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MAGAZIN :: Index: 'A' :: A PALE HORSE ....

A PALE HORSE NAMED DEATH, 27.02.2014, Essen – Turock


Essen – Turock

27.02.2014
Über die Jahre hat man schon unzählige Acts gesehen, A PALE HORSE NAMED DEATH standen bislang allerdings noch nicht auf meiner livehaftigen Speisekarte, obschon ich ihre beiden Alben guten Gewissens positiv besprochen und in meine Sammlung eingereiht habe. Keine Frage also, dass ich an einem Donnerstag inmitten der unsäglichen Karnevalszeit zum Essener ’Turock’ pilgerte, um mir eine Anti-Dosis zur terminlich angesetzten Pseudo-Fröhlichkeit einzufangen. Nur wenige Narren kreuzten unseren Weg zur Eingangspforte, nur wenige schwarz gewandete Fans bevölkerten indes auch den Innenraum des Clubs, als der Opener BLOOD RUNS DEEP seinen vierzigminütigen Set startete, der vor allem zur Promo des taufrischen „Into The Void“-Silberlings genutzt werden sollte. Mir persönlich war der Goth-Doom-Mix , mit Keyboard-Teppich und gelegentlich harschen DoomDeath-Ausflügen garniert, deutlich zu bieder bzw. fade, zumal die Vocals beim Schweizer Quartett eher als Schwachpunkt denn als Krönung der Performance durchgehen. Lasst es mich so sagen: ich habe in der Historie des ’Doom Shall Rise’-Festes z.B. schon bedeutend schwächere Düster-SloMo-Acts gesehen, aber auch schon zahlreiche hochwertigere Combos…

Sal Abruscato dürfte nicht wenigen unter Euch noch als Drummer von Life Of Agony sowie Taktgeber einer frühen Type O Negative-Inkarnation bekannt sein, zeichnet bei A PALE HORSE NAMED DEATH aber für Vocals und Gitarren verantwortlich. Zweiter kreativer Mentor der auf dem bleichen Pferd des groben Schnitters anreitenden und live als Quintett – inkl. Type O-Trommer Johnny Kelly – agierenden US-Formation, ist Seventh-Void-Klampfer Matt Brown. Musikalisch gibt es die dunkle Welle aus Type O-Schwermut, Alice In Chains-Melancholie und Life Of Agony-Farbtupfern zu erleben und dank einer intensiven Performance zu spüren. Das Gleichgewicht aus Tristesse und Abrocken pendelt sich gekonnt ein, Doom und Goth treffen latent depressiven Grunge Metal. Sal schafft es dabei während der Songs emotional ab- und einzutauchen, um im Rahmen seiner Ansagen Sarkasmus und kruden Tour-Humor durchblitzen zu lassen. So kündigt er „Shallow Grave“ als den Hit an, der ihn reich und berühmt gemacht habe (erst letzte Woche hätte er sich von der Kohle eine Insel gekauft….) oder fordert am Ende des tieftraurigen „Die Alone“ ’Schnitzel für alle!’. Die rund achtzigminütige Show stützt sich gleichermaßen auf Material des Debüts „And Hell Will Follow Me“ (u.a. „Cracks In The Walls“, „Heroin Train“ oder „Die Alone“) sowie des Nachfolgers „Lay My Soul To Waste“ („The Needle In You“, „Killer By Night“, „Devil Came With A Smile“ oder „Shallow Grave“). Doom-Goth-Alternative-Metal-Rock der gehobenen Klasse funktioniert im Falle von A PALE HORSE NAMED DEATH also auch auf den Bühnebrettern hervorragend, was die nicht ganz dreistellige Anzahl an Fans, die sich zum Glück alle vor der Bühne einfinden, ähnlich sieht wie der Obliveon-Rezensent. Horns up!
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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