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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CORNERSTONE

CORNERSTONE
Die Österreicher erobern Europa
Man kann es in der Tat so sehen, dass CORNERSTONE jetzt auch auf Europa gepolt sind, haben sie doch in der Vergangenheit sowohl die Staaten als auch das Heimatland erfolgreich bespielt. Ganz unbekannt ist die Band bei uns auch nicht mehr, nur sind die bisherigen Auftritte etwas rar gesät. Doch keine Regel ohne Ausnahme und wenn es nach CORNERSTONE geht, darf die Ausnahme gerne zur Regel werden. Anlass für dieses Interview ist die letzte Veröffentlichung der Band, die auf den Namen „Somewhere In America“ hört. Sowohl zum Album als auch zu diversen anderen Themen wurde die Gelegenheit genutzt, ein paar erhellende Fragen zu stellen.
Hallo und einen schönen Gruß nach Österreich! Wie geht es Euch?

Patricia: >> Danke, sehr gut! Schöne Grüße zurück! <<

Michael: >> Beste Grüße auch! Wir arbeiten im Moment am neuen Album, Liveauftritte und Festivals, auch in Deutschland, kommen rein… es könnte im Moment nicht besser laufen! <<

Der Grund für unser Interview ist Euer letztes Album „Somewhere In America“, welches eigentlich schon in 2011 veröffentlicht wurde, 2012 zu uns kam und bei obliveon.de erst 2013 mit einer Rezension bedient wurde. Ich gehe mal davon aus, dass „Somewhere In America“ noch nicht an Aktualität verloren hat und frage mal frank und frei, wie ihr Euch mit diesem Album im Gepäck fühlt?

Patricia: >> Es fühlt sich gut an. Wir sind jetzt schon seit einiger Zeit mit unseren Alben auf Tour und ich bin sehr zufrieden. Die Songs sind immer sehr gut bei unserem Publikum angekommen und das ist für mich das Wichtigste. Daran sieht man, dass sich die Arbeit im Studio gelohnt hat. <<

Interessanter Weise bietet diese Scheibe einige Fragen. So würde ich zum Beispiel gerne mal wissen, was es mit dem Beileger und dem darauf enthaltenen Spruch „Enjoy this unhip, uncool and un-sexy music!“ auf sich hat.

Michael: >> *Hahaha* Ich glaube, das war meine Idee! Entstanden ist das Ganze so: ich habe ein deutsches Magazin zugesandt bekommen, in dem wir unter anderem auch vertreten waren, und beim Durchblättern ist mit aufgefallen, dass es den ganzen Bands da drinnen in erster Linie darauf angekommen ist, „cool, sexy und hip“ rüberzukommen, was ich jetzt aber nicht unbedingt positiv meine: alle haben gleich ausgesehen. Alle schwarz angezogen. Böser Blick. Opulentes Bandlogo. Düstere Fotoumgebung. Und so weiter. Dabei haben die meiner Meinung nach null Authentizität und Wiedererkennungswert, das Foto der Band von Seite 3 konnte man problemlos mit dem Foto der Band von Seite 19 austauschen, ohne dass das großartig aufgefallen wäre. Wir wollten da einen Kontrapunkt setzen, in dem wir einfach gesagt haben: wir haben einen eigenen Stil… und in den Augen dieser ganzen austauschbaren Gruppen wirken wir dadurch wahrscheinlich wahnsinnig „unhip, uncool und un-sexy“. Das hat uns dann so gut gefallen, dass wir es gleich als Leitspruch für die Band verwendet haben... <<

Kommen wir mal zu Eurer Musik. Bereits beim Album „Head Over Heels“ hatte ich festgestellt, dass ich Euch musikalisch beim angerockten Pop einsortieren würde. Schöne Rocknummer wie der Opener ’Stay’ oder ’High And Low’ werden von poppigen Nummern flankiert, die sehr wohl nach Airplay schielen. Wie würdet ihr Euch selbst musikalisch beschreiben?

Patricia: >> Ich würde unsere Musik als eine Mischung aus Classic- und Melodic-Rock bezeichnen. Während sich unser erstes Album „Head Over Heels“ durch melancholischen und melodischen Gitarrenklang auszeichnet, lebt „Somewhere In America“ vorwiegend von der Mischung diverser Musikstile (z. B. Ska, Punk, 80er Rock und so weiter). Ein absoluter Stilbruch ist unsere Klavierballade ´Right Or Wrong´ - einer meiner persönlichen Favoriten des Albums. <<

Michael: >> Nun, ich glaube, wir ordnen uns in die gleiche Kategorie ein – musikalisch! – wie JOURNEY oder FLEETWOOD MAC. Die zählen zwar im Prinzip als „Rockbands“, haben aber stilistisch im Grunde alles ausprobiert. Das ist, denke ich, eine unserer Stärken und ob uns jetzt jemand das Etikett „Pop“, „Rock“, „AOR“ oder sonst was umhängen möchte, ist mir eigentlich egal. Ich glaube, es gibt prinzipiell nur zwei Arten Musik: die, die einem gefällt, und die, die einem nicht gefällt. <<

Wenn ich recht orientiert bin, dann lief es in den USA für Euch bisher ganz ordentlich, wenn man das so sagen darf. Wie sieht es dagegen in Europa, mal abgesehen von eurem Heimatland, aus, gibt es da noch Nachholbedarf?

Patricia: >> Ich kann mich nicht beschweren. Wir haben in der letzten Zeit sehr viele Konzerte in Österreich gespielt, unter anderem beim größten Open Air Festival Österreichs, dem „Donauinselfest“, was sehr viel Spaß gemacht hat. <<

Michael: >> In England läuft es für uns fantastisch, wir sind im Sommer zum mittlerweile sechsten Mal dort auf Tour, diesmal in etwa mittelgroßen Clubs, und auch wieder auf ein, zwei Festivals. In Resteuropa… ich sage mal so, in Deutschland und Österreich spielt Rockmusik generell eine eher untergeordnete Rolle, da ist es schwierig. Aber: it’s getting better! <<

Wie ich auf Wikipedia erfahren habe, habt ihr Anfang 2012 für den Song ’Right Or Wrong’ einen Award für die Ballade des Jahres vom britischen Rock-Realms-Magazin erhalten. Eine derartige Auszeichnung zu erhalten muss doch sicherlich einen besonderen Stellenwert für Euch haben?

Patricia: >> Natürlich! Die Nachricht kam damals ganz überraschend für mich. Man freut sich einfach riesig, wenn ein Song, den man selbst erschaffen hat - beziehungsweise Michael und Steve als Songwriter - Anerkennung bekommt. <<

Michael: >> Dazu gibt es eine kleine lustige Anekdote: als das englische Classic-Rock-Magazin „Somewhere In America“ bewertet hat, haben sie dem Album ein ganz ausgezeichnetes Feedback gegeben, zum Song „Right Or Wrong“ meinten sie jedoch, dass der besser beim Songcontest aufgehoben wäre… ich lasse jetzt mal dahingestellt, ob sie das positiv gemeint haben, aber auf jeden Fall haben wir uns den Spaß gemacht, und uns für die österreichische Ausscheidung beworben. Gesagt, getan – nach ein paar Wochen kam dann die Antwort, dass der Beitrag laut den Entscheidungsträgern „nicht berücksichtigt werden kann“. Etwa zwei Wochen später wurde genau dieser Song dann am zweitgrößten Musikmarkt Europas als „Ballade des Jahres 2011“ ausgezeichnet, was eigentlich im Endeffekt alles über die österreichische Musikszene aussagt. Der dann letztendlich von einer Jury bestehend aus selbsternannten „Experten“ ausgewählte Beitrag schlug sich ja dann auch ganz, ganz „hervorragend“, nämlich abgeschlagen auf dem letzten Platz mit 7 oder 8 Punkten. Wirklich ein Jammer, dass man offenbar nur in Österreich den Wert qualitativer und guter Musik erkennt, und die europäische Restbevölkerung sich in den letzten 45 Jahren regelmäßig „irrt“, die österreichischen Beiträge immer auf die letzten Plätze verweist… ok, aber genug des Sarkasmus jetzt… *lacht* <<
Welche Themen verarbeitet Ihr in den Lyrics und wie wichtig sind Euch die Texte bzw. wollt Ihr den Fans bestimmte Botschaften vermitteln?

Patricia: >> Jede Band hat etwas, das sie auszeichnet. Ich finde, dass Michael und Steve - die die Songs miteinander erarbeiten - eine besondere Mischung ergeben, die unserer Musik einen gewissen Touch beziehungsweise Wiedererkennungswert verleiht. Steve liefert seinen speziellen Gitarrensound und Michael ist prädestiniert dazu, Songtexte zu schreiben. An mir liegt es, unsere Songs dem Publikum zu vermitteln. Der Kontakt zu den Zusehern ist sehr wichtig bei einem Auftritt, da man Gefühle beim Singen authentisch rüberbringen muss. Man kann seine Zuseher nur dann mitreißen, wenn sie sehen, dass man selbst Spaß an seiner Musik hat und hinter dem steht, was man tut. <<

Michael: >> Im Grunde geht es meistens um Dinge, die in unseren Leben passieren beziehungsweise es beeinflussen. Die Hälfte der Songs auf „Somewhere In America“ handeln direkt oder indirekt von unserer 2009er USA-Tour, aber manchmal lasse ich mich auch zu anderen Themen hinreißen: so ging es in ´Something In The Way“ vom „Head Over Heels“-Album um einen Selbstmörder – was aber eine rein konstruierte Erfahrung ist, niemand hat bei uns jemals an Selbstmord gedacht. Aber ich wollte so was einfach einmal schreiben, im Endeffekt hat es ja dann auch sehr gut zur Musik gepasst... *lacht* <<

Wie teilt ihr Euch die Arbeit auf, schreibt einer die Musik, ein anderer die Texte oder bringt sich jeder mit ein?

Patricia: >> Michael und Stefan schreiben die Songs. Wenn sie der Meinung sind, dass ein Song soweit ist, präsentieren sie uns ihr Ergebnis und dann wird gemeinsam daran gearbeitet. <<

Ich habe gesehen, dass auch für 2013 einige Auftritte anstehen, neben den vielen Terminen in Österreich auch ein Termin in Deutschland, und zwar am 19.07. auf dem Open Air in Weigendorf. Gibt es darüber hinaus Bestrebungen, in Deutschland aufzutreten?

Patricia: >> Ich freue mich jedes Mal nach Deutschland zu kommen, Bestrebungen gibt es immer, da es viel mehr Rockmusik-Begeisterte gibt als in Österreich. <<

Michael: >> Mittlerweile spielen wir ein zweites Open Air, das „Winestock“ in Neustadt… und zwar entweder um 21:00 Uhr oder 22:00 Uhr am Samstag, ein sehr guter Slot also. It’s getting better, wie ich vorher schon erwähnt habe… *lacht* <<

Wie ich Euren absolvierten und anstehenden Terminen entnommen habe, spielt ihr auch gerne mal unplugged. Eure Musik und Patricias Gesang sind sicherlich prädestiniert dafür. Welche Bedeutung hat der unplugged-Auftritt für Euch?

Patricia: >> Danke für das Kompliment! Persönlich liebe ich unsere unplugged-Auftritte, weil man meiner Meinung nach die Feinheiten unserer Songs heraushören kann. Man achtet mehr auf Details wie Gesang, Text und Melodie. Vor allem ist es schön, wenn man zu dritt zusammengerückt auf der Bühne steht beziehungsweise sitzt. So ein Auftritt wirkt viel intimer und persönlicher als einer, bei dem man mit Schlagzeug und Verstärker Vollgas gibt. Für mich ist es jedes Mal ein Genuss. <<

Michael: >> Natürlich sind die großen Festivals und die großen Bühnen großartig, aber unplugged sind wir einfach näher am Publikum dran, man trinkt gemütlich, spielt, und unterhält sich dann mit den Leuten. Zudem ich auch hin- und wieder ganz gerne Akustikgitarre spiele, anstelle des Basses… *lacht* <<

Wie sind Eure Pläne für die Zukunft? Die Arbeiten am nächsten Album laufen bereits auf vollen Touren?

Michael: >> Im Mai gibt es wahrscheinlich eine neue Single, die aber vermutlich vorerst nur in England veröffentlicht wird, da sie für eine hiesige Charity-Organisation aufgenommen wird. Im Herbst starten wir dann mit den Aufnahmen für unser drittes Album, welches im Moment noch „Reflections“ heißt, was sich aber sicher noch ändern wird. Nun ja, bis dahin eben Auftritte, Festivals etc. Nächstes Jahr machen wir dann wieder eine große Tour, diesmal durch ganz Europa, eventuell auch durch die USA, das wird man noch sehen. <<

Es gab ja auch mal eine dänische AOR-Band namens CORNERSTONE. Namensprobleme gibt es in der Zukunft aber nicht, da habt ihr Euch vergewissert?

Michael: >> Das ist eine alte Geschichte *lacht*. Nun, Fakt ist, uns gibt es länger und wir haben die internationalen Rechte an dem Namen CORNERSTONE. Zum Glück haben wir das damals gleich ein oder zwei Jahre nach Bandgründung gemacht. Allerdings hat die andere Band schon mehr Alben herausgebracht… ich würde mich jetzt nicht zum Richter aufschwingen wollen, wer den Namen zu Recht trägt, aber meiner Ansicht nach ist die Sache rechtlich eindeutig. Aber nachdem ja Musik ein „miteinander“ und kein „gegeneinander“ sein soll, versuchen wir einfach, uns gegenseitig nicht zu verletzten, daher gibt es da keine Probleme. Zudem es die andere Band auch gar nicht mehr gibt, aber natürlich werden wir das immer wieder gefragt *lacht* <<

Dann bin ich ja in guter Gesellschaft *hahaha* Eine Frage zum Promo-Pic sei mir auch noch gestattet. Wieso muss es ein Foto mit der leicht bekleideten Frontfrau sein? Was hat Euch dazu getrieben?

Patricia: >> Das Foto war ursprünglich für Kleiderpromotion gedacht und zwar hat uns eine amerikanische Modefirma namens GIFLI gebeten, Werbung für ihre Streetwear zu machen. Damals ist uns die Idee zum Foto und das Motto „CORNERSTONE – wear GIFLI or nothing“ eingefallen. Das Ergebnis hat uns so gut gefallen, dass wir es gleich für unsere Tour verwendet haben. <<

Was macht Ihr, um von den ganzen Terminen, Songwriting, Studioarbeit, Promo und Tour zu entspannen? Ich beneide ja im Winter Eure Nähe zu den Bergen.

Patricia: >> Ich liebe die Berge. Meine Eltern haben ein Haus in Niederösterreich, umgeben von Wäldern und Bergen. Dort ist meine Wohlfühloase, wo ich Sport machen und zur Ruhe kommen kann. <<

Michael: >> Ich betreibe relativ viel Sport, bin hauptsächlich draußen und treffe Freunde, es ist wichtig, auch mal Abstand zur Musik zu gewinnen, abzuschalten. <<

Vielen Dank für Eure Zeit für dieses Interview. Möchtest Ihr zum Abschluss noch eine Botschaft an Eure deutschen Fans richten?

Patricia: >> Danke Robert für das Interview!! Hoffe wir treffen uns mal bei einem Konzert! Danke auch an alle Leser und Fans! Ich würde mich freuen euch ebenfalls bei unseren Konzerten anzutreffen! Schaut auf unsere Website http://www.cornerstone.co.at. Wir sind zudem auf Facebook und MySpace zu finden, unter http://www.facebook.com/cornerstoneaustria Da gibt es alle Infos zu unseren nächsten Konzertterminen sowie weitere Informationen. Bis bald und schöne Grüße aus dem verschneiten Österreich! <<

Michael: >> …und checkt mal das Album „Somewhere In America“, gibt’s bei Amazon, iTunes und natürlich bei eurem CD-Dealer. Danke für das Interview, Robert, Rock on! m/ <
http://www.cornerstone.co.at
Robert Buder.


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