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MAGAZIN :: DRIVING MRS. ....

DRIVING MRS. SATAN, 08.04.2016, Dortmund - Pauluskirche


Dortmund - Pauluskirche

08.04.2016
Ein außergewöhnliches Konzert einer extraordinären Band unter unüblichen Rockshow-Bedingungen...so viel sei hier als Fazit schon einmal vorweg genommen.

DRIVING MRS. SATANs „Popscotch”-CD (2013) und das aktuelle Album „Did You Mrs. Me?“ sagten mir mit ihrer Cover-Mentalität der Cocktail-Lounge-Mixtur ’Hellsongs meets Maiden United’ sehr zu, so dass mir die Ankündigung einiger Tourdaten gerade recht kam, zumal sich hierbei die Gelegenheit ergab die Pauluskirche als Konzertterritorium zu erschließen. Ist doch immer wieder schön in der eigenen Gig-Karriere neue Orte zu besuchen...

Am Kirchenschaukasten als „Heavy-Metal-Konzert“ angekündigt, staunten Kumpel Macke und meine Wenigkeit nicht schlecht, als wir die ’Menge’ der rund sechzig Besucher mal in Augenschein nahmen und die später in der Ansprache des örtlichen Pfarrers auch zum Teil direkt begrüßend erwähnt wurden: Freiwillige des örtlichen Kirchenkreises, Stammpublikum der (durchaus zahlreichen) Pauluskirchen-Events, ein paar TrägerInnen adretter Abendkleidung, die die Band wahrscheinlich zuvor beim ’Titel Thesen Temperamente’-Kurzbericht kennengelernt hatten, Abgesandte der Lokalpresse sowie einige Asylsuchende, die in einer Einrichtung neben der Pauluskirche untergekommen sind. Eine bunte Truppe also, und Macke und ich im Metal-Shirt und textsicher mittendrin, als das italienische Quartett bei fabelhafter Akustik in die erste Sethälfte einstieg. Zuvor hatte der - äußerst sympathisch wirkende - Pfarrer in einer Ansprache noch erwähnen können, dass man als progressiver Teil der Gemeinde trotz aller Veranstaltungen, von der AC/DC-Coverband bis hin zur Diskussionsrunde unterschiedlicher Religionsanhänger, schon arg mit dem konservativen Part der Gemeinde ringen musste, um das Wort ’Satan’ im Programmflyer drucken zu können...

Ich konnte mich eines Schmunzelns nicht erwehren, als fortan Klassiker wie „Hells Bellls“, „South Of Heaven“, „Hungry For Heaven“, „For Whom The Bell Tolls“ oder „Killers“ durch die Gemäuer drangen. Zum Schmunzeln blieb aber vor lauter Genuss kaum Zeit, denn die eine oder andere Gänsehaut stellte sich ob der feinen Arrangements, der geschmackvollen Performance (eine Ohrenweide: Giacomo Pedicini am Kontra- bzw. Doublebass und Piano) und vor allem auch aufgrund des vollkommen einnehmenden Gesangs der bezaubernden Frontfrau Claudia Sorvillo ein. Metallica, Maiden, Anthrax tauchten dabei gleich mehrfach in der Playlist auf. Als ganz groß empfand ich „Caught in a Mosh“, „Battery“ und „Caught Somewhere In Time“. Wie schön ist doch Heavy Metal, in jeglicher Form.
Pause, ab in den Kirchgarten, wo die Wurst schon auf dem Holzkohlegrill wartete und eine umfangreiche Getränkeauswahl aus einer Garage heraus angeboten wurde. Hier weiß man wie’s geht, die entspannte Atmosphäre lud zum Verweilen ein und ließ den Break wie im Zeitraffer vergehen.

Im zweiten Teil der dann insgesamt neunzigminütigen Show nahmen DRIVING MRS. SATAN nicht minder gefangen. „Peace Sells“ und Voivods „The Unknown Knows“ sind mir dabei als intensivste Ohrenschmeichler in Erinnerung geblieben. Bei der hoffentlich bald erfolgenden, nächsten Gastspielreise sollten sich aber definitiv deutlich mehr Metal-Fans auf den Weg dieser HM-Pilgerreise begeben.

Oder wie sagte der Pfarrer so schön, als er die Besucher in den noch kalten Abend verabschiedete: „Wenn die Hölle so mitreißend und sexy ist wie diese Band, dann würde ich auch dort einfahren wollen, wenn es sie denn gäbe, denn ich glaube nicht an die Hölle.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Amen (ohne attack).
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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