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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CORNERSTONE

CORNERSTONE
Mit Qualität zum Erfolg
Kaum zu glauben, dass die exzellente Formation Cornerstone nach drei exquisiten Alben immer noch als Geheimtipp gilt. Das scheint sich wohl in der Zeit des musikalischen Overflow als Epidemie heraus zu kristallisieren. Die beiden Soundtüftler, ex-Royal Hunt-Basser Steen Morgensen und ex-Rainbow-Fronter Dougie White, legen großen Wert darauf, dass man nicht als bloßes Projekt wahrgenommen wird, und das sollte mit der jetzigen Anzahl der veröffentlichten Werke bewiesen sein. Cornerstone bleiben ihrem Metier weiterhin treu ergeben, obwohl einige kleinere neue Nuancen ihren Weg ins vorhandene Material fanden, und haben mit dem aktuellen Album „Once Upon Our Yesterdays“ die Fans fest im Griff. Ihr klassischer, äußerst melodischer Hard-Rock weist genau die richtigen Elemente auf um nicht in die Kitschecke zu wandern und selbst Musikfreunde außerhalb dieses Genres können sich an den eleganten Hooklines erfreuen. Das dänisch-britische Duo stellte mir Viersaiten-Hexer Steen als Interviewpartner zur Verfügung. Lest selber mit welcher Inbrunst dieser gestandene Musiker seine Arbeit vertritt.
Wie bist du auf die Idee gekommen deinen Wirkungskreis musikalisch mit einer weiteren Band zu erweitern?
>> Wir fingen 1999 als Teilzeitprojekt an. Ich nahm in Dänemark ein paar Demos auf, wusste aber noch nicht welches Ausmaß die Arbeit annehmen sollte. Als die Songs sich als wahre Perlen entwickelten, begab ich mich in Kopenhagen auf die Suche nach einem geeigneten Sänger. Zu diesem Zeitpunkt traf ich auf Dougie, der allerdings nur bereit war das Album einzusingen, ohne sich als festes Mitglied zu bewerben. Hinterher war er voll begeistert und so splitteten wir die Interviewtermine für Europa und Japan. Die ganze Zeit über diskutierten wir über ein zweites Album, das wir gemeinsam komponieren wollten. So entstand 2001 der Nachfolger von „Arrival“, den wir „Human Stain“ betitelten. Bald waren auch unsere Aushilfsmusiker gefunden, die sich mittlerweile als festen Bestandteil des Line-Ups betrachten, Gitarrist Kasper Damgaard und Drummer Allan Sorensen. Tja, und eh man sich versieht, steht schon Album Nummer drei in den Läden. <<
Du bist Basser bei Royal Hunt und zusätzlich für die Keyboards bei Cornerstone verantwortlich. Komponierst du ausschließlich auf dem Tasteninstrument? Und wie genau setzt sich Dougie ein?
>> Wir sind Co-Writer. Ich selbst bin kein großartiger Keyboard-Freak. Mir liegt der Bass. Dougie hat viel auf der Gitarre komponiert und mir das Material aus London geschickt. Wenn wir uns für einen Song entschieden haben, fangen wir mit dem Arrangement an. Die Lyrics vom ersten Album stammen komplett von mir, während Dougie die Arbeit mit den Texten für das zweite und neue Album übernahm. Und das ist sicherlich eine Erleichterung für mich. <<
Redet ihr im Voraus über die Musikrichtungen, in denen ihr euch bewegen wollt oder stimmt ihr Textthemen ab?
>> Natürlich gebe ich Stilrichtungen beim Komponieren vor und habe meistens „Working Titles“, bei denen wir ansetzen oder die wir manchmal auch gleich behalten. Dougie setzt dort an und stimmt alles auf seine Art zu singen und auf seine Stimmlage ab. <<
Im Info wird behauptet, dass ihr euch stilistisch kaum verändert habt. Ich kenne zwar nur das zweite und das dritte Album, aber wenn ich allein schon diese beide Silberlinge untereinander vergleiche, finde ich, dass das aktuelle Werk stark von Yngwie J. Malmsteen beeinflusst ist.
>> Für mich liegen die Unterschiede eher in der Produktion. Natürlich ist die neue Scheibe wesentlich Gitarren-orientierter. Die Gitarren wurden diesmal sogar lauter abgemischt. Und was dieses Statement für unser erstes Album bedeutet, kann ich nicht so stehen lassen, denn auf „Arrival klangen wir sehr AOR-lastig und verausgabten uns im Melodic-Hard Rock. Es war alles sehr radiotauglich und absolut „mainstream“. Aber wir waren immer Cornerstone und es waren etliche stilistische Elemente vorhanden, die du auf jedem Release wahrnehmen kannst. <<
Ihr könnt die Situation wahrscheinlich am besten einschätzen. Das dritte Album ist laut Volksmund das wichtigste in der Karriere einer Band. Wird „Once Upon Our Yesterdays“ den Markt knacken?
>> Ich hoffe doch sehr. Wir setzen uns dieses Ziel nicht vor Augen, wenn wir unsere Kreativität einsetzen. Wir schreiben immer erst das zuerst, was uns am Herzen liegt. Das ist die Basis für mich. Wenn ich nicht den Kick der Lieder empfinde, wie soll ich das dann an andere vermitteln? Selbstverständlich hofft man den Fankreis zu erweitern und das Ziel zu erreichen eine weitere Platte machen zu können. Unser vorheriges Album hat einen großen Schub nach vorne gemacht und wir haben hervorragende Kritiken eingeheimst. Dennoch weiß jeder wie überfüllt und schwierig der Markt heutzutage ist. Die großen Verkäufe zu erreichen ist selten möglich. Aber wir können uns nicht beschweren und entwickeln uns ständig weiter. So far, so good.... <<
Warum ist es euch so wichtig als Band zu gelten, obwohl ihr eher ein Duo seid?
>> Weißt du, heute sind so viele Projekte am Start, dass es kaum noch zu überblicken ist. Wir waren der Meinung, dass - wenn wir diese Konstellation mit Erfolg weiterführen wollen - wir auf Tour müssen. Wir sind zur Zeit sehr aktiv in Sachen Clubshow-Booking und Festivals dingfest zu machen. Es ist Zeit uns den Fans live zu präsentieren und das klappt nur als Band, um authentisch zu wirken. <<
Warum sieht man dann nur dich und Dougie auf den Promo-Fotos?
>> Die Entscheidung als Band zu fungieren ist erst kürzlich getroffen worden. Da waren die Fotos schon längst im Kasten. Auf dem Album sind die Jungs aber dabei. <<
Dann stell die beiden anderen Boys doch mal vor.
>> Allan spielte in der Band Narita. Hierauf war er für ein paar Jahre bei Royal Hunt und da lernte ich ihn kennen. Als er Royal Hunt verließ, bot ich ihm den Job einfach an und er hatte große Lust. Kasper lernte ich in Kopenhagen kennen, als er Sessions mit Mike Tramp (White Lion) abhielt. Ich lud ihn ein einige Soli auf „Human Stain“ einzuspielen. Dougie war verrückt nach ihm und so fragten wir ihn, ob er Zeit hätte das gesamte Album zu bearbeiten. Danach blieb er einfach dabei. <<
Warum hast du damals eigentlich Royal Hunt verlassen?
>> Ach weißt du, wir werden alle älter und entwickeln uns unterschiedlich in verschiedene Richtungen. Ich war über zwölf Jahre dabei und hatte einfach keine Lust mehr. Es war ein natürlicher Prozess. Ich musste einfach was anderes in Angriff nehmen. <<
Ok, lassen wir gelten. Aber warum betitelt heute noch jemand einen Song mit „When The Hammer Falls“ (Track 2)?
>> Yeah, hahaha. Das solltest du mal Dougie fragen. Ich glaube es ist ein christlicher Song, der über Jesus handelt. Ich hätte den Track wahrscheinlich anders genannt, aber es war Dougies Entscheidung. <<
Gibt es verschiedene Themen, auf die ihr euch textlich versteift oder greift ihr quer durch den Garten?
>> Zumindest die Texte auf diesem neuen Album sind - aus Dougies Sicht - sehr persönlicher Natur. Vieles hat mit seiner Vergangenheit zu tun, wie zum Beispiel verflossene Freundinnen und ähnliches. Ansonsten sind wir alle ein Teil der Gesellschaft und wenn du dich umsiehst, was so auf der Welt passiert, hat jeder das Recht auch ohne den obligatorischen Fingerzeig seine Meinung zu sagen. Das betrifft sowohl die Politik als auch andere wichtige Themen, ohne zu tief in die Materie einzusteigen (könntest Du wahrscheinlich auch gar nicht, bei diesen oberflächlichen Aussagen...-CL). Der rote Faden des Albums sind die Flashbacks in die Vergangenheit und deswegen auch der Titel. <<
Was sind deine Haupteinflüsse in der Musik?
>> Wir beide haben sehr verschiedene Einflüsse, aber wir können einen gemeinsamen Nenner in den klassischen Bands der 70er Jahre finden, wie Rainbow, Black Sabbath oder AC/DC. Das bringt die Reputation mit sich, so wie diese Bands zu klingen, aber das geht in Ordnung. Unsere Inspiration spiegelt sich in unserer Musik wieder. Das ist einfach normal. <<
Was ist die meistgestellte Interviewfrage?
>> Wahrscheinlich die ewige Frage warum wir uns für den jeweiligen Albumtitel entschieden haben oder warum wir überhaupt eine Band haben. <<
Na gut. Das brauchst du nicht zu beantworten, denn das geht ja wohl aus dem bisherigen Teil des Interviews hervor. Was habt ihr für die Zukunft geplant?
>> Zuerst steht die Promotionarbeit für das neue Album an. Das gilt aber nur für Europa. Dann setzen wir uns mit dem Management zusammen und diskutieren die Pläne für Auftritte. Ich hoffe, dass wir unsere Wünsche umsetzen können, was sicherlich im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten stattzufinden hat. So langsam kristallisieren sich schon neue Ideen für ein weiteres Album heraus. <<
http://www.cornerstonemusic.dk
Steve Burdelak


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