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MAGAZIN :: Index: 'A' :: AXEL RUDI PEL ....

AXEL RUDI PELL - Bochum, Zeche
AXEL RUDI PELL
SOUL DOCTOR



05.05.2002
Ich will ja nicht als Meckerarsch in die Annalen der Musikpresse eingehen, aber langsam sollten sich so einige Bands Gedanken über ihre Live-Fotos machen. Bei Axel durfte nicht geblitzt werden, da eine DVD gedreht wurde, bei Rhapsody durfte keiner in den Fotograben, da angeblich gefährliche Pyros vorne an der Bühne eingesetzt werden sollten, die dann ausblieben, bei Savatage darf man nur die ersten drei Lieder knipsen, aber der neue Sänger stimmt erst ab Lied vier ein, wenn Mr. Oliva erstickt ist und bei den meisten restlichen Bands ertrinkt man im Bühnennebel. Aber es gab auch Positives zu verzeichnen.
So öffnete die Zeche beim heutigen ausverkauften Gig zeitig die Tore, so dass gewährleistet war, das jeder das Konzert von Beginn an sehen konnte. Und mit ausverkauft ist diesmal auch nicht das gemeint, was man vor geraumer Zeit bei Savatage in der Zeche erleben musste, indem man sich beinahe totgetrampelt hat, da ein paar Tickets zuviel unters Volk gemischt wurden. Den Anfang machten Soul Doctor, deren Mitglieder sich ihre Sporen bei so prominenten Bands wie Bonfire und Fair Warning verdient haben. Von der Gruppe hatten zwar noch nicht viele Zuschauer gehört, doch schafften sie es mit ihrem kernigen Rock und den Songs des selbstbetitelten Debüt-Albums das Gros der Menge in ihren Bann zu ziehen. Leider war das Stage-Acting etwas unausgegoren, was aber wohl der verkleinerten Bühne in die Schuhe geschoben werden darf.
Tracks wie der Titel-Song „Soul Doctor“, „Shake `Em On Down“ oder „Goodbye” fanden mehr als nur Höflichkeitsapplaus, und das aus gutem Grund. Die Zeit des Vorprogramms wurde gänzlich ohne Filler abgewerkelt. Hoffentlich schaffen die Jungs es bei Zeiten zum Headliner. Dass Axel Rudi Pell und seine Mitstreiter den schon sehr guten Gig aus dem letzten Jahr noch toppen könnten, hätte ich nicht für möglich gehalten. Natürlich, man zeichnete eine DVD auf, aber das alleine kann niemals ein Garant für ein absolut perfekt gelungenes Konzert sein. Die Musiker präsentierten sich als fehlerlose und arschtighte Einheit mit jede Menge Charisma. Und das gilt für jedes einzelne Mitglied, das immer genügend Spielraum eingeräumt bekam, um seine Persönlichkeit geltend zu machen.
Da wäre Keyboarder Ferdy Doernberg, der nicht nur als spielerischer Virtuose auftrumpft sondern ständig seine ausgeflippten Keyboard-Aerobic-Einlagen zum Erheitern des Publikums parat hat. Drummer Mike Terrana bedarf wohl keiner Vorstellung mehr. Wer den Mann bis jetzt in der Metal-Szene verpasst hat, steht wohl eher in der ersten Reihe bei Bro`sis. Ich warte eh bei jedem seiner Gigs sehnlichst auf das Drumsolo. Diesmal versprach er, das Kit völligst zu zerlegen, musikalisch versteht sich. Dass es ihm gelingen würde, stand für mich außer Frage. Basser Volker ist der Fels in der Brandung und Sänger Johnny ist einfach nur zu beneiden. Ein makelloser Körper (denkt jetzt nichts falsches...) und eine Stimme wie Gott. Er gehört, auch wenn er diesmal wieder den Song „Hot Cherie“ seiner alten Stammcombo Hardline ausliess, zu den besten Sängern, die unser Universum zu bieten hat.
Meister Axel hat alles fest im Griff und ist eher selten als Bandleader zu erkennen, da er sich mehr als fünftes Mitglied im Team bewegt. Nur die ewigen „Axel“-Rufe lassen anderes erkennen. Der Gitarrist vermied diesmal auch die extremen Instrumental-Phasen als auch die oftmals verwendeten Cover-Versionen seiner Heroes. Diesmal gab es Axel pur, mit allen Klassikern und dem besten aus dem aktuellen Album. Eine Aufzählung der Tracks ist in diesem Falle eher unwichtig. Wer der Meinung ist, als Backgroundsängerin die ehemalige Laos-Frontröhre Gudi entdeckt zu haben, erhält hiermit die Bestätigung. Schlecht für die Band und gut für den Fan war der Aspekt, dass dem Dreh-Team ein Fehler unterlaufen war, was zur Folge hatte, dass ein Song der Show wiederholt werden musste. Wer sich von meiner Lobhudelei überzeugen möchte kann sich ja die bald erscheinende DVD oder Doppel-Live-CD zulegen. Ich wurde jedenfalls nach satten zwei Stunden zum ausschnaufen entlassen, bis man sich zum zweiten Teil des Abends mit den meisten Musikern im Bistro zum Plausch wiedertraf. Ein Aspekt, der in der Zeche vorbildlich und fast einzigartig ist.

Steve Burdelak - Pics: Steve Burdelak


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