auch nichts Bestimmtes. Man wird automatisch unbewusst von allem beeinflusst, was man so an Musik hört, das muss nicht nur Metal oder Hardcore sein. <<
Die Texte scheinen euch sehr wichtig zu sein, denn sie lagen sogar der Promo-Bemusterung bei. >> Unserem Sänger sind sie sehr wichtig, der Rest der Band drückt sich eigentlich mehr durch die Musik aus. Deswegen sind die Texte auch sehr persönlich. Sie behandeln eigentlich mehr oder weniger das tägliche bzw. sein Leben, sozusagen wie eine Art Tagebuch. Andy schreibt halt nicht nur Texte, wenn wir sie brauchen. <<
Prinzipiell fahrt ihr ja nun schon seit Jahren einen Sound, den man momentan oft als Metalcore bezeichnet. Was haltet ihr von der momentanen Euphorie rund um alles, was als Metalcore definiert wird?
>> Die Bezeichnung finde ich schon in Ordnung, da es halt eine Mischung von Metal und Hardcore ist, aber für die Oldschool-Hardcore-Fans ist bei uns wohl vom Hardcore nix mehr zu hören. Wir mischen mehr New-School-Hardcore mit Metal, wobei die neue Schule da auch schon vom Metal beeinflusst ist, haha, Ich denke, dass die Euphorie darin begründet liegt, dass im Moment einige Metalcore-Bands mit neuen Veröffentlichungen ankommen, die technisch mit dem reinen Metal locker mithalten können und daher viel besser akzeptiert werden. Das war vor ein paar Jahren nicht so.... <<
Ihr habt schon mit diversen fetten Acts wie Slayer oder In Flames (und vielen, vielen mehr) gespielt sowie einige Tourneen im In- und Ausland absolviert. Welche Konzertreise war hierbei die angenehmste Erfahrung und welche eher eine Tortur?
>> Also, Torturen sind Tourneen oder Konzerte für uns nie, ist halt nur manchmal etwas anstrengend, wenn man zum Beispiel für eine Show nach Polen runde zwölf Stunden fährt, aber im Endeffekt lohnt es sich dann doch immer!! Am angenehmsten waren auf jeden fall die beiden Japan-Touren! <<
Das glaube ich gern´, da kommen schließlich nicht gerade viele Acts aus unserem schönen Ruhrpott hin. Lass doch mal einige der obskursten Sachen hören, die euch während einer Tour bislang passiert sind.:)
>> So etwas liegt eigentlich immer in Denis´ Abteilung, wenn der "zuschlägt", wenn wir am nächsten Tag einen ´Off-Day´ haben...Letztens ist er einen kleinen Abhang heruntergefallen, weil er pinkeln wollte, er war so voll, dass er sich an einem etwas größeren Grashalm festhalten wollte, als er noch auf der Kippe stand. Er hat sich dann beim Versuch aufzustehen auch noch mehrfach auf die Nase gelegt. Wir haben schon fast immer die Kamera bereit, wenn er anfängt zu trinken. Einmal haben wir ihm im Vollrausch mit Theaterschminke den ganzen Kopf schwarz gemalt, als er dann wieder aufgewacht ist, hat er das gar nicht bemerkt und ist so erst mal in eine Tankstelle gegangen, wo er sich dann wunderte warum jeder so blöd glotzt. <<
Also eher die üblichen Tour-Faxen, wer einschläft hat verloren und wird verunstaltet....Seht ihr es ebenfalls als essentiell an, dass eine Band euer Sound-Richtung ohne Ende auftreten muss?
>> Das auf jeden Fall! Aber Shows zu spielen ist für uns eh das Allerwichtigste. Eine Band, die dazu nicht bereit ist, wird es auf jeden Fall nicht weit schaffen. Schau´ dir nur Hatebreed an, die touren ja sozusagen seit Jahren beinahe durchgehend. <<
Ich nehme dann mal an, dass bei Euch für die nächsten Monate wiederum Gigs, Gigs und Gigs anstehen, oder?
>> Ganz genau! Erst einmal ´ne Europatour als Support von irgendwem....und dann USA, Japan, Australien und vieles mehr.... <<
Viel Spaß und Erfolg dabei!
http://www.calibanmetal.com
Christoph Lücker


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