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MAGAZIN :: LEPROUS / VOY ....

LEPROUS / VOYAGER, 06.04.2016, Essen – Turock


Essen – Turock

06.04.2016
Avanciert das « Turock « zur neuen « Zeche » ? Ruhrpott-Konzertgänger sollten in diesem Zusammenhang das Dilemma mit Anfangszeiten vor offiziell verkündetem Beginn noch kennen... Als ich jedenfalls zum annoncierten Beginn (20 Uhr) eintraf, räumte der Opener EARTHSIDE bereits das Equipment von der Bühne. Schade. Zum Glück waren nicht VOYAGER als Einheizer gesetzt, denn die Alben der Australier stehen bei mir hoch im Kurs und 2014 war ich leider genau an jenem Tag beim ProgPower-Fest abwesend, als die Mannen um den deutschstämmigen Sänger Daniel aufspielten.

Fairer Weise bekam das Quintett beinahe eine Stunde Spielzeit zugesprochen und erwischte gleich mit den beiden Hookline-Monstern „Momentary Relapse Of Pain“ und „Stare Into The Night“ einen traumhaften Einstieg. Die geschickt mit veritablen Knallern gespickte Setlist fußte vor allem auf dem noch aktuellen „V“-Longplayer sowie meinem Lieblingsalbum „The Meaning Of I“, zum Glück wurde das zum Mitsingen einladende „I Am The Revolution“ dann aber auch nicht vergessen und durfte sich zum Abschluss noch in die Hirnrinden fräsen. Die Band wirkte hochmotiviert, spielerisch enorm versiert und mit großer Spielfreude gesegnet, speziell Daniel, der sich nicht nur ab und an ein Keyboard umschnallte, sondern das Publikum fortlaufend mit deutschen und englischen Ansagen anfeuerte und dabei sehr sympathisch sowie authentisch wirkte. Der Mix aus Prog, Power, elektronischen Elementen (vom Band) und enorm poppigen Hooks zündete auf den Bühnenbrettern dabei deutlich härter und experimenteller als per Konserve. Diese rundum überzeugende Show dürfte VOYAGER sicherlich zahlreiche neue Fans beschert haben!

LEPROUS sah ich im Rahmen ihrer „The Congregation“-Tour nun zum zweiten Mal, und ich würde nicht zögern mir unmittelbar wieder eine Show der Norweger zu geben (oder besser: gönnen!). Wer es an einem Mittwochabend schafft rund zweihundert Besucher, vom Altproggie über gestandene Progressive-Metal-Freaks bis hin zum Abi-Progger, zu faszinieren und zu kollektiven Jubelstürmen zu bewegen, macht definitiv so einiges richtig. Die extrem eigenständig agierenden Norweger konzentrierten sich auf ihre beiden letzten Werke „Coal“ und „The Congregation“, lediglich „Bilaterial“ wurde zudem kurz angerissen. Die Mischung aus entrückt wirkendem Stageacting und wilder Ekstase wusste zu fesseln, die über vier Flachbildschirme abgespielten Videoprojektion taten ihr Übriges, um den avantgardistischen Anspruch der Band zu unterstreichen. Blickfang war hierbei einmal mehr Sänger / Keyboarder Einar Solberg, der Mike Patton des Modern Prog, der sich durch das Set kreischte, wisperte, kopfstimmte (Verb des Monats!) und mich erneut zu dem Schluss kommen ließ, dass die Prog-Szene weitere Unikate vom Kaliber dieses (immer noch) jungen Künstlers gebrauchen könnte.
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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