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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DEAD SOUL TRI ....

DEAD SOUL TRIBE, 11.07.2004, Kassel, K19
DEAD SOUL TRIBE
MESMERIZED
COMPLEX 7

Kassel, K19

11.07.2004
Dead Soul Tribe setzten zu ihrer zweiten kleinen Gastspielreise durch Mini-Clubs, Jugendzentren und Wohnzimmer an, nicht um ihr Ende August erscheinendes neues Album zu promoten, sondern aus purer Lust an der Live-Darbietung, was sich einmal mehr in der Spielfreude des brillanten Quartetts wiederspiegelte. Es war daher absolut logisch, dass ich mich nach zwei überlangen, nahezu magischen Auftritten im letzten Jahr (Much und Wuppertal, siehe auch Obliveon-Konzertbericht) auch bei der "Summer Tour 2004" mehrmals aufmachen musste, um vor Ort in den Sog des ´Tribes´ gezogen zu werden. In Kassel fungierten dabei die Lokalmatadore von Mesmerized nicht nur als Support-Act, sondern zeichneten sich gleichfalls als Veranstalter verantwortlich. Ein Extra-Lob gebührt ihnen hierbei ganz klar für die - sich über den gesamten Abend erstreckende - nette Atmosphäre, die fairen Preise und den leckeren Grillstand am Eingang....
Als Opener waren zusätzlich noch COMPLEX 7 geladen, die mit ihren beiden sehr gelungenen Eigenproduktionen auch schon bei obliveon.de gewürdigt wurden und sich im "K 19" vor allem auf die Songs ihrer zweiten CD "Process", wie zum Beispiel "Like I Was", "Tired" oder "Trust" konzentrierten. Der komplexe Prog Metal bzw. Techno-Thrash der vierköpfigen Formation, den man vielleicht als nicht gänzlich abgefahrenen Mix aus frühen Sieges Even, Hades, Anacrusis, Realm und Sore Plexus bezeichnen könnte, wurde spieltechnisch auf sehr hohem Niveau dargeboten. Man setzte jedoch nicht nur auf pures Gefrickel, speziell Gitarrist Arne Schuppner glänzte mit einigen richtig gefühlvollen Melodien und einem enorm schönen, warmen Ton. Auch Sänger Norbert Vornam kam auf der Bühne kraftvoller herüber als es die Silberlinge stimmtechnisch andeuteten. Complex 7 rundeten ihren tollen Gig mit einer Coverversion des Annihilator-Klassikers "Alison Hell" ab, der das Stimmungsbarometer - trotz einiger komplett verpasster Gesangseinsätze - noch mal deutlich in die Höhe trieb.
MESMERIZED hatten die rund achtzig Fans von Beginn an direkt auf ihrer Seite und schafften es das Publikum im Verlauf ihres Sets weiter anzuheizen, den Obliveon-Gesandten überzeugten sie indes nicht. Hatte Kollege Buchhold die Demo-CD noch mit der Beschreibung "Stygma IV meets Brainstorm meets gemäßigte Nevermore" beschrieben und der Band Potenzial bescheinigt, so kann ich das anhand des Konzerteindrucks nicht unbedingt unterschreiben. Power Metal von der Stange, mit einigen progressiven Anleihen versehen, aber letzten Endes zu vorhersehbar, zu ausgelutscht und (noch) zu unreif und herkömmlich amateurhaft um außerhalb der eigenen Provinz etwas reißen zu können. Speziell der Kirmesorgel-Sound des Keyboards und der ständig an seinen Höhengrenzen kratzende Sänger nervten auf Dauer doch sehr....
DEAD SOUL TRIBE bestätigten im Anschluss den grandiosen Eindruck der letzten Herbstreise, wenngleich der Gig wesentlich kürzer ausfiel als man es - verwöhnt vom Vorjahr - erhoffen durfte. Andererseits kann man sich über einen rund 90-minütigen Gig wiederum kaum beschweren, zu mal dieser auch noch in einem fantastischen Sound erstrahlte. Mal wieder anscheinend nicht ganz nüchtern ´on stage´, konnte man über einige Schnitzer der Musiker ("I Remember" kam zum Beispiel nicht gerade souverän) dennoch locker hinwegsehen, so lange der Einsatz und die Spielfreude sowie die den Songs innewohnende Leidenschaft derart auf den Zuschauer überströmt wie im Falle Dead Soul Tribes. Leute, diese Musik lebt und atmet während der Performance!!! Ansonsten konnte man wiederum die absoluten Highlights des Debüts (zum Beispiel, "Coming Down", "The Haunted" oder "...Into The Spiral Cathedral") und die genialsten Streiche des Zweitwerkes "A Murder Of Crows" wie "The Messenger", die beiden Teile von "Feed" oder das emotionale Monster "Some Things You Can´t Return" sowie zusätzlich die weiteren Waltz-Knaller "Locust", "Skeleton" und das nur mit Akustikgitarre und Vocals dargebotene "My Grave" (einfach nur grandios!!!) bestaunen. Nur zu schade, dass keine neuen Songs von "The January Tree" dargeboten wurden....
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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