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MAGAZIN :: Vergessene Pe ....

Vergessene Perlen: PAYNE`S GRAY - Infinity (1991/1998)

PAYNE`S GRAY
INFINITY
EIGENPRODUKTION

Manche Tage sind einfach perfekt. Nicht nur, dass ich letzten Montag nach einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder meine Lieblinge von Psychotic Waltz live erleben durfte, vor der Location in Frankfurt traf ich auch noch Hagen Schmidt, seines Zeichens Sänger von PAYNE`S GRAY, der mir netterweise diese "Infinity"-CD schenkte. Das Demo sollte jedem Progger ein Begriff sein, ist es doch eines der besten deutschen Prog-Metal-Demos überhaupt. Das Ding wurde 1991 veröffentlicht und 1998 als CD, mit dem Bonustrack ´The Peak´, neu aufgelegt. Das ging damals irgendwie an mir vorbei, da ich die Band nach ihrem genialen "Kadath Decoded"-Konzeptalbum 1995 leider aus den Augen verlor, vielleicht auch, weil ich seiner Zeit nach Australien ging und sich die Band kurz nach meiner Rückkehr bereits aufgelöst hatte. Dies ist überaus bedauerlich, denn die Karlsruher passten mit ihrem Stil irgendwo zwischen early-Dream Theater, Fates Warning, Shadow Gallery und Psychotic Waltz genau in mein Beuteschema. Die vier Demotracks sind absolut virtuos und geprägt von halsbrecherischen Duellen zwischen Jan Schröder an der Gitarre und Tomek Turek an den Keyboards. Der Songtitel ´The Duellists´ ist also Programm. Hagens hoher und ausdrucksstarker Gesang passt zu dieser Art von Musik wie die viel zitierte Faust auf`s Auge. Gleichwohl ist es das Instrumental ´Unison´, welches mit seinen wunderschönen Flöten- (Jan) und Piano-(Tomek)Tönen, den tiefsten Eindruck hinterlässt. Es geht halt nichts über eine klassische Ausbildung, die im Metal nun einmal eher selten anzutreffen ist. Bei ´The Peak´ war Tomek schon nicht mehr mit von der Partie und Rüdiger Blank hat die Synthies beigesteuert. Daniel Hermann ersetzte Axel Baudendistel am Schlagzeug. Neben Hagen und Jan war nach wie vor Martin Mannhardt am Bass dabei. Das Stück ist im Gegensatz zu den überwiegend pfeilschnellen Demotracks, wie dem Opener ´...To End Infinity´, im Midtempo gehalten. Am ehesten knüpft es noch an das majestätische ´Crystal Palace´ an. Soundtechnisch merkt man deutlich, dass sieben Jahre zwischen den Aufnahmen liegen. Es wäre spannend zu wissen, wie sich PAYNE`S GRAY entwickelt hätten, wenn man sich Ende der Neunziger nicht aufgelöst hätte. Bemerkenswert, dass die Badener trotz ihrer recht kurzen Schaffensperiode und nur zwei Veröffentlichungen einen solch tiefen Fußabdruck in der deutschen Progszene hinterlassen haben. Wenn ich mir beispielsweise das METRICAL CHARMS-Demo von 1995 anhöre, ist der Einfluss von PAYNE`S GRAY kaum zu überhören und deren Sänger Greg Keller stand später immerhin bei SIEGES EVEN hinterm Mikro. Danke für Eure Musik, Jungs! Ihr habt Euch damit selbst ein Denkmal gesetzt.
AF.


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