Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'D' :: DORO - 13.12. ....

DORO - 13.12.2003, Düsseldorf Phillipshalle
DORO
SAXON
CIRCLE II CIRCLE

Phillipshalle, Düsseldorf

13.12.2003
Wie immer bei solch immensen Veranstaltungen und gerade in der Phillipshalle gab es wieder einiges an Probleme zu bewältigen. Zuerst war ich gar nicht auf der Gästeliste. Zumindest auf keiner den dreien, die vor Ort lagen. Kurz vor´m Abdanken kam ein viertes Papier herein, wo sich dann auch mein werter Name drauf befand. Wieder in der Schlange vor den Pforten öffneten sich gerade mal zwei einzelnen Türen, was für einen gewaltigen Stau sorgte, der weiterhin dazu führte, dass etliche zahlende Gäste die Vorband des Abends verpassten. Nicht schlimm sagt ihr. Na ja, ich hörte zumindest von sieben Gästen, die eigens nur für Circle II Circle angereist waren. Und die machten ihren Job ganz hervorragend. Bewundernswert ist ebenfalls der Aspekt, dass Fronter Zachary Stevens seine komplette Truppe erst vor kurzer auswechseln musste und trotzdem ein tightes Set spielte. Sehr professionell. Dass, abgesehen vom aktuellen Longplayer, einige Perlen aus Zakks Savatage-Tagen zum besten gegeben wurden, war selbstverständlich und wurde von den anwesenden Fans besser honoriert als die eigenen Tracks.
In der relativ kurzen Umbaupause konnten die Fans einige kleinere Promis der Musikszene, Bernd Aufermann (ex-Angel Dust, jetzt bei Running Wild), Doc Heyne (Biss), Anja Assmuth (Duke), Jürgen Steinmetz (Silent Force) und Joxe, der eigentlich nichts ist und nix kann, aber immer dabei ist, unter den Gästen sichten und treffen. Ziemlich locker tummelten sie sich im Geschehen, da sie selbst als Fans der deutschen Metal-Queen angereist waren. Als das zweite Mal das Licht ausging betrat das Urgestein des Metal, Saxon, die Bühnen und legte alles in Schutt und Asche. Ich hatte noch immer den müden Gig in der Turbinenhalle Oberhausen im Gedächtnis, doch heuer spülten die Recken den schalen Geschmack im Nu runter.
Das sinnvollste für Bands wie Saxon ist immer ein Best-Of-Gig der jeden Fan zufrieden stellt, denn schier unglaublich ist die Anzahl der Tracks, die sich in der Geschichte der Band angesammelt haben. Mit Songs wie „ Power & The Glory“, „Crusader“, „Dallas 1PM“, Wheels Of Steel“ und „Motorcycle Man“ liegen sie immer goldrichtig. Obwohl es sich um das zu feiernde zwanzigjährige Bühnenjubiläum von Doro handelte waren auch extra nur für Saxon eine geraume Anzahl von Zuschauern angereist, die dummerweise nach dem Gig der Alt-Stars fluchtartig das Venue verließen.
Was sich daraufhin auf der Bühne abspielte, kann man nur als einzigartigen Event deklarieren. Untermalt mit jeder Menge Pyro-Effekten brach wahrlich ein Doro-Inferno los. Angefangen mit Klassikern wie „I Rule The Ruins“, „Hellbound“, „True As Steel“, „Burning The Witches“ und etlichem mehr preschte die blonde Rockröhre zu ihrem ersten Highlight und Gast Udo Dirkschneider. Und Gäste, die zum Gratulieren dabei sein wollten, sollte es an diesem Abend zuhauf geben. Zusammen röhrte man „East Meets West“ in die tobende Menge. Das passt scho! Weiter im Takt ging es mit Krachern wie „Unholy Love“ und „Metal Tango“, bis man sich zurücklehnen konnte, um dem Balladen-Set, der meines Erachtens zu lang ausartete, zu lauschen. „Whenever I Think Of You“, „Für Immer“ und „Fall For Me Again“ berührten selbst den hartgesottensten Metaller. Für sie ist Doro eine Göttin. Zwischendurch kam das Mulit-Talent Jean Beauvoir als einziger Teilnehmer auf die Bühne, der wohl nur von mir mit dem gebührenden Respekt begrüßt wurde, denn alle anderen kannten den Crown Of Thorns- Sänger und ex-Plasmatics Gitarristen nicht, oder ihnen war er schlichtweg egal. „1000 Mal Gelebt“ und das Billy Idol-Cover „White Wedding“ wurde von Musikern mit Streicher-Instrumenten begleitet. Nicht ganz meine Welt, aber ganz passabel. Als nächster Gast nach dem Drum-Solo wurde der ex-Iron Maiden (auch ex-Wolfsbane) Fronter Blaze Bailey auf die Bühne gebeten. „Bad Blood“ wurde aus dem Boden gestampft und der kleine Hero erntete sonnigen Applaus. Der nächste Part bestand aus einem kleinen Medley bis der langersehnte Hauptgast Lemmy (Motörhead) mit seinem Drummer Mickey Dee die Bretter erklomm. Ein Bild für die Götter, was jeder Zuschauer als einmalig zu würdigen wusste.
Dementsprechend die frenetischen Reaktionen, als „Love Me Forever“ ausklang. Mein persönlicher optischer Höhepunkt kam, als die Rhein Fire Cheerleader zu „Burn It Up“ ihre Choreographie zauberten. Gott ist ein heterosexueller Mann, da bin ich sicher. Saxon gaben sich noch mal die Ehre Doro bei „Another Thing Coming“ zu unterstützen. Das Unglaubliche wurde wahr, als zur Überraschung aller Doro mit ihren alten Warlock-Musikern die Songs „All Night“ und „Fight For Rock“ anstimmte. Welcome back to the Eighties. Der Zahn der Zeit nagte zwar an der Optik, aber spielerisch konnte man durchaus überzeugen. Da stand manche Träne in den Augen derer, die den heutigen Tag erleben durften. Ein kleines bisschen peinlich war der Auftritt von Bonfire-Shouter Klaus Lessmann, der mit Jean Beauvoir „Born To Be Wild“ ins Publikum ballerte. Zuvor mit einem riesigen Blumenstrauß bewaffnet lüftete er das Geheimnis, dass er und Doro mal tierisch verknallt waren und anscheinend heiraten wollten. Schließlich stahl er sich bei der völlig überrumpelten Doro einen Kuss, indem er die Zuschauer um Erlaubnis fragte. Zum Reprise kamen noch mal alle auf die Bühne um den Abschluss dieses historischen Gigs entsprechend zu krönen. Egal ob man Doro Fan ist oder nicht, das muss ihr erst mal jemand nachmachen. Doro sitzt unumstößlich auf ihren Metal-Thron. Ein riesiges Dankeschön dafür, dass ich dabei sein durfte und Herzlichen Glückwunsch auch von unserer Seite. Auf die nächsten zwanzig Jahre.
Steve Burdelak - Pics: Steve Burdelak


[ Zurück zum Index: 'D' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler