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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BONFIRE

BONFIRE
Bonfire
Mike Tramp
Are

Zeche Carl-Essen

08.04.2002
Da wollte wohl einer jemandem einen Gefallen tun, oder wie lässt es sich erklären, dass eine drittklassige und völlig unbekannte Combo, die fast ausschließlich Cover-Songs interpretiert, bei solch einem starken Package im Billing auftaucht? Die Rede ist vom Opening-Act Are, die als Trio fungierten und selbstgefällig (zumindest der Sänger) bis desinteressiert (auf jeden Fall der Basser) ca. eine halbe Stunde lang das Publikum in Fahrt bringen wollten. Wie soll das gehen? Abgehakt.
Kommen wir direkt zum schönen Teil des Abends. Mike Tramp triumphierte mit starker Begleitband auf ganzer Linie. Der Auftritt war ein völliger Erfolg und für das hungrige bis schmachtende Publikum war es völlig egal, ob gerade Solo-Material gespielt wurde oder ob, was mir besser gefiel, das alte White Lion Programm aufgefahren wurde. Ok, bei Stücken wie „Little Fighter“ oder „Love Don`t Come Easy“ gab es schon einen feuchten Schlüpfer mehr, aber Mike konnte am hiesigen Abend in kein Fettnäpfchen treten. Bei der späteren Autogrammstunde fragte ein jüngeren Bengel zur Erheiterung aller anwesenden, ob Mike früher bei White Lion gesungen hätte. Also ehrlich, diese Computer-Kids, ts ts ts. Zuerst war ich überzeugt, das gerade noch der heimliche Headliner auf der Bühne stand. Doch ich wurde gleich eines besseren belehrt, denn Bonfire erlebten ein traumhaftes Publikum.
Man bedankte sich mit einem Auftritt par excellence. Es ist erstaunlich wie tight diese Formation agiert, als wenn sie schon immer zusammen gewesen wäre. Alte und neue Hits wurden gleichermaßen berücksichtigt und das finde ich sehr wichtig. Die Tracks der letzten beiden Alben „Fuel To The Flames „und „Strike Ten“ sind nämlich ebenso stark wie das Material aus den 80er Jahren. Zu oft tümmeln sich viele Bands live zu sehr in ihrer Vergangenheit. Ich weiß auch nicht wo ständig das Gerücht herkommt, dass alle Fans immer die selben Hits auf jeder Tour hören wolle. Ich habe schon einige Fans gesprochen die da völlig anders denken. Bonfire haben den Vorteil eines ausdrucksstarken und unheimlich publikumsnahen Sänger. Das einzige, was Claus Lessmann ändern könnte, wären die Ansagen zu den Songs. Die kann man nach dreijähriger Wiederholung schon auswendig. Aber das spielte heute keine große Rolle. Die Band war in Topform, brachte den Saal zum kochen und animierte jung und alt zum mitsingen. Als dann bei der Ballade „Give It A Try“ das Publikum den Einsatz verpasste und es überraschenderweise mucksmäuschenstill war, ergriff ich die Gelegenheit, voller Inbrunst ein Solo zu schmettern, was von gesamter Band und dem Publikum tosend honoriert wurde. Das musste ich jetzt mal loswerden. Danke. Mit Zugaben wurde nicht gespart, so dass auch der letzte Fan absolut zufrieden und völlig erschöpft nach Hause ging.
Steve Burdelak - Pics: Steve Burdelak


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