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MAGAZIN :: Index: 'A' :: AFTER FOREVER

AFTER FOREVER
EIN LEBEN VOR DEM MUSICAL
Mit ihrem Drittlingswerk „Invisible Circles“ versuchen die niederländischen Nachbarn in der Olymp der orchestralen Metal-Bands vorzustoßen, deren Namen hier zu nennen wohl müßig ist und was die Band wohl selber nicht mehr hören kann. Aber zu Einleitung hier muss es wohl sein. Nightwish aus Finnland und Within Temptation sind da wohl die herausragensten Vertreter, die mit schmelzendem Frauengesang und harten Klängen die Charts allerorten stürmen. Während diese Bands in Deutschland einen sehr hohen Status genießen, gelten „After Forever“ bei uns immer noch als Geheimtipp. Aber das soll sich ändern. Die Holländer um Sopranistin Floor Jansen blasen zum Sturm auf die teutonische Konzertszene und sind dieses Jahr so präsent bei uns wie noch nie. Und so stand die sympathische und ungemein gutaussehende) Sängerin Obliveon Rede und Antwort…
Floor, wie würdest Du Euer Album „Invisible Circles“ selbst skizzieren?
>> Es ist erst einmal ein Konzeptalbum und damit liegt ihm eine Gesamtstory zu Grunde, die wir erzählen wollen. Und es ist natürlich das Album, das die neuen After Forever präsentiert, in der neuen Besetzung und damit auch dem neuen Sound. Die Band ist gewachsen und hat sich verändert und so ist „Invisible Circles“ eine Art ´Update´. Die Songs sind viel strukturierter, ebenso das Spiel der Instrumente, so habe ich viel mehr Platz um mit meiner Stimme zu experimentieren. Der Gesamtsound ist heavier geworden. Bass, Gitarre, Schlagzeug sind mehr in den Vordergrund gerutscht – aber erdrücken nicht das Orchester und die Chöre.
Es ist ein sehr komplexes Album geworden, das man mehrmals hören muss – bevor es sich einem ganz erschließt. Aber so wird es nicht langweilig und das finde ich sehr positiv <<

Aber Ihr habt viel Zeit – drei Jahre – für „Invisible Circles“ gebraucht, nach der letzten Veröffentlichung „Decipher“…
>> Eigentlich waren es zweieinhalb Jahre… „Decipher“ ist November 2001 rausgekommen und jetzt das neue Album in der ersten Hälfte von 2004. So lange war es also eigentlich gar nicht.
Außerdem haben wir ja auch noch die Maxi „Exordium“ im September 2003 rausgebracht um die Zeit zwischen den beiden Alben zu verkürzen. Aber wir sind eine Band, die eine Menge Musik schreibt und viel spielt. Außerdem haben wir alle einen Job oder studieren und an den Wochenenden haben wir Konzerte, so mussten wir uns die Zeit nehmen um an den Songs zu arbeiten. Das ist der Grund, warum es eine Weile gedauert hat, bevor „Invisible Circles“ fertig war. Unserer Meinung nach ist der Zeitraum zwischen den Alben also gar nicht sooo groß. Wir sind sehr fleißig! <<
Jetzt mal zum Konzept von „Invisible Circles“. Im Groben handelt die Geschichte von einem kleinen Mädchen, das sich einer harten, von Gewalt und Massenmedien geprägten Welt ausgesetzt sieht. Also ein sehr realitätsbezogener Kontext. Andere Bands mit ähnlicher Art von Musik, die Ihr spielt, haben da eher ein Faible für Fantasytexte und –geschichten.
>> Wir sind alles Individuen, die sich mit ihrer Musik identifizieren und nicht mit diesen „Fantasy-Leuten“. Klar, kannst Du uns in eine Art Schublade packen, wo sicherlich auch manches auf uns zutrifft – aber wir haben After Forever immer als eine ´Open-minded´ Band gesehen, realitätsbezogener. Das ist mehr nach meinem Sinne, als diese Fantasy – Schiene. Es gibt so viele offensichtliche Geschichten, die um uns herum passieren. Als wir uns über das Konzept unterhalten haben, war das unser Pool, aus dem wir schöpften. <<
Aber das Artwork des Albums impliziert schon eher den Gedanken an eine „Fantasy – Band“… Wer zeichnet sich dafür verantwortlich?
>> Ja, das stimmt schon… Carsten Drescher und Ich – zusammen mit der Plattenfirma – haben wir entschieden, wie die Optik sein soll. Ich denke, dass es wichtig ist, über das Artwork Dein eigenes Image zu zeigen, aber Du musst auch wieder erkennbar sein. Das heißt, wenn Leute einen bestimmten Typ Musik suchen, sollen sie auch direkt erkennen können, was für eine Art CD, bzw. Band sie da in den Fingern haben. Das ist nicht immer so einfach, da Du ja auch gerne transportieren willst, dass sich bei der Band was geändert hat, ohne seinen Stil komplett zu verändern. <<
Wie erklärst Du Dir den momentanen ´Boom´ von Metal-Bands mit weiblicher Stimme. Und zudem ist eine Menge der Gruppen aus den Benelux-Ländern (´Nightwish´ ist da mal die Ausnahme).
>> Das hat wohl zuallererst mit Angebot und Nachfrage zu tun. Hier gibt es einen Markt für diese Art von Musik. Und das ebnet einen Weg für andere Bands. Die Welt der Musikindustrie ist eigentlich eine kleine Welt. Sobald sich da eine Tür öffnet, drücken andere nach und hier in Holland ist da wohl eine offensichtliche Tür vorhanden. Ich denke, jedes Land hat Bands mit weiblichen Sängern – aber hier ist es wesentlich einfacher Airplay zu bekommen. <<
Denkst Du, das könnte in eine Sackgasse führen? Weil es so viele sind?
>> Für uns positiv ist, dass Bands wie Nightwish, Evanesce oder Within Temptation das öffentliche Interesse wecken – und das kann für uns nur gut sein. Aber ich denke auch, dass die Industrie mit anderen Bands nachrücken wird um vom Kuchen noch ein Stück abzubekommen. Das nennt man dann „Hype“. Und der „Hype“ tötet sich selbst. Da liegt eine grosse Gefahr… Umso wichtiger ist es da an seiner eigenen Persönlichkeit und Identität zu arbeiten um sich unverwechselbar zu machen und aus der Masse herauszuragen. Und genau daran arbeiten wir. Um eben diesen „Hype“ zu überleben. <<
Mit diesem Background: Welche Hoffnungen knüpfst Du an „Invisible Circles“?
>> Dass wir uns auf jeden Fall mehr nach Deutschland orientieren. In Holland und Belgien, Südamerika, Spanien sind wir schon sehr bekannt aber mit Deutschland war das bisher immer etwas anders und irgendwie schwieriger. Aber das ändern wir jetzt. Wir spielen in diesem Jahr einen Menge Konzerte und Festivals (z.B das ´Wacken-Open-Air´ und das ´WGT´ in Leipzig) in Deutschland, geben eine Menge Interviews mit deutschen Medien. Meine Ambitionen für´s neue Album sind – natürlich unseren Stand in den anderen Ländern, wo wir schon bekannter sind, zu festigen – aber auch das Tor nach Deutschland und seiner Szene aufstoßen zu können. Da gibt es eine reelle Chance. <<
Und was wirst Du machen, wenn es kein „After Forever“ mehr gibt?
>> Ich studiere zurzeit Musik auf einer Rock-Akademie – ein recht neues Konzept in Holland. Das heißt, auch in der Zukunft wird Musik mein Leben bestimmen. Ich gebe selber Unterricht. Mein Ziel ist es, flexibel zu sein und mich nicht musikalisch festzulegen.
Einer meiner Zukunftsträume liegt in einem „Metallischem Musical“, weil ich Musicals wirklich liebe. Sollte es mit „After Forever“ mal vorbei sein werde ich mich wohl dahin gehend orientieren. <<

Noch mal eine Frage zu „Exordium“, der Veröffentlichung vom September 2003. Wie kam es zu der Idee mit der DVD?
Es war eigentlich eine Bitte unserer Fans, die gerne Bildmaterial von uns haben wollten. Zudem sollte eben diese EP die Wartezeit auf´s neue Album verkürzen und mit der DVD schmackhafter machen. Deswegen auch der Einblick auf der DVD hinter die Kulissen der Band und des Videodrehs.
Von der EP werden wir eventuell das Iron Maiden-Cover „The Evil That Men Do“ auch weiterhin live spielen, das kommt beim Publikum fantastisch an. Aber wir spielen das Stück jetzt schon seit zwei Jahren immer wieder, da müssen wir mal schauen.

Bist Du Iron Maiden-Fan? Und was sind eigentlich Deine musikalischen Einflüsse?
Nein, selber bin ich kein großer Maiden-Fan – aber der Rest der Band schon.
Die meisten Sänger, die mich beeinflussen, kommen nicht vom Metal. Eine Sängerin wäre da natürlich Annie Lennox, Skunk Anansie und eben Musicals.
Bei den Lyrics von „Invisible Circles“ habe ich mich nicht beeinflussen lassen, da ich selten die Texte anderer Bands lese. So habe ich da den Kopf frei…
Vielen Dank für das Interview und Deine Zeit.
Möchtest Du noch was loswerden?
>> Kommt zu unseren Shows! Wir spielen oft in diesem Jahr in Deutschland. Testet uns live.
Kauft unsere CD, that kicks ass!! <<
http://www.afterforever.com
Markus Poschmann


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