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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DOOM SHALL RI ....

DOOM SHALL RISE: Veranstalter-Interview
Eine bessere Nachricht hätte es für Undergroundfans zum ausgehenden Jahr nicht geben können: des Doomheads liebstes Festival, das Doom Shall Rise, wird 2013 nach dann dreijähriger Babypause wieder ein bunt gemischtes Publikum aus aller Herren Länder nach Göppingen locken. Am 26. und 27. April wird die kultige Chapel (hoffentlich) aus allen Nähten platzen, wenn es Gourmetstoff der Sorte Hour Of 13, Ereb Altor oder Ophis zu genießen gilt. Obliveon kontaktierte Jochen Fopp, Gitarrist von Mirror Of Deception und neben Frank Hellweg Hauptorganisator eines der familiärsten Festivals der Welt, um Details zu erfahren.

Jochen, Du musstest nach der Ankündigung von Franks Babypause in den letzten zwei Jahren sicher unzählige Male Fragen nach der Möglichkeit, das nächste DSR auszurichten, beantworten (ich habe Dich bei unseren Treffen jedenfalls immer gefragt). Zum einen war dieses Interesse sicher ein wenig nervig, zum anderen war es doch sicher auch schön zu sehen, dass ihr etwas auf die Beine stellt, dass einer Menge Leute viel bedeutet?

>> JF: Ja, natürlich freut es uns, dass immer noch so viel Interesse besteht und man uns nicht vergessen hat. Es ist jedoch auch mal schön, wenn man durchatmen kann, es andere Gesprächsthemen gibt und man sich nicht ständig mit Dingen rund ums Festival befassen muss. Die DSR-bedingten schlaflosen Nächte, die sich bereits wieder einstellen, habe ich zumindest nicht vermisst. <<

Gibt es irgendwelche gravierenden Änderungen? Etwa Campingplätze auf der Wiese vor der Chapel ;-)

>> JF: Es bleibt soweit alles beim Alten. Camping konnten wir ja offiziell noch nie anbieten und jetzt wäre das noch schwieriger, da das Areal um die Chapel mittlerweile weiter bebaut wurde. <<

Das DSR begeistert seit 10 Jahren nicht nur durch eine bunte Palette an Doomsounds, sondern auch durch unschlagbare Fanfreundlichkeit. Gibt es Neuerungen bei den Eintrittspreisen oder bezüglich der Getränke-/Essenspreise?

>> JF: Die Eintrittspreise werden wir etwas anheben müssen. Alles wird teurer, somit natürlich auch die Kosten, ein Festival auszurichten. Getränke- und Essensverkauf liegen nicht in unserer Hand. Wir werden aber sehen, in wie weit wir da Einfluss nehmen können. <<
In der Vergangenheit habt ihr darauf gesetzt, euch ein treues Stammpublikum durch die erwähnte Atmosphäre und eine feine Bandauswahl, die zahlreichen heutigen Szenegrößen wie Isole oder Procession Türen öffnete, aufzubauen, anstatt es durch eine Schneller-Höher-Weiter Politik zu vergrätzen und Szenegrößen wie Candlemass zu engagieren, was nur durch deutlich höhere Preise zu realisieren gewesen wäre. Denkt ihr, dass sich diese Philosophie gerade nach einer solchen Pause lohnt – anderen Festivals würden diese zwei Jahre das Genick brechen.

>> JF: Nach allen bisherigen Resonanzen bin ich zuversichtlich, dass wir auch im April 2013 wieder eine gut gefüllte Chapel haben werden. Ebenso bin ich sicher, dass wieder einige Bands dabei sind, die niemand auf dem Zettel hat und die alle umhauen werden. Uns sind finanziell Grenzen gesetzt, daher sind wir auf das Entgegenkommen der Bands angewiesen. Nicht allen ist das möglich, was wir natürlich auch verstehen. Wie ich immer wieder zu hören bekomme, ist das Doom Shall Rise jedoch mehr als die Summe der Headliner für die Besucher und Musiker. <<

Ich habe es schon beim letzten Interview mit Frank angesprochen: ist es denn immer einfach, der Versuchung zu widerstehen, wenn man sieht, dass Trouble oder Pentagram einfach nicht finanzierbar sind? Hand aufs Herz: tut’s nicht zumindest ein bisschen weh, solche Bands dann etwa auf dem Hammer Of Doom in Würzburg sehen zu müssen, ein Festival, das heutzutage auch und gerade von Eurer Pionierarbeit profitiert, auch wenn seine Philosophie sich unterscheidet. Denkt man da nicht, „Scheiße, 10 Euro mehr und wir könnten das machen“?

>> JF: Ganz klar haben wir den einen oder anderen lang gehegten Headliner-Wunschtraum, aber wir müssen eben auch realistisch bleiben. Es kommen immer mehrere Faktoren zusammen, warum es mit der einen Band klappt und mit der anderen nicht; nicht alles ließe sich allein durch besser gefüllte Kassen realisieren. Es gibt zum einen durch den Veranstaltungsort Vorgaben und auch Richtlinien, die wir uns selbst gesetzt haben. Wenn wir daran etwas ändern würden, hätten wir unter Umständen finanziell mehr Möglichkeiten, doch das DSR wäre nicht mehr das, was es ist. In Anbetracht dessen habe ich da keinen Schmerz. Im Gegenteil: mich freut es, dass es seit einigen Jahren nicht mehr nur das Doom Shall Rise gibt, welches „unseren“ Bands eine Bühne bietet. Darum, etwas eifersüchtig für uns beanspruchen zu wollen, ging es nie. Es ging immer um Doom im Ganzen. Wo die Bands letztlich spielen ist daher sekundär, Hauptsache sie haben überhaupt die Möglichkeit aufzutreten. Zudem bin ich auch gerne mal Festivalbesucher. <<

Ihr habt im Vorfeld angekündigt, dass dieses Mal ausschließlich Bands gebucht werden, die noch nie bei euch aufgetreten sind, obwohl die Nachfrage auch unter Bands, die schon in Göppingen (oder Crailsheim) gedoomt haben, riesig war. Wie kam es zu dieser Idee?

>> JF: Wir hatten bislang um die 90 Bands aus aller Welt zu Gast. Quasi alle, die schon mal bei uns waren und noch aktiv sind, wollen wiederkommen. Das ehrt uns ungemein, doch es ist unmöglich, allen gerecht zu werden und dann auch noch neuen Gruppen eine Möglichkeit zu bieten, sich zu präsentieren. Daher haben wir beschlossen, einen Schnitt zu machen. Es ist auch ein Statement: 10 Jahre nach dem ersten Doom Shall Rise Festival wächst und gedeiht die Szene wie nie zuvor und es ist kein Ende absehbar. Die Saat, der wir und andere mit den Boden bereitet haben, ist aufgegangen. Das macht uns unheimlich stolz und es ist auch schön zu sehen, welchen Weg manche Bands gegangen sind, die zum Teil ihre Europa- oder Deutschlandpremiere bei uns hatten. Doch zurück in die Gegenwart: allein mit den diesjährigen Bewerbern nur aus Deutschland und Schweden könnten wir mehrere Festival-Wochenenden füllen. Es ist unglaublich! <<

Noch irgendwelche letzte Worte?

>> JF: Vielen Dank an Dich, Patrick und das Obliveon für die langjährige Unterstützung. Allen potentiellen Besuchern sei noch gesagt, dass der Ticketverkauf wie immer am 1. Januar um 22 Uhr auf http://www.doomshallrise.de beginnt. Wir sehen uns im April! <<

Jochen, ich danke für das Interview und wünsche frohes Schaffen und Gelingen! See ya in Doomtown!

Bisher bestätigte Bands:

Ereb Altor
Griffin Device
Hour of 13
Mountain Throne
Naevus
Ophis
Petrified
Phased
Serpent Venom
Shattered Hope
Sideburn
Victims of Creation
http://www.doomshallrise.de
Patrick Müller (Gastautor)


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