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MAGAZIN :: Index: 'J' :: JEFF SCOTT SO ....

JEFF SCOTT SOTO
Die Rückkehr in den Rock `n` Roll Zirkus
Jeff Scott Soto gehört wohl zu den aktivsten Sängern unserer Zeit. Seine Leistungen für Yngwie J. Malmsteen, Axel Rudi Pell, Eyes, Takara, Kuni und die ewig aktuellen Talisman dürften nur den wenigsten Metal-Fans entgangen sein. Mit einer Stimme wie sie besser nicht sein könnte und mit hochgradigem Wiedererkennungswert schuf Jeff sich seit den 80er Jahren einen sehr loyalen und großen Kreis treuer Anhänger, die selbst dann zu ihm hielten als er es wagte seine Rock-Karriere für ein Musical-Engagement in Las Vegas pausieren zu lassen, um mal richtig Geld zu verdienen. Im Laufe der Jahre erschienen seine beiden ersten Solo-Alben "Love Parade" und "Holding On". Des weiteren wurrde er gebeten Beiträge zu de Filmen "Rock Star" und "Queen Of The Damned" zu leisten. Was genau aus diesen Projekten geworden ist, werdet ihr nun ebenfalls erfahren. Hier wird auch endlich das Geheimnis gelüftet, warum Jeff sich nie in unseren Breitengraden sehen lässt.
Es gab ja eine Menge Unruhe im Fanlager, nachdem Du deine Beteiligung am Musical in Las Vegas angekündigt hattest. Erzähl´ uns doch mal Näheres dazu und was seit dem in deinem Leben an wichtigen mitteilungswürdigen Dingen geschehen ist.
>> Die Truppe, mit der ich in Las Vegas arbeitete, nannten sich Roxanne und war früher in den späten Achtzigern selber eine Rockband. Sie waren bei Scotti Brothers bzw. CBS unter Vertrag. Doch das Album lief nicht so gut und deshalb gingen sie erst mal getrennte Wege. Als sie sich mit neuen Mitgliedern reformierten, änderte sich gleichzeitig der Sound und sie spielten eine Mischung aus Janet Jackson meets Van Halen. Sie wurden echt funky, und das lag mir damals selber am Herzen. Ich ging ständig hin um mir ihre Show anzugucken. 1991 spielten sie ein Konzert als Roxanne und mussten später ein zweites Konzert auf einer Halloween-Show spielen. Als Gag verkleideten sie sich im Glamour-Look der Siebziger Jahre. Am Ende ihrer Show spielten sie immer ein Medley, bestehend aus Disco-Songs im Metal-Gewand. Die Leute flippten total aus. Also beschlossen sie noch mehr von diesen Disco-Tracks zu intonieren. Sie behielten auch den Look bei. Viele waren der Meinung die beste Show ihres Leben gesehen zu haben. Die Menschen waren jedenfalls so fasziniert, dass man pausenlos gebucht wurde. Mittlerweile hatte man sich in Boogie Knights umgetauft. Jetzt mache ich mal einen Sprung in das Jahr 1996, in dem ich Mitglied wurde. Mittlerweile hatte die Formation Weltruhm erlangt und war ständig auf Tour, sogar zweimal in Deutschland. Es wurde für den Original-Sänger, der die Band gleichzeitig managte, einfach zu viel. Zu dieser Zeit hatte ich kaum etwas zu tun, weil die Nachfrage nach Talisman echt gering war. Selbst eine Tour interessierte niemanden. Da ich die Jungs regelmäßig sah, fragte man mich, ob ich den vakanten Posten übernehmen könnte. Da ich eh immer dort war, konnte ich auch gleich mitmachen. Das würde mir gleichzeitig Kapital bringen, anstatt es beim Karten spielen auszugeben. Ich dachte mir, dass es lustig wäre für ein Jahr auf Tour zu gehen, Geld zu verdienen und freie Drinks einzuheimsen. Aus dem einen Jahr wurden jedoch locker fünf Jahre. Ich denke auch, dass so die ganze Tribut-Album Geschichte entstand, denn du must dir vorstellen, dass die Jungs 1991 zur Hochzeit von Nirvana und Pearl Jam damit angefangen hatten. Das waren gerade die Zeiten als Talisman oder Roxanne oder viele andere nicht mehr angesagt waren. Mir hätte neben dieser Beschäftigung gar nichts Besseres passieren können, da ich mich zu keiner Zeit mit der Grunge-Welle identifizieren konnte. Bei dieser Cover-Geschichte hatte ich wenigstens eine Beschäftigung. <<
Du hast doch noch andere Sachen gemacht!
>> Sicher, es erschienen einige Sachen von Axel Rudi Pell mit mir als Sänger, Alben von Talisman und Human Clay, was aber eigentlich nur ein Nebenprojekt war. Human Clay waren nur B-Seiten, die Talisman nie aufnahmen und alles wurde relativ schnell abgewickelt. Uns diente das Projekt als Zeitvertreib, bis wir uns sicher waren was wir machen wollten. Viel musste das eh nicht sein, da ich ja meistens vier Nächte hintereinander mit den Boogie Knights auf der Bühne stand. <<
Dein neues Album "Prism" ist wesentlich balladesker als dein übliches Material ausgefallen, was eigentlich keine große Überraschung ist, wenn man deinen Job in dem Musical in Betracht zieht, oder?
>> Das sehe ich anders. Die Arbeit mit der Revival-Truppe affektierte in keiner Weise die Kompositionen des neues Solo-Albums. Ich wollte mich in Bezug auf meine restliche Arbeit nicht wiederholen. Wenn du hartes Zeug von mir willst, dann besorge dir Talisman oder Axel Rudi Pell. Wenn ich Songs komplett alleine schreibe, was bei "Prism" bis auf einen Track der Fall ist, hört sich die Musik so an. Das ist was mir liegt und was vom Herzen kommt. Hier brauchte ich nichts zu erzwingen, was ich eigentlich gar nicht darstelle. <<
Warum war gerade jetzt die Zeit richtig für ein Solo-Album, wo ich doch gehört habe, dass etwas neues von Talisman erscheinen sollte?
>> Vor über einem Jahr verließ ich die Boogie Knights, das war nachdem ich die Arbeit für den Soundtrack des Films "Rock Star" beendet hatte. Ich war mir plötzlich bewusst, das es noch eine ganze Menge Sachen gab, die ich machen wollte. Obwohl ich eine Menge Geld mit den Coversongs verdiente, kam es mir
jetzt wie verschwendete Zeit vor. Ich hatte eine Menge Spaß, aber meine Karriere fing an darunter zu leiden. Ich wollte, dass alles ein gutes Ende nimmt und ich nicht am Ende als über vierzigjähriger, Perückentragender und Coversong- singender Disco-Heini ende.
<<
Du brauchst doch keine Perücke!
>> Damals hatte ich die Haare abgeschnitten, aber mittlerweile ist alles wieder da. Ich dachte mir, dass es jetzt an der Zeit wäre zurück auf die Gleise zu kommen, bevor die Leute der Meinung sind, dass ich fünfundzwanzig Jahre lang abgetaucht bin. Da ich noch immer jung bin und Ambitionen und Power habe, wollte
ich nicht warten, bis der Zenit irgendwann überschritten ist. Ich wollte etwas
Eigenständiges auf die Beine stellen. Viele Reporter sagen mir, dass die meisten Produkte, bei denen ich mitwirke, sich nur deswegen verkaufen weil ich dabei bin.
<<
Und haben damit wahrscheinlich nicht ganz unrecht, abgesehen von Axel Rudi Pell.
>> Ich werde mir mit diesem Album beweisen wie zutreffend diese Behauptungen sind. Ich übernehme die volle Verantwortung mit "Prism". Es steht oder fällt mit meinem Namen. Mein erstes Album entstand mehr aus einer Experimentier-Phase, ich wollte ein bisschen rebellieren. Jeder wollte mich damals in eine bestimmte Sparte stecken und ich hatte das Bedürfnis den Leuten das genaue Gegenteil von mir zu zeigen. Aber heutzutage brauche ich mich nicht mehr beweisen. Es besteht kein Bedarf Risiken einzugehen, nur um ein Statement abzugeben. "Prism" hat alles, was es braucht, die Rock-Songs, den funky Groove und die Balladen. Es ist eine gute Reflektionen jener Sachen, die ich bis heute gemacht habe. Das ist
meine Seele.
<<
Mit der weichen Musik könnte es nur etwas schwierig mit dem Absatz in Deutschland werden. Deine hiesigen Fans sind Härteres von dir gewohnt, egal mit welcher Band.
>> Ich orientiere mich ja nicht nur am deutschen Markt. Ich habe diese Musik geschrieben, weil ich sie liebe. Wenn es jemanden dort draußen gibt, der sie mag, sind sie herzlich zu meiner Reise eingeladen. <<
Der Track "I Want To Take You Higher", den du mit Glenn Hughes eingesungen hast, unterscheidet sich vom restlichen "Prism"-Material. Wie bist du mit dem äußerst beschäftigten Glenn zusammengekommen und wieso habt ihr euch für diesen funkigen Song entschieden?
>> Glenn und ich kennen uns seit Ewigkeiten und respektieren uns gegenseitig. Dennoch ist mein Respekt größer, da er viel länger dabei ist, denn als ich ein Kind war stapfte er schon auf den Bühnen rum. Ich liebe alles, was er je angepackt hat. Wir hingen sehr oft miteinander ab und redeten jedes Mal darüber, dass wir etwas zusammen machen müssten. Ich wurde es aber leid darauf zu warten, dass er mich anruft. Als ich das Original von diesem Lied von der Band Sly and The Family Stone im Radio hörte machte es ´klick´ und eine Idee wurde geboren. Diese Band ist einer meiner frühesten Einflüsse. Selbst ihre "Nicht-Hits" fand ich klasse. Ich wusste, dass Glenn dieses Lied aus dem gleichen Grund bewundert wie ich. Im gleichen Moment, in dem ich mich dazu entschloss diesen Song zu covern, rief ich ihn an. Er war sofort einverstanden. Es gab natürlich einige Probleme mit den Terminen, aber als das geklärt war hielt uns nichts mehr auf. Die Aufnahmen waren tierisch simpel. Wir waren in ca. zwanzig Minuten fertig. Das Schöne war, dass es nur ihn und mich gab. Kein Produzent und kein Techniker hing uns auf der Pelle. Wir ergänzten uns prächtig und keiner musste dem anderen irgendwelche Tipps geben. Es war völlig natürlich. <<
Warum hast du dich in Deutschland auf dem Live-Sektor so rar gemacht? Es wäre den Fans sogar egal gewesen mit welcher Formation du herübergekommen
wärst?
>> Um ganz ehrlich zu sein, es gab seitens der Companies und Booker kein
Interesse. Das ist zwar sehr traurig, aber da sind mir die Hände gebunden. Das
letzte Mal, dass ich in Deutschland auf Tour war, war 1995 mit Axel Rudi Pell. Die letzte Talisman-Tour geht sogar bis 1993 zurück. Wie gesagt, es ist schon
schade, dass ich ständig als "outstanding" Sänger in der Presse und von den Fans
gefeiert werde, aber niemand einen Pfennig für eine Tour locker macht.
<<
Das ist verwunderlich, denn ich kann mich daran erinnern, dass du nach Mannheim
zum Z-Rock Festival kommen solltest und mein ganzer Bekanntenkreis hinkommen wollte, du dann aber abgesagt hast, wie einige andere wichtige Acts auch, und dass dann letztendlich keiner mehr hingefahren ist. Lass uns doch mal ehrlich sein: was die alten AOR- und Poser-Stars live auf den letzten Gigs gebracht haben, spottet doch jeder Beschreibung. Entweder kommen sie gar nicht oder langweilen die Hardcore-Fans mit schlechter Laune, verlernten Fähigkeiten, ohne Outfit und absoluter Poser-Unlust. Aber ständig meckern sie, dass die Nachfrage nicht mehr besteht. Ich erinnere mich noch mit Grauen an die Auftritte von Kiss, Dokken, Tygers Of Pan Tang, Skid Row und Survivor, die ich in den letzten Jahren sah.
>> Ein Grund, warum wir nicht kamen, war dass mein langjähriger, musikalischer Weggefährte Marcel sich das Schlüsselbein brach. Er fiel dummerweise vom Fahrrad. Er konnte den Bass noch nicht einmal halten, geschweige denn ihn um den Hals hängen. Das sind diese unvorhergesehenen Dinge, mit denen man rechnen muss. Deshalb konnten wir nicht kommen. Glaub´ mir, es gibt nichts Schwereres als hier zu sitzen, die ganzen Interviews zu geben und mir anzuhören wie toll ich bin und ständig die Frage zu beantworten, warum ich nicht mit der Band auftauche. <<
Wir werden bezahlt das zu sagen, haha.
>> Haha. Wie gesagt, die Promoter sagen mir, dass kein Bedarf besteht und ich es irgendwann noch mal versuchen soll. <<
Erkundigst du dich über deinen früheren Brötchengeber Axel Rudi Pell und die Sachen, die er zur Zeit mit Johnny Gieoli macht?
>> Ich habe mit Johnny noch vor kurzem gesprochen. Ich wollte auf dem "Gods of AOR"-Festival einen Song aus der Zeit spielen und er sollte dazu auf die Bühne kommen. Er hat es leider nicht geschafft. Ich bewundere ihn, er ist ein hervorragender Sänger. <<
Du hast an dem Film "Queen Of The Damned" mitgearbeitet. Ich habe ihn vor kurzem gesehen, aber mir ist gar nicht aufgefallen, dass du was damit zu tun hattest. Was war deine Aufgabe?
>> Von dem was du im Film gesehen hast...nichts, haha! Der Lead-Sänger von Korn hat alle Songs des Films mitgeschrieben. Er sang die Lieder dann ein und als es darum ging den Soundtrack zu veröffentlichen, schoss Sony (das Label von Korn) quer, da gerade ein neuer Korn-Release anstand und man es nicht akzeptieren wollte, dass der Soundtrack verkaufsbedingt in die Quere kommt. Der andere Songschreiber war der Keyboarder von Oingo Boingo. Er ist eng mit meiner Ex-Frau befreundet und hat sie gefragt, ob ich solches Material singen könnte. Sie sagte ihm, dass ich alles singen kann. Ich wurde also angestellt um die Vocals vom Korn-Sänger getreu nachzusingen. Ich sollte auch noch seine Stimme so perfekt wie möglich nachahmen. Eigentlich sollte der Soundtrack auf dem Label der Hauptdarstellerin Aaliyah sein, die eigentlich eine R`n`B-Sängerin war. <<
Ich weiß, sie ist vor kurzem gestorben.
>> Genau. Sie starb einen Monat bevor wir die Aufnahmen begannen. Einen Monat nach ihrem Tod passierte der 11. September 2001. Es gab für das Label aufgrund ihres Todes und der Terrorattacken offensichtlich mehrere Gründe, warum das Album nicht auf dem Label erscheinen sollte. Warner Brothers musste den Soundtrack rausbringen und ich sang meine Vocals ein. Irgendwann fragte man sich bei Warner Brothers, wer denn zum Teufel Jeff Scott Soto ist. Sie waren der Meinung mit mir dieses Album nicht verkaufen zu können. Ich bin halt bekannter in Europa. Also nahmen sie die Lieder, die ich eingesungen hatte und verteilten sie an die aktuellen Szenegrößen wie Marilyn Manson, an Orgy, Static X und den
Sänger von Linkin Park. Diese Leute sangen alles ein drittes Mal ein. Mich setzte man einfach ab.
<<
Ist es etwas anderes Musik für einen Film oder für ein reguläres Album zu performen?
>> Für den Komponisten sicherlich. Ich habe aber für einen Film noch nichts komponiert. <<
Ich dachte, Du hättest Songs für den Film "Rock Star" geschrieben?
>> Für diesen Film habe ich die Songs nur gesungen. Als die Jungs am Anfang des Films den Wagen schieben singe ich ein Stück und als sie später zum Konzert gehen um ihre Lieblingsband zu sehen, stelle ich dem Typen auf der Bühne meine Stimme zur Verfügung. <<
Hast du das Glück gehabt Jennifer Anniston (Hauptdarstellerin) kennen zu lernen?
>> Wir haben mal mit den Boogie Knights auf ihrem Geburtstag gespielt. Ich kenne sie schon, haha. <<
Auch gut. Was war der wichtigste Umstand, den du beachten musstest um einen Video-Clip wie "Eyes Of Love" (als Bonus auf der "Prism"-CD) zu drehen?
>> Das wichtigste war Geld zu sparen und nicht verhaftet zu werden, haha. Wir drehten zwei Video-Clips an dem Tag, "Holding On" und "Eyes Of Love". Sicherlich hast du erkannt, dass einer tagsüber und einer nachts gedreht wurde? <<
Schwerlich, da mir nur ein Clip vorliegt.
>> Ah, dann hast du die EP nicht. Wir drehten beide Clips an einem Tag. Zwei meiner Bandmitglieder leben in Florida und konnten nur drei Tage in der Stadt bleiben. Also zwei Tage für die Hin- und Rückreise und ein Tag für die Dreharbeiten. Nachts mussten wir ziemlich weit außerhalb eines Wohngebietes, um die Leute nicht zu stören, drehen. Wir waren also auf einem Parkplatz in einem Park. <<
Und Parks werden nachts abgeschlossen. Das kenne ich noch aus meinem letzten Urlaub in Kanada.
>> Wir schafften es um 1:30 Uhr alles aufzubauen und zwei Stunden ohne Polizeieinsatz zu arbeiten, bis alles im Kasten war. Die Live-Einschnitte bei "Eyes Of Love" sind von der letzten Gods Of AOR-Show. Das bringen wir übrigens im Februar auf DVD raus. <<
Hast du jemals einen Gedanken daran verschwendet wieder mit Yngwie J. Malmsteen zu arbeiten?
>> Nicht wirklich. Ich denke auch nicht oft an ihn. Irgendwie kommt einem nur etwas zu Ohr, wenn er wieder einen Sänger gefeuert hat. Er ruft mich auch nicht an und fragt mal was so läuft. Ich würde darüber nachdenken mit ihm zu arbeiten, da ich schon weiß, wie es ist für ihn zu arbeiten. Ich hoffe das beantwortet deine Neugier. Wir verstehen uns gut, aber ich bin an einen Punkt meines Lebens angekommen, an dem ich nicht mehr für andere Leute arbeiten muss. Aber ich respektiere Yngwie. Er ist ein Visionär und braucht Leute, die seine Ideen umsetzen. <<
Welcher Teil deiner Arbeit befriedigt dich am meisten?
>> Das könnte ich dir nie ehrlich beantworten, denn das kommt ganz auf den jeweiligen Tag an. Es gibt eigentlich keine einzelne Sache, die mich befriedigt, es ist immer ein Zusammenspiel von mehreren Dingen. <<
Gibt es irgendwelche aktuellen Stars, die dich es noch schaffen dich zu beeinflussen?
>> Es gibt eine Menge Sachen neueren Jahrgangs, die mich schon beeindrucken, da ich einen vierzehnjährigen Sohn habe, der mich immer "up to date" hält. Ich werde praktisch gezwungen Eminem oder Linkin Park zu hören. Gott sei Dank hört er sich den ganzen Kram der Teen-Szene nicht an. <<
Aber diese Bands sind doch Teil der Teen-Szene.
>> Kann sein, aber zumindest sind diese Bands aggressiv und ich sehe es als Weiterführung dessen was wir schon gemacht haben. Ich höre es mir an und mag einiges, aber ich bin davon nicht beeinflusst. Ich zehre immer noch von den alten Stars die mich packten, wie Prince, Queen, Styx oder Van Halen (natürlich meint jeder Ami die Zeit mit Diamond Dave, wenn er Van Halen zitiert). Prince und Queen gelten als meine größten Einflüsse, denn sie machten ihre eigenen Regeln und dann brachen sie diese. Und das jedes Mal. Letzte Woche waren Queen in Hollywood, da sie ihren Stern im "Walk Of Fame" bekamen und ich durfte mit meinen Idolen singen. Das war großartig. Ein Traum von mir wurde wahr. Ich habe Queen nie live gesehen und Freddie Mercury nie kennen gelernt, was mir bis zu meinem eigenen Tod verwährt bleibt, aber die Bühne mit ihnen zu teilen war
für mich eine große Freude und Ehre.
<<
Mir geht das so mit Triumph, die habe ich auch ewig verpasst.
>> Dann lass mich noch ein bisschen Salz in die Wunde streuen, indem ich dir sage, dass ich schon mit ihnen getourt bin. <<
Alles klar, danke für das Gespräch. Über eine Tour brauchen wir uns wohl nicht unterhalten, da werden wir warten müssen wie das Album läuft, oder?
>> Ich finde nicht, dass eine Tour daran festgemacht werden soll wie mein Album läuft, sondern an der Gesamtleistung meiner Karriere. Wenn ich komme, gibt es eine Retrospektive meines Schaffens. Da gibt es Songs von jeder wichtigen Band in der ich war und von jedem wichtigen Album, das es von mir gibt. Alles was die Fans schon immer sehen wollten. <<
Dann wirst du dein Idol Prince, dessen Show ich in Syracuse (USA) sah, und die drei Stunden lang ging, locker an die Wand spielen, da dein Gig sicherlich fünf Stunden dauert?
>> Davon kannst du ausgehen. Ich werde meine Musiker ausschlauchen. <<
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Steve Burdelak


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