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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BASILISK

BASILISK
Das duale Prinzip
Melodic Gothic Power Metal? Eine auf den ersten Blick recht widersprüchliche Definition dessen, wie die süddeutschen Basilisk ihre Musik umschreiben, und doch. Eine bessere Erklärung für den Sound wird sich kaum finden lassen. Originalität ist Trumpf und da überrascht es schon ein wenig, dass eine Undergroundband nach bereits zwei eigenfinanzierten CDs einen eigenen und unverwechselbaren Stil gefunden hat. "…Between Light And Shadow", das zweite Album der Donaueschinger, besticht durch einen fetten Sound und eine musikalische Mixtur, die es in der Tat schafft, all die unterschiedlichen Facetten, die diese Definition liefert, gleichberechtigt und vor allem homogen zu einer Einheit zu formen. Schön und wünschenswert wäre es, wenn auch die Musikindustrie auf die Band aufmerksam werden würde, denn Basilisk gehören nicht zu den unzähligen Bands, die bereits vorgegebene musikalische Wege beschreiten, sondern lieber neue Ausdrucksformen ausloten.
Ry, Schlagzeuger und Sprachrohr Basilisks, äussert sich zunächst einmal zur Wahl des Bandnamens.
>> Auf den Namen Basilisk kam unser ehemaliger Bassist Siggi, welcher sich privat auch mit der griechischen Mythologie befasste. Da wir fanden, dass jenes Fabelwesen mit dem todbringenden Blick gut zu unserer düsteren Musik passt, entschieden wir uns, unter noch etlichen weiteren Vorschlägen schlussendlich dazu, den Basilisk als Namenspaten für uns stehen zu lassen. <<
Was waren Eure musikalischen Einflüsse bei Gründung der Band? Haben sich diese Einflüsse im Laufe der Jahre verändert?
>> Oha … jetzt wird´s schwierig ! Jeder einzelne Musiker hat andere Vorbilder, Musikgeschmäcker und Hörgewohnheiten, was das Ziel, einen gemeinsamen Nenner zu finden, nicht gerade einfach gestaltete. Doch eben aus diesem anfangs scheinenden Manko entstand die Abwechslung in unseren Songs, da jeder seine Einflüsse mal mehr und mal weniger einbrachte und erweiterte so auch das musikalische Spektrum von Basilisk. Unsere musikalischen Einflüsse haben sich eher erweitert statt verändert. Jeder lernt von jedem, vergisst aber trotz allem nicht, wie alles angefangen hat. <<
Trotz zweier hervorragender Eigenpressungen seid ihr unverständlicher Weise immer noch ohne Vertrag und somit gezwungen, eure Alben in Eigenregie veröffentlichen zu müssen. Gab es bislang keine konkreten Angebote von Seiten eines Labels?
>> "Unverständlicherweise" nennen wir das normalerweise immer, aber wenn Ihr das genauso seht, können wir ja nicht so falsch liegen (lacht) … aber im Ernst, leider gab es tatsächlich noch kein konkretes Angebot von Seiten eines Labels, doch wir stehen ja noch am Anfang unseres Schaffens und unserer Entwicklung. Und, die dritte Scheibe kommt bestimmt … <<
Wie waren die Reaktionen seitens Presse und Fans auf diese beiden CDs?
>> Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, das Feedback war aber überwiegend Positiv. Die Printmedien sind leider nicht so zahlreich auf unsere Scheiben angesprungen, was jedoch die äußerst positiven Online - Reviews und die zahlreichen Top 10 Positionen in den Internet - Charts wieder ausgleichen, ganz zu schweigen von unserem stetig ansteigenden, fantastischen Livepublikum! <<
Wie beurteilt Ihr die musikalische Entwicklung der Band von "In the room of lights" hin zu "…between light and shadow"? Was hat sich verbessert?
>> Der Kern der Weiterentwicklung liegt am Willen und auch so manchem Verzicht der einzelnen Musiker, alles für die Musik zu tun, und auch mal die eine oder andere Annehmlichkeit dafür sausen zu lassen. Die Band ist im Laufe der Zeit weiter zusammengewachsen, routinierter, und auch aus so manchem Fehler schlauer geworden. Nicht zuletzt der Line Up-Wechsel an Keys und Bass brachte neue Möglichkeiten zum Experimentieren, zumal mit Frank nicht nur ein neuer Basser, sondern auch eine sehr variable Stimme hinzukam. <<
Das Image von Licht und Schatten scheint, nimmt man die Albentitel als Masstab, für Basilisk einen hohen Stellenwert zu besitzen. Was verbindet ihr mit diesen beiden Begriffen?
>> Die Dualität der Dinge … schwarz und weiß, gut und böse, Liebe und Hass, Freud und Leid, Licht und Schatten eben. Alles im Leben hat zwei Seiten, und nicht selten sitzt man selbst zwischen zwei Stühlen. Wir versuchen beide Seiten aus der Sicht, in welcher man sich am häufigsten befindet, darzustellen … aus der grauen Mitte. Man gleitet von einem Extrem in das Andere, und landet doch irgendwie immer wieder in der Normalität. In unserer Musik wollen wir dies zum Ausdruck bringen. In Melodie, Geschwindigkeit, Melancholie, Aggressivität, flüstern, schreien, träumen, tanzen … <<
Ist diese Symbolik auch kennzeichnend für die musikalische Richtung der Band, die sich ja in der Schnittmenge aus Power und Gothic Metal bewegt?
>> Hmm, wenn die Frage so gemeint ist, ob für uns der Poweranteil das Licht, und der Gothicteil der Schatten ist, müssen wir wohl zugeben, dass wir das so im direkten Vergleich noch gar nicht betrachtet haben. Der Überbegriff Melodic-Gothic-Power-Metal ist eigentlich entstanden, weil wir uns nicht als reine Gothicband sehen, uns aber auch kein passendes Genre eingefallen ist. Die Licht und Schatten - Symbolik, und somit auch die Titel der Alben, ist mehr oder weniger aus den Texten und den Gefühlen, welche die Songs vermitteln, entstanden. <<
Textlich scheint Ihr gerne bestimmte Dinge in Frage zu stellen: die Liebe in "Sense of Words", das Leben und den Tod in "New Harmony" oder Träume und Fantasien in "Fantasy". Weiterhin lässt sich eine Tendenz ausmachen, bestimmte Dinge zu hinterfragen: was erwartet uns in der Ewigkeit in "Dark Side of the Moon" oder den "Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen" in "Dämmerung". Könntest du bitte jeweils kurz zu den entsprechenden Songs Stellung nehmen?
>> Das können wohl am besten unsere zwei Sänger und Texter beschreiben … <<
Frank: >> "Sense of Words" handelt von einer unerreichbaren Liebe, welche aber so stark ist, dass man die geliebte Person geistig ständig vor sich sieht und von Ihr träumt. Allein der imaginäre Blickaustausch fasziniert in einem Maße, dass man in eine andere Welt abdriftet. "Dark Side of Moon" erläutert die Existenz einer dunklen Seite, die permanent versucht, Dich in ihren Bann zu ziehen. <<
Sixten: >> "New Harmony" erzählt schlicht und einfach von einer Menschheit, welche ständig über Liebe und Vertrauen redet, sich aber tatsächlich nur in Hass und Mistrauen begegnet. In letzter Instanz führt dies zu Kriegen für "Freiheit" und zum Töten zur Sicherung des "Friedens". Ist das Liebe? Die Zeit rast davon und Du denkst nicht darüber nach, dass mit jedem Sonnenuntergang sich Dein Leben ein Stück dem Ende genähert hat. Wenn man so will, befinden wir uns in einer ständig dunkler werdenden "Dämmerung", welche letzten Endes in der ewigen Finsternis endet : der Nacht - dem Tod. Was "Fantasy" betrifft, finden wir, dass der Name eigentlich alles ausdrückt. Nicht wir wollen mit diesem Instrumentalsong etwas sagen, sondern jeder kann bei "Fantasy" die Augen schließen und seiner Fantasie freien Lauf lassen, seine eigenen Eindrücke zu einer individuellen Geschichte zusammenfügen. <<
Basilisk besitzen offensichtlich einen recht hohen lokalen Bekanntheitsgrad, doch darüber hinaus scheint dieser auch im Hinblick auf Konzerte relativ gering zu sein. Was sind die Hauptgründe hierfür?
>> Nun, wir wollen unsere Musik ausbauen und unser Genre erweitern, und zudem interessant für das Publikum bleiben, also öfters mal was neues bieten, und unser Publikum nicht mit der Zeit langweilen. Hier ist weniger oft mehr. Zudem versuchen wir, die "Sommerpause", in welcher, zumindest bei uns hier in der Gegend, das Publikum recht "Konzertscheu" zu sein scheint, immer als Kreativpause für neue Ideen und Inspirationen zu nutzen, denn wenn wir uns weiterentwickeln, entwickelt sich auch unsere Musik weiter. <<
Was sind eure weiteren Zukunftspläne mit Basilisk?
>> … unsere Träume verwirklichen zu können … <<
http://www.basilisk.de
Michael Kuhlen


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