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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ACCESSION REC ....

ACCESSION RECORDS LABEL-TOUR – 04.12.2003 DUISBURG „PULP“


Tourauftakt der Accession Records-Label Tour im Duisburger “Pulp” an einem eiskalten Dezemberabend, und während sich im Restaurant des „Pulp“ noch eine Gesellschaft von Rentnern über all die schwarz vermummten Gestalten wundert, die der eigentlichen Konzerthalle entgegenstreben, kämpfen die Norweger SPEKTRALIZED bereits mit dem zurückhaltenden Interesse des Publikums und dem schier unüberbrückbaren Sicherheitsabstand zwischen Bühne und Auditorium. So sehr sich SPEKTRALIZED auch mühen, sämtliche Versuche des an einen gemütlichen, dicken Tanzbär erinnernden Sänger das Publikum näher an die Bühne zu bekommen sind zum Scheitern verurteilt, auch wenn die Songs ihres Debüts „Elements Of Truth“ und vor allem die vorab ausgekoppelte Maxi „Allied“ durch die Hinzunahme eines Tour-Gitarristen fett und kraftvoll, aber vielleicht einen Schlag zu laut durch die Halle tönen und auf Dauer das eine oder andere songschreiberische Manko offenbaren.
Auch LIGHTS OF EUPHORIA schaffen es nicht sofort die Distanz zwischen Band und Publikum abzubauen, und dass, obwohl sich LIGHTS OF EUPHORIA und Torben Schmidt in den letzten Jahren live sehr rar gemacht haben. Erst, nachdem Gastsänger Henrik Iversen von den Schweizern NAMNAMBULU seinen Auftritt hat, ist der Bann (zumindest halbwegs) gebrochen und das Publikum rückt näher an das Geschehen auf der Bühne heran, und dass, obwohl Jimmy Machon, der eigentliche Sänger von LIGHTS OF EUPHORIA, nichts unversucht lässt, die Fans zum Tanzen und Mitmachen zu bewegen und Songs wie „True Life“ amtlich dargeboten werden, während im Hintergrund durch eine Videoinstallation das Logo der Band auf eine Leinwand projeziert wird.
Erst bei den nun folgenden PSYCHE um den Kanadier Darrin Huss, und seinem musikalischen Mitstreiter Remi Szyszka macht sich unter den mittlerweile gut fünfhundert Anwesenden wirklich Stimmung breit und zu Songs wie „Sanctuary“ bewegt sich der ganze Saal. Einundzanzig Jahre Bühnenerfahrung machen sich hier bemerkbar, wobei die Präsenz und das Charisma, die Darrin gleich vom Fleck weg ausstrahlt, wirklich jeden in Beschlag nehmen, ob man PSYCHE und die Musik des Duos nun mag, oder nicht. In Duisburg ist letzteres ganz offensichtlich der Fall und so müssen die Zugaberufe aufgrund des engen Zeitplanes leider ungehört verhallen.
Headliner, trotz der im Vorfeld deutlichen Betonung auf Label-Tour, sind natürlich DIARY OF DREAMS, was recht schnell deutlich wird. Osmium, langjähriger Keyboarder und Weggefährte Adrian Hates’, musste aus beruflichen Gründen nach den Festivalauftritten im Sommer diesen Jahres seinen Ausstieg erklären, befindet sich aber im Publikum, um zum ersten Mal seit sieben Jahren einem DIARY OF DREAMS-Konzert aus der Zuschauerperspektive beizuwohnen. Was er sieht, wird ihm trotz der Skepsis, die Mastermind Adrian Hates vor Showbeginn ob des Gelingens und der Tatsache, dass dies der erste Gig der Tour ist, noch äusserte, jedoch gefallen haben, denn von der ersten Minute an hat das neue Line-Up das Publikum fest im Griff, wobei die Songs wieder einmal einer Frischzellenkur unterzogen worden und sich durchweg in neuen Arrangements präsentieren, egal ob „O’ Brother Sleep“, „Chemicals“ oder bei dem wie immer stürmisch gefeierten „Butterfly Dance“.
Auch das Bühnenbild wurde verändert und so läuft während des knapp fünfundsiebzig Minuten dauernden Sets eine Videoprojektion mit ständig wechselnden Motiven. Der neue Keyboarder fügt sich nahtlos ein und wie eng die Verbundenheit zwischen Adrian und seinem mittlerweile ex-Kollegen Osmium immer noch ist, zeigt die Tatsache, dass Adrian sein Mikro während des Gigs mehrfach ins Publikum hält, wo Osmium die Gesangsparts dann übernimmt. Für einen Tourauftakt ein wirklich gelungenes Konzert.
Michael Kuhlen - Pics: Michael Kuhlen


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