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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DORO

DORO
Die Liebe zur Musik
Wenn man nach Aushängeschildern des Deutschen Metal sucht, kommt man neben UDO, sicherlich nicht an Doro Pesch vorbei. Die sympatische Düsseldorferin ist immer noch, nach so langer Zugehörigkeit zum Rock-Business, voller Energie und Tatendrang, dass es einem schon fast unheimlich ist. Nach ein paar Ausflügen in die moderne, elektronische Klangwelt, hatte Doro schon mit ihrem Album "Call Of The Wild" angedeutet, dass sie wieder auf dem richtigen Wege ist, und nun, zwei Jahre später, erscheint das neue Werk "Fight", welches besser denn je geworden ist und auch jeden letzten Skeptiker überzeugen wird, dass das blonde Energiebündel noch lange nicht in Rente gehen wird.
Als ich "Fight" das erste Mal gehört habe, war ich schon etwas von der Härte des Albums überrascht und es fällt auf, dass es keine modernen Spielereien mehr gibt.
>> Ja, wir wollten einfach wieder, wie sagt man so schön, "Back to the Roots", einfach voll drauf, ohne künstlichen Computer-Kram. Wir hatten vorher in Düsseldorf geprobt und dann in Pennsylvania im Studio die Songs aufgenommen. Es wurde nichts glattpoliert. <<
Der Titelsong "Fight" ist ja die neue Einzugshymne für die Boxerin Regina Halmich. Wie kam es dazu, und kennst du Regina schon länger?
>> Ich habe vor fünf Jahren mit Thai-Boxen angefangen und war auch immer schon ein Box-Fan. Mein Trainer sagte damals, ich sollte mir doch mal einige Boxkämpfe ansehen, was ich dann auch getan habe. Darunter waren dann auch Kämpfe von Regina. Wir haben uns dann mal getroffen und daraus wurde dann eine gute Freundschaft mit vielen gemeinsamen Interessen. Letztes Sylvester dann riefen wir uns an, um uns Alles Gute zu wünschen und wir sprachen über die nachfolgenden Aktivitäten. Dabei fragte Regina mich, ob ich nicht einen Song für sie hätte, den sie als Hymne nehmen könnte. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt gerade den Song "Fight" fertig und Regina war begeistert von der Idee. <<
Auch auf deinem neuen Werk hast du ein Duett. Auf deinem letzten Album war Lemmy der Auserkorene und diesmal ist Pete Steele dein Partner. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem Type O Negative-Riesen?
>> Nach dem Anschlag in New York war ich auf einer Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Opfer, und dort traf ich auf Ute von Roadrunner-Records. Sie fragte mich, ob ich auf meiner kommenden Scheibe auch wieder ein Duett haben würde und wer denn für mich als Sanges-Partner in Frage kommen würde. Ich erwähnte unter anderem. Peter Steele, weil ich unheimlich auf seine dunkle Stimme stehe. Ute hat dann den Kontakt zu Peter hergestellt. Peter und ich trafen uns und er fand meine Komposition "Descent" am besten für ein Duett. <<
Ich hörte, du hättest auch gerne Ronnie James Dio für ein Duett gewonnen?
>> Ja, das ist richtig. Wir waren ja mit ihm in Amerika auf Tour und er ist einfach unglaublich nett und hilfsbereit. Brauchten wir mal was, war er sofort da und half uns. Eines Abends standen wir dann frisch geduscht neben der Bühne und schauten uns Dio an, als er plötzlich in meine Richtung kam und mir ein Mikro in die Hand drückte. Ich wusste zuerst gar nicht wie mir geschah und da stand ich auch schon auf der Bühne und hatte die Ehre mit Ronnie James persönlich "Man On The Silver Mountain" und "Long Live Rock´n Roll" zu singen - was für ein Erlebnis. Seitdem ist Herr Dio mein absoluter Wunschpartner für das nächste Duett. <<
Den Anti-Kriegs Song "Fight By Your Side" hast du nicht aufgrund des 11. Septembers geschrieben, oder ?
>> Nein, der Song ist schon bisschen älter. Ich habe ihn während des Jugoslawien-Krieges geschrieben. Der Titel ist bisher noch nicht auf einem Album erschienen, weil es zu der Zeit dann nicht mehr aktuell war. Aber nun, nach der New York-Geschichte, musste der Song einfach aufs Album. Gerade in der heutigen Zeit ist Musik und Kunst einfach unheimlich wichtig, das ist der wahre Spiegel der Zeit. <<
Du bist jetzt gerade im Promo-Stress, dann spielst du zwischendurch noch auf einigen Open-Airs, musst in die Staaten, um dort für Promo zu sorgen, dann steht im Oktober deine Tour auf dem Plan. Zwischendurch hättest du dann eigentlich ein bisschen Zeit für ein paar entspannende Tage, aber du hast dich für eine Autogramm-Tour durch einige deutsche Städte entschieden. Wie steckst du das alles weg, woher nimmst du die Energie und den Elan für die ganzen Aktivitäten?
>> Das ist alles kein Problem für mich. Ich lebe halt nur für die Musik. Meine ganzen Freunde kommen fast ausschließlich aus der Musik-Branche und ausserdem habe ich keine Familie und auch keine Kinder. <<
Beim Schweden Rock-Festival warst du krank und hast aber trotzdem auf der Bühne gestanden!
>> Ja, eigentlich bin ich immer irgendwie krank. Aber rumleiden gibt es nicht. Manchmal hätte ich halt gerne ein bisschen mehr Schlaf, aber es geht auch so. <<
Hast du einen Favoriten auf deinem neuen Album?
>> Wenn ich mich für einen Song entscheiden müsste, würde ich "Undying" wählen. <<
Der Song bezieht sich doch bestimmt auf den Tod deines Vaters?
>> Ja, zu dieser Zeit hatte ich eine ganz schöne Depri-Phase und hatte Bock auf gar nichts. Ich war ziemlich am Ende. Der Song soll aber auch anderen Menschen Mut machen sich nicht hängen zu lassen. Es geht immer weiter im Leben. <<
http://www.doro.de
Thomas Schmahl


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