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ANTIMATTER, 24.10.2014, Helmond - Cacaofabriek


Helmond - Cacaofabriek

24.10.2014
Am 24.10.2014 galt es sich zu entscheiden: ab nach Essen und der Einladung Metal Blades folgen, um In Solitude zu sehen, die immerhin mein Top2-Album 2013 veröffentlicht haben? Oder doch nach Holland starten, um eine „Leaving Eden“-Show Antimatters zu genießen? Ok, ich gebe zu, dass es eigentlich gar nicht schwer war die Wahl zu treffen: Richtung Helmond, denn dieses spezielle Highlight durfte ich einfach nicht verpassen und dank Prophecy Productions war auch hier die Gästeliste schnell eingetütet. Die „Cacaofabriek“ entpuppte sich als eines jener neu gebauten, mittlerweile für Holland typischen Kulturzentren. Ein großer Komplex, offenherzig hergerichtet mit zahlreichen Glasfronten, einem großen, schicken gastronomischen Bereich und mehreren Veranstaltungsräumen. Ab in den ’Popzaal’ um den Opener FOSSIL EVOLUTION zu begutachten...

Das Flandern-Quintett hatte ein Debütalbum und Verwandtschaft bzw. Freunde im Gepäck sowie eine Familienbesetzung on stage. Bis auf den Keyboarder handelte es sich nämlich um drei Brüder, geschätzt zu Beginn ihrer Zwanziger, die offensichtlich von ihrem Vater am Bass & Gesang auf den Artrock-Trip gebracht wurden. Der Beginn mit einigen ungwöhnlichen Tempowechseln und überraschenden Arrangements ließ auf Gentle-Giant-beeinflussten Frickel-Rock hoffen, im Verlaufe des Sets gab es jedoch immer mehr gewöhnlichen Neo-Prog um die Ohren - nebenbei gesagt in einem superben Klanggewand; Kompliment an den Mischer! Letztendlich war ich daher froh den mich irgendwann langweilenden, arg typischen Progressive Rock Fossil Evolutions nach rund fünfzig Minuten überstanden zu haben.

ANTIMATTER waren bereits im Oktober 2013 (auf Tour mit SWALLOW THE SUN & THE FORESHADOWING) ein echtes Bühnen-Highlight, und mit dem speziellen Vorhaben “Leaving Eden” in seiner Gesamtheit aufzuführen, konnte der Helmond-Gig eigentlich nur noch mehr Gänsehäute hervorrufen. Und so kam es dann auch im ersten Teil der Show: die simplen, aber umso eindringlicheren Melodien gingen direkt unter die Haut, luden zum Schwelgen und Genießen ein, trugen wahlweise hinfort oder verankerten mit ihrer lyrischen Direktkeit, mit Erfahrungen, die jeder von uns auf seine eigene Art und Weise gesammelt hat, im Hier und Jetzt. Als persönlich ergreifendste Momente des Werkes, das laut Mick Moss in einer Phase des nervlichen Zusammenbruchs während eines halben Jahres entstand, in dem er kaum seine Wohnung verließ, entpuppten sich auch im Konzertsaal „Conspire“, „Ghosts“, „The Freak Show“ sowie – und vor allem! – der Titeltrack „Leaving Eden“.
Im Anschluss an diese fesselnde Darbietung setzten Antimatter bei ebenfalls sehr guten Sound-Verhältnissen zu einem kleinen Streifzug durch weitere Schaffensmomente an. Gastsängerin Vic Anselmo schnappte sich das Mikro für einige Songs und mit „War“ gewährte Moss einen Ausblick auf das Ende Oktober erscheinende Album seines neuen Projektes Sleeping Pulse. „Paranova“ und „Monochrome“ vom immer noch aktuellen „Fear Of A Unique Identity”-Dreher gebärdeten sich als meine eindeutigen Favoriten des zweiten Setlist-Parts.

Als die Engländer nach rund neunzig Minuten noch eine hochklassige, rund zehnminütige Verbeugung vor Pink Floyds „Welcome To The Machine“ nachlegten, konnte ich nur zu dem Fazit kommen, dass sich meine Entscheidung nach Helmond zu pilgern, als goldrichtig erwiesen hat. Der Gänsehaut-Faktor hätte kaum höher liegen können. Und auch wenn ich den werten Kollegen Buchhold keinesfalls verärgern möchte, komme ich wiederum nicht umhin festzustellen, dass Antimatter seit zehn Jahren die deutlich besseren Anathema sind.
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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