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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DEVIN TOWNSEN ....

DEVIN TOWNSEND PROJECT, 26.03.2015, Bochum – Matrix


Bochum – Matrix

26.03.2015
Was nimmt man als Devin-Townsend-Fan nicht alles auf sich? Ob der zahlreichen Projekte und unzähligen Drehungen und Wendungen des kreativen Genies stellen sich zwar keine manischen Vorfreuden mehr ein, wenn Devin neues Material ankündigt, aber für HevyDevy pilgere ich nicht nur zum Zoll, um mal wieder irgendwelche ’official bootlegs’ oder ’unplugged-CDs’ abzuholen, sondern gar mal wieder in die „Matrix“, obschon die dortigen Rahmenbedingungen selten Anlass für Top-Shows und seit jeher Anlass für Klagen liefern. Siehe und höre...auch bei Townsends Gastspiel kickten - wie erwartet - weder der Sound im schlauchförmigen Kellergewölbe noch machte es sonderlich viel Vergnügen im prall gefüllten Auditorium dicht gedrängt und mit relativ bescheidener Sicht auszuharren. Aber, um auf die Eingangsfrage zurückzukommen, was nimmt man als Devin-Townsend-Fan nicht alles auf sich?

Yep, auch zwei reichlich entbehrliche Opener: SHINING mit ihrem ’Black Jazz’ nervten mich schon nach wenigen Minuten mit ihrem pseudo-intellektuellen Avantgarde-Noise inklusive dissonanter Saxophon-Klänge und PERIPHERY, die offensichtlich eine durchaus beachtliche eigene Fanschar aktiviert hatten, langweilten mit mit ihrer Unentschlossenheit (kruder Mix aus Möchtegern-Meshuggah, dem (misslungenen) Versuch sphärische und gleichzeitig eingängige Gesangslinien zu zaubern und vorhersehbaren Nu/Modern-Passagen) bzw. ihrem belanglosen Songwriting. So konnte ich mich nach 45 Minuten umgehend nicht mehr an eine einzige Passage, Melodie oder was auch immer erinnern. Dann schon lieber Tesseract.

DEVIN TOWNSEND ließ in der Umbaupause erst mal Ziltoid über die Videoleinwand flimmern und überraschte dann in der sich anschließenden, neunzigminütigen Rundreise durch seine umfangreiche Diskographie mit einigen faustdicken Überraschungen; persönliche Faves wie „Night“ (von ’Ocean Machine’) oder „Storm“ (von ’Accelerated Evolution’) hatte ich ebenso wenig erwartet wie den ’Physicist’-Brecher „Namaste“. Offensichtlich wurde hierbei jedoch, dass der Großteil der Fans Devin wohl eher später entdeckt haben dürfte, denn gerade eine fantastische Nummer wie „Night“ erhielt die schwächsten Reaktionen des gesamten Abends und selbst „Life“, jener smarte Monster-Hit, der leider niemals ein Hit wurde, konnte nur verhaltene Begeisterung auslösen. Stattdessen feierte das Gros der rund siebenhundert Anwesenden eher die Albernheiten von „Lucky Animals“ oder schwelgte beim kitschigen „Ih-Ah!“ in leicht distanzierter Sentimentalität. Jedem das Seine. Ansonsten lebte meine X-te Townsend-Show - wie gehabt - von der ansteckenden, vollkommen allürenfreien und selbstironischen Performance des Meisters. Auch die fortlaufenden Projektionen verfehlten nicht ihre Wirkung, gerade bei „Addicted!“ und „March Of The Poozers“ lohnte es sich die Musiker mal außer Acht zu lassen und eher in die Verquickung von Klang und Bild einzutauchen. Nach „Kingdom“ taumelten jedenfalls Alt- wie Neu-Fans glücklich in den kalten Märzabend. Wiederkommen werden sie bei der nächsten Tour mit ziemlicher Sicherheit alle...
Christoph Lücker - Pics:


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