Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'A' :: ARTENSION

ARTENSION
Die zwei Gesichter des Vitalij Kuprij
Die meisten Fans kennen den in Kiev in der Ukraine geborenen Keyboarder als Mitglied bei Artension, Ring Of Fire oder anderen Projekten. Doch vorliegendes Dossier zeigt den Musiker von einer völlig anderen Perspektive. Er gewann als jüngster Pianist den ersten Preis des „All-Union-Chopin-Wettbewerbes“ in Kazan. Er erwarb unter anderem die Gold Medaille beim Kiev-Konservatorium-Wettbewerb. Zusätzlich gab es den ersten Preis beim Geneva-Duo-Competition für Violine und Piano, sowie natürlich den ersten Preis bei Piano 80 und des Schweizer Jugend Wettbewerbs. Mit verschiedenen Konzerten mit der Musik von Beethoven und Chopin gab es die ersten Fernsehauftritte. Der international bekannte Flötist James Galway wählte Vitalij 1995 als Begleitung für die International Flute Seminar Master Classes aus. Bevor Vitalij in die Vereinigten Staaten von Amerika auswanderte, studierte er im Baseler Konservatorium bei Rudolph Buchbinder. Mittlerweile hat die Öffentlichkeit weltweit von ihm Notiz genommen. Bei einer Audition für das Curtis Institute of Music in Philadelphia wurde er für ein fünfjähriges Stipendium ausgewählt und kam unter die Fittiche des renommierten Piano-Virtuosen Gary Graffman. 1999 spielte Vitalij mit der New York Youth Symphony in der ausverkauften weltberühmten Carnegie Hall. Mit Beendigung seines Studiums veröffentlicht er eine Klassik-CD mit Werken von Franz Liszt und Chopin, die im Jahr 2000 erschien. Zur Abwechslung setzte sich der Virtuose mit der Metal-Combo Ring of Fire auf Japan-Tour ab, die 2002 zu einem riesigen Erfolg wurde.
Das ist ja ein eindrucksvoller Werdegang. Aber wie kommt man daraufhin zum Metal? Frisch´ diesbezüglich doch mal deinen Background für unsere Leser auf.
>> Beim Studium in der Schweiz lernte ich Roger Staffelbach, unseren Gitarristen bei Artension kennen. Wir wurden Freunde, schrieben einige Songs zusammen und schickten sie an verschiedene Labels, unter anderem an Shrapnel. Sie waren sehr interessiert. Mike Varney wollte aber, dass wir Gesangslinien erarbeiten, da Instrumental-Alben zu der Zeit völlig out waren. Als diese fertig waren bekamen wir den Deal. Unsere damaligen neuen Mitglieder sind mittlerweile selber zu berühmten Persönlichkeiten und anerkannten Musikern avanciert. Da wäre der begnadete Sänger John West, der ebenfalls bei Royal Hunt singt, Drummer Mike Terrana, den ihr ja durch Rage und Axel Rudi Pell kennen müsstet, und Bassist Kevin Chown, der auch bei Magnitude 9 und Tiles mitwirkt. 1996 erschien unser erstes Album „Into The Eye Of The Storm“. Die Resonanz war erschlagend positiv, besonders in Japan. In den folgenden Jahren warfen wir die Werke „Phoenix Rising“, „The Forces Of Nature“ und „Machine“ auf den Markt. Dann verlief sich alles etwas aufgrund der diversen Nebenbeschäftigungen aller Mitmusiker. Nach ein paar Jahren trafen wir uns wieder und wurden sofort von Frontiers-Records belagert. Mit ihnen veröffentlichten wir 2002 unser fünftes Opus „Sacred Pathways“. Ein Jahr später schafften wir es „New Discovery“ zu erarbeiten. <<
Da alle Mitglieder von Artension ihr Hauptarbeitsgebiet bei anderen Formationen haben, siehst du da eure Truppe noch als Band oder mittlerweile als Projekt mit relativ regulären Veröffentlichungen?
>> Wir sind definitiv eine Band die es nötig hat auf die Bühnen zu klettern, um jede Menge Konzerte zu bestreiten. Wir würden gerne jederzeit live spielen. Wir planen zur Zeit eine Tour durch Asien und Europa. Wir müssen uns auf jeden Fall blicken lassen, um nicht das Vertrauen der Fans zu verlieren. Wir sind zwar alle gleichermassen viel beschäftigt, aber das macht ja unseren Musikerstatus aus. Wir sind eine starke Band mit einem Killer-Line-Up. <<
Was hielt euch denn bis jetzt davon ab auf Tour zu kommen?
>> Realität und Unfairness. <<
Warum ist euer Stil weiterhin so ähnlich wie der jener Bands, in denen ihr sonst noch so spielt? Könnt ihr das am besten oder will der Fan es so?
>> Ich denke nicht, dass Artension sich wie irgendwer sonst anhören! Wir mögen, genauso wie andere Bands auch, ähnliche Elemente verarbeiten, aber wir haben durchaus unseren eigenen Stil, der sich durch diverse Musikrichtungen zieht. Das ist unser Glück. <<
Würdest du nicht mal andere Sachen mit deiner Gruppe erarbeiten?
>> Ich bin offen für jede Art von Musik. Artension ist jedoch, so wie die Gruppe beschaffen ist, am besten. Zumindest für den Zeitpunkt. Sicherlich wird es weitere Fortschritte geben und wir werden uns sogar noch steigern können, aber das ist eine Frage der Zeit. Vielleicht werden wir unseren Stil ein wenig deutlicher definieren. <<
Gibt es einen gemeinsamen Nenner für die Songs auf „New Discovery“?
>> Ich denke, die Musik sagt alles. <<
Bist du für das Gros der Dinge verantwortlich, wie zum Beispiel die Kompositionen, die Texte und das Bandkonzept, oder ist John West ein gleichwertiger Partner, da ihr auf den Promo-Fotos zusammen abgebildet werdet?
>> Ich schreibe die komplette Musik und manage die Band zum Zeitpunkt. Zusätzlich beruht der meiste Teil der Produktion auf meiner Arbeit. John schreibt die Texte und die Vocal-Melodien. Wir arbeiten schon eng zusammen, dennoch bin ich für das meiste in dieser Band verantwortlich. <<
Soweit ich mich entsinnen kann, kamen von den verschiedenen Mitgliedern diverse Alben in der letzten Zeit auf den Markt. Da wäre das John West Solo-Album, die neue Axel Rudi Pell-CD und DVD, und der Royal Hunt-Release ist auch noch nicht so lange her. Muss da nicht eine Band in Hinsicht der Verkaufszahlen zurückstecken, oder habt ihr so loyale und spendable Fans?
>> Da muss ich passen. Ich denke, dass ein wirklicher Fan die regulären Sachen alle kaufen wird und immer so treu bleibt, so lange die Qualität stimmt. Dennoch haben wir alle so viele Vorlieben, das man sie nur in verschieden Bands ausleben kann. Es dauert eine Zeit, bis man weiss, wo man sich wohl fühlt und was für jemanden bestimmt ist. "Time will tell!" <<
Warum hast du die Arbeit mit Mark Boals (Ring Of Fire) an den Nagel gehängt?
>> Ich bin ein sehr beschäftigter Musiker und in der Zukunft stehen ein paar Projekte an, die meine absolute Priorität verlangen. Manchmal muss man sich im Leben entscheiden. <<
Ich habe euch einen Punkt in meiner Bewertung der Rezension für das neue Album gestrichen, da ihr den Song „Endless Days“ zweimal (einmal als Radio-Edit) aufgenommen habt, anstatt einen weiteren Song einzuspielen. Das hätte jeden Fan mehr gefreut. Warum habt ihr euch so entschieden?
>> Der Song ist halt eine Ballade und wirklich tauglich für das Radio. Abgesehen davon war die Original-Version zu lang und hatte einen progressiven Mittelteil. Ich mag es, den Fans immer zwei Versionen vorzuführen, eine längere, in der ich mich ausdrücken kann, und eine kürzere mit einem packenden Rhythmus und wenig Komplexität. Im Radio tauchst du nur auf, wenn der Track unter vier Minuten lang ist. Das war mitunter ein Grund das zu tun. Wir sind ehrliche Künstler, aber manchmal ist man gezwungen strategisch zu denken. Das war eben unser kommerzieller Schritt. Ich bin froh, dass uns das nur einen Punkt gekostet hat. <<
Was habt ihr noch alles für die nächsten zwölf Monate geplant?
>> Eine Billion Sachen, die ich dir unmöglich alle offen legen kann. Sicherlich ist einiges Interessantes dabei. Zur Zeit schreibe ich an einem Piano-Konzert und an einem Solo-Album, das allerdings in rockigen Gefilden wandert. Im März spiele ich in Rom ein klassisches Konzert mit Material von Liszt. Ich danke euch für das Interview und wünsche euch alles Gute und Frieden. <<
Danke gleichfalls. Auf der unten erwähnten Webadresse findet ihr übrigens alle anderen wichtigen Links zu Artension und den weiteren Aktionsfeldern der Bandmitglieder.
http://www.vitalijkuprij.com
Steve Burdelak


[ Zurück zum Index: 'A' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler