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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CHAMBER - Rel ....

CHAMBER - Release Party, 12.09.2003 - Frankfurt
Der "Sinkkasten" in Frankfurt ist ein legendärer Blues- und Jazzclub mitten im Zentrum der Mainmetropole und aufgrund seiner allgegenwärtigen Patina genau der richtige Ort, um bereits zum zweiten Mal Zeuge einer Release Party Chambers, dem Schwarzmusikalischen Kammerorchester um den, mit einem herrlichen Wiener Schmäh versehenen Marcus Testory, zu werden. Nachdem Augen- und Ohrenzeugenberichten zufolge bereits die letztjährige Release-Party auch heute noch Kultstatus geniesst, schien eine Steigerung in diesem Jahr kaum möglich, doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Nachdem Thomas Sabottka auf besondere Einladung Marcus Testorys seine gut zwanzigminütige Lesung absolviert hatte, in deren Verlauf er neben einigen Gedichten auch Auszüge aus seinem Roman "Playback" las und dabei mit viel Wohlwollen vom Frankfurter Publikum aufgenommen wurde, nahm die musikalische Märchenreise ihren Lauf. Die Geschichte Schneewitchens, des alten Luders, muss dabei nach diesem Abend ebenso neu geschrieben werden ("The Truth About Snow-White") wie die des Rock´n Roll, denn dass man auch mit Instrumenten wie dem Cello, Violienen oder einem Kontrabass einen Club zum Kochen und Abrocken bringen kann, machte "Little Devil" deutlich. Irisch wurde es mit "Hometown", einer Hommage Testorys an seine Heimatstadt Wien. Doch damit nicht genug, kam die Party jetzt erst richtig in Gang, denn wie feiert man eine zünftige Party am Besten?
Genau, man lädt sich Freunde ein, und nicht zu knapp. So gab Eric Fish zusammen mit Chamber eine hinreissende Interpretation von Nick Caves "The Weeping Song" zum Besten, während Julia von Erblast zusammen mit Max "Where The Wild Roses Grow", ebenfalls von Nick Cave, intonierte und man dem sympathischen Max aufgrund seines schauspielerischen Backgroundes glatt den psychotischen Frauenmörder abnahm. Als weitere Gäste gesellten sich im weiteren Verlauf des Abends in immer neuen Formationen ASP, Matze und Himmi, Gitarrist bzw. Schlagzeuger von ASP und Ali Neander von den Rodgau Monotones - "Erbarme, die Hesse komme" - zu den bereits genannten Gästen, so dass die ohenhin schon viel zu kleine Bühne des "Sinkkastens" für das Kammerorchester nebst Gästen aus allen Nähten zu platzen drohte.
Nach guten zweieinhalb Stunden, einer ganzen Reihe von nicht eingeplanten Zugaben und nicht enden wollenden Begeisterungsstürmen, die der "Sinkkasten" in dieser Form wohl schon lange nicht mehr erleben durfte, übernahm dann Mozart (Umbra et Imago) als DJ das Kommando, um das überwiegend schwarzgewandete Publikum zum hemmungslosen Abtanzen zu animieren, während sich die Damen und Herren Musiker unters Publikum mischten und gemeinsam die Party des Jahres feierten. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann feiern sie noch heute, unterbrochen höchstens von den anstehenden Tourneen.
Michael Kuhlen


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