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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DEF LEPPARD - ....

DEF LEPPARD - 04.11.2003, KÖLN-"PALLADIUM"
DEF LEPPARD
SKID ROW
RICKY WARWICK

Palladium, Köln

04.11.2003
Und wieder ein Konzertabend, der mit Schwierigkeiten begann. Den unangekündigten Special Guest, Ricky Warwick (ex-The Almighty), durfte keiner der anwesenden Mitarbeiter jeglicher Magazine fotografieren. Ob es an der etwaigen Schönheitsoperation des Sängers lag oder an irgendwelchen Willkürakten total wichtiger Mitarbeiter des "Palladiums" konnte ich leider nicht klären. Na denn! Mister Warwick zog ein reines One-Man-Akkustik-Set, aus seinem musikalischen Fundus durch, den so niemand wirklich interessierte. Nicht, dass der Mann nicht singen oder gar spielen kann. Selbst die Songs hatten richtiges Potential, aber das Publikum war auf einen heissen und rockigen Abend aus, und das lag von Anfang an in der Luft. Dennoch erntete der Solist einen höflichen Applaus und schien selbst einigermassen zufrieden gewesen zu sein. Die härtere Probe lag da schon für Skid Row an, die ihre Tour ohne ihren charismatischen und stimmgewaltigen ex-Fronter Sebastian Bach bestreiten mussten. Neuzugang Johnny Solinger konnte zumindest auf dem neuen Longplayer „Thickskin“ überzeugen. Heute galt es live seinen Mann zu stehen. Natürlich fielen sofort die Ewig-Gestrigen auf, die dem Shouter absolut keine Chance liessen, obwohl Johnny beachtlich bei Stimme war. Selbstverständlich kann er Sebastian zu keiner Zeit das Wasser reichen, aber das gilt auch nur für die frühen Jahre des alten Sängers, der bei den letzten Gigs mit Skid Row arg nachliess. Ein großer Fehler war sicherlich, am alten Programm festzuhalten und nur einen Song des neuen Materials einzusetzen. Die Songs von „Thickskin“ stehen Johnny weitaus besser zu Gesicht, während er mit den alten Gassenhauer vor allem in den hohen Tonlagen seine Schwierigkeiten hatte. Hier läuft die Band Gefahr sowohl die alten als auch die neuen Fans zu vergraulen. Mit der Zeit sollte man lieber Tracks des neueren Materials nutzen und ein paar Schinken wie „18 And Life“, „I Remember You“ oder „Youth Gone Wild“ für die Zugaben aufheben. Ansonsten bestand überhaupt kein Zweifel, dass das Gros der Anwesenden diesen Auftritt trotz allem genoss und kräftig mitsang.
Obwohl stark in die Jahre gekommen und ein paar Kilo mehr am Bauch, zumindest was Joe Elliott betrifft, konnten die Fans von Def Leppard eine Show der Superlative beobachten. Tadelloser Sound, fehlerfrei und feinste mehrstimmige Vocals. All das, wofür Def Leppard seit zig Jahren stehen, konnte heute bewundert werden. Die Briten wissen genau, was sie ihren Fans schuldig sind und verzichteten grösstenteils auf die Songs ihres letzten Flops „X“. Es wurde fast ein reines Best-Of-Spektakel, an dem niemand etwas auszusetzen hatte. Wir alle waren alle im Poser-Himmel und glücklich. Nicht zuletzt auch ich, weil die süsse Blondine neben mir mitfeierte. Hits wie „Photograph“, „Foolin`“, „Pour Some Sugar On Me“, „Love Bites“ und „Animal“ wurden gefeiert, als wenn morgen der letzte Tag anbrechen würde. Alle waren im Fieber und tanzten, sangen und fielen sich in die Arme. Selten habe ich eine solche Atmosphäre miterlebt. Der spätere Balladenteil, der aus Songs wie „Two Steps Behind“, „Have You Ever Needed Someone So Bad“ und „Miss You In A Heartbeat“ bestand, liess alle etwas näher rücken und man fühlte sich wie auf Wolke Sieben. Zu schade, dass mancher diesen Moment ohne Partner erlebte. Dieses Aushängeschild der einstigen New Wave Of British Heavy Metal hat ihren Platz in der Hall Of Fame verdient. Ob ich jemals wieder diese erhebenden Gefühle zwischen cooler, schweisstreibender Party Stimmung und hingebungsvoller Romantik auf einem Gig erleben werde, wage ich zu bezweifeln. Mega-Respekt!!!
Steve Burdelak - Pics: Steve Burdelak


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