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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ATTIC

ATTIC
HORRORFILME LASSEN GRÜSSEN
Anlässlich der wirklich geilen aktuellen Veröffentlichung ‘The Invocation‘ hatte ich die Gelegenheit per Mail ein Interview mit der aus dem benachbarten Gelsenkirchen stammenden Band ATTIC zu führen, bei dem sich die Jungs ausgiebig vorstellen und vieles über ihre Inspirationsquellen verlauten lassen, was ihr im Folgenden nachlesen könnt.
Glückwunsch zur aktuellen CD ‘The Invocation‘ (9,5 Punkte im aktuellen Obliveon-Review). Auch bei anderen Magazinen gab es ja, soweit ich das mitbekommen habe, sehr positive Reaktionen. Dumme Frage zu Beginn, wie fühlt Ihr Euch da?

>>Vielen Dank. Tatsächlich fühlt es sich ein wenig befremdlich an, da wir nie mit solch´ breit gefächertem und positivem Feedback gerechnet haben. Es freut uns natürlich trotzdem ungemein, dass wir aktuell soviel Aufmerksamkeit bekommen und viele Leute mögen, was wir tun.<<

Ihr seid ja noch recht unbekannt. Stellt Euch daher doch bitte ‘mal kurz vor. Wer seid Ihr, wo kommt Ihr her, was habt Ihr bis jetzt gemacht?

>>Wir sind fünf Musiker, von denen zwei aus Gelsenkirchen, einer aus Lünen, einer aus Dortmund und einer aus Duisburg kommt, also alle aus dem Ruhrgebiet. Attic gibt es seit dem Winter 2010/2011, unser Demo erschien im Frühling 2012 und unser Debütalbum „The Invocation“ im Dezember 2012 via Ván Records. Attic-Musiker sind oder waren bereits aktiv in Bands wie Warhammer, Erazor und kleineren lokalen Bands, in denen wir schon viel an Erfahrung sammeln konnten. Der Release unseres Demos zog relativ viel Aufmerksamkeit auf uns und mit sich und wurde im Rock-Hard-Magazin sogar zum Demo des Monats gekürt, während wir lukrative Konzerte spielen konnten, wie zum Beispiel Headbangers Open Air, Metal Magic (Dänemark), Heavy Metal Maniacs (Holland) oder als Support auf der letzten The Devil’s Blood Tour. Des Weiteren hat unser Album es aktuell zum Album des Monats im Rock Hard geschafft.<<
Man kann sowohl bei Eurer selbstbetitelten EP als auch bei der aktuellen Scheibe massive Einflüsse des Kings natürlich nicht abstreiten, wobei bei Euch die Mercyful-Fate-Elemente noch stärker gewichtet sind. Welche weiteren Einflüsse habt Ihr als Musiker noch zu nennen? Und wo findet Ihr die Inspiration für Eure Texte?

>>Wenn man diese Art von Falsett-Gesang einsetzt, sind die Assoziationen zum King natürlich unvermeidlich. Allerdings ergab sich unser Stil auf eine natürlichen Weise, unser Sänger hat seine Stimme und wir alle sind neben der Musik stark von klassischen Horrorfilmen, phantastischer Literatur und Okkultismus geprägt, woraus sich im Grunde der Sound, die Texte und die Präsentation von Attic ergeben. Darüber hinaus hören wir primär traditionellen Heavy Metal (US-Metal, NWoBHM, Doom usw.) und beziehen daraus unsere musikalischen Wurzeln. Was dabei die Musik und das Image angeht, gibt es neben King Diamond/Mercyful Fate auch viele andere, wie DeathSS, Satan’s Host, Witchfynde, Seasons Of The Wolf, Halloween, um nur einige zu nennen, die diese Art von Heavy Metal mit vergleichbaren Thematiken verbunden haben. Im filmischen Sektor sind wir inspiriert von britischen Hammer- und Amicus-Produktionen, italienischen Giallo-Filmen und Werken von Paul Naschy, Bruno Mattei, Jean Rollin usw., während uns die fiktive Literatur von Gustav Meyrink und Dennis Wheatley viel bedeutet. Im ernsthafter Okkulten sind wir von der gesamten Spannbreite von der Antike bis in die Neuzeit geprägt, aber lassen wahrscheinlich am meisten aktuelle Left Hand Path Literatur als Inspiration einfließen. <<

Es gibt momentan viele weitere Bands, die dem King huldigen, um mit In Solitude, Portrait und A Tortured Soul nur einige wenige zu nennen. Woher denkt Ihr stammt diese neue Welle?

>>Wie erwähnt ergab sich unser Sound auf natürliche Weise und ist natürlich durch die Stimme unseres Sängers und unsere Thematiken in der King-Diamond-Schiene gelandet. Wir selbst sehen uns allerdings nicht als eine MF/KD-Hommage und versuchen nicht bewusst Songs in deren Stil zu schreiben, sondern lassen die Tracks einfach aus uns herauskommen. Wir legen viel Wert auf die Atmosphäre des Ganzen und wenn man sich unsere Songs über den Gesang hinaus anschaut, wird man bemerken, dass die Instrumente rein spielerisch kaum etwas mit MF/KD gemeinsam haben. <<

Musikalisch gesehen, klangt Ihr auf Eurer EP noch „rumpeliger“ als bei der aktuellen Veröffentlichung. Woran liegt’s?

>>An der Produktion. Unser Demo wurde in kurzer Zeit im Proberaum und zu Hause eingespielt und viele Aufnahmen wurden beim ersten Take verwendet, nachdem wir einige Songs erst kurz vor diesen Aufnahmen fertig schrieben, also noch nicht so geübt in deren Ausführung waren. Wir wollten zu diesem Zeitpunkt einfach ein Demo in Händen halten, dass man bei Konzerten verkaufen, womit man im Internet werben und welches man an Labels schicken kann. Dass bereits dieses Demo soviel Aufmerksamkeit erregte, war ebenfalls nicht geplant, sonst hätten wir uns für dessen Produktion wahrscheinlich bereits Geld für etwas Vernünftigeres geliehen. Bei den Aufnahmen zum Album hatten wir bereits viel Liveerfahrung und unzählige Proben hinter uns, weshalb wir uns spielerisch schon weitaus näher waren und die professionelle Aufnahmetechnik und die zeitliche Möglichkeit alles bis zur eigenen Zufriedenheit ausarbeiten zu können, verlieh „The Invocation“ schließlich den Sound, den wir uns selbst dafür vorgestellt haben. <<
Im Gegensatz zu oben genannten Kapellen habt Ihr mit Meister Cagliostro einen tatsächlichen Meister der Stimmbänder am Mikro. Woher kommt diese Klasse, gab es eine klassische Ausbildung?

>>Er hat zwar keine klassische Gesangsausbildung genossen, singt aber bereits seit etwa 10 Jahren in denen er stark an seiner Stimme und Technik gefeilt hat. Der Austausch mit anderen Sängern und eine Schauspielausbildung, in denen auch viele Stimmübungen gelehrt wurden, ergänzten dies noch, aber der Rest war klassisches Üben und Trainieren.<<

Kommentiert bitte einmal kurz die Songs von ‘The Invocation`aus Eurer Sicht.

>>„Funeral In The Woods“; der älteste Song, der auf dem Album platziert wurde, allerdings in unseren Augen der perfekte Opener.
„Join The Coven“; ein starker Song mit Ohrwurmcharakter, weshalb er der erste Song war, den wir vorab bei Youtube hochgeladen haben.
“Edlyn”; ein sehr doomiger Song, der mir persönlich viel bedeutet, da ich einige Riffs bereits vor Jahren in einer psychisch eher durchwachsenen Phase schrieb, die sich bis „Edlyn“ aber nirgends passend anfühlten. Ein für uns unüblicher, aber starker Song.
“Ghost In The Orphanage”; der wahrscheinlich komplexeste Song auf “The Invocation”, der viele Melodielinien besitzt, dafür aber von einer schönen Klanglandschaft in der Mitte etwas aufgebrochen wird. Beim Schreiben und Proben des Songs bekam ich täglich Lust auf Geisterfilme, da er für mich eine sehr intensive Atmosphäre besitzt.
“The Invocation”; der Titelsong, der von der Dynamik her sehr straight durchgespielt wird und live immer sehr viel Freude bereitet. Ein epischer Song mit viel Kraft, was auch gut zu der Anrufung Luzifers und Azazels im Chorus passt, welche auf spiritueller Ebene nicht nur sehr kraftvoll sind, sondern mich aufgrund ihres erkenntnisbringenden Charakters auch sehr interessieren.
“The Headless Horseman”; ebenfalls ein Song vom Demo, welchen wir aber mit dem Album nicht verwerfen wollten, da er bei den Leuten live immer sehr gut ankommt und sich auch angenehm spielen lässt. Der Chorus ist catchy, die Gitarrenharmonien sind sehr NWoBHM beeinflusst und das ganze gipfelt in einer Kombination aus Chorus mit darüber gelegtem Solo, ein wirklich guter Song um ein Konzert abzuschließen.
“Satan’s Bride”; ein eingängiger, schneller und bösartiger Song, der bereits in Demoqualität auf einer Split-7” mit unseren italienischen Freunden von Walpurgis Night erschienen ist. Da die 7“ relativ schnell ausverkauft war, wir diese aufgrund ihrer Demoqualität nicht nachpressen lassen wollten, die Nachfrage nach diesem Song aber groß war, beschlossen wir auch diesen Song in repräsentativer Qualität mit auf das Album zu nehmen. Vergleicht man zudem das Drumming von der 7“ mit der Albumversion wird auffallen, dass wir gerade daran viel gearbeitet haben und die Albumvariante dadurch insgesamt viel dynamischer klingt und die Übergänge weitaus überlegter umkonstruiert wurden.
“Evil Inheritance”; der erste Song vom Album mit dem wir nach dem Demo begannen, jedoch der letzte, den wir vor den Aufnahmen abschlossen. Von der ersten Version bis zum Album wurde beinahe jeder Part ausgewechselt oder verbessert. Die zweite Strophe wurde textlich tatsächlich noch einmal umgeschrieben, während wir im Studio bereits die Instrumente aufnahmen, aber dieser lange Reifungsprozess hat sich wirklich bezahlt gemacht. Zum Ende hin kommt noch ein emotionalerer Akustikpart mit einem Gitarrensolo, bevor das Album in einem thrashig aggressiven Wechsel aus Gesang und Soli zum Ende gebracht wird.<<
Mit den zwischen geschalteten Intros “The Hidden Grave” und “Into The Chapel” sind euch zwei klassische Einstiege auf die jeweiligen Vinyl-Seiten gelungen. Legt Ihr viel Wert auf Vinyl und die dahin gehende Veröffentlichung?

>>Wir selbst sind Plattensammler und bevorzugen Vinyl, weshalb uns die unlimitierte Verfügbarkeit des Albums auf Vinyl sehr wichtig war. Tatsächlich haben wir uns bei der Tracklist und den Intros eher an der Aufteilung auf Seite A und B orientiert, als am gesamten Durchlauf einer CD und wenn wir einen Blick auf unsere Verkäufe und die Nachfrage werfen, sehen unsere Fans das ähnlich, da Vinyl sich bei uns besser verkauft. <<

Ihr seid zu Pfingsten mit dem King zusammen auf dem Rock Hard Festival, direkt vor der Haustür. Das ist doch sicher ein geiles Gefühl, oder?

>>Definitiv. Wir stammen alle aus dem Ruhrgebiet und zwei von uns direkt aus Gelsenkirchen, weshalb wir das Rock Hard Festival schon seit dem ersten Mal hier besuchen und mehr oder weniger in unserer musikalischen Entwicklung damit aufgewachsen sind. Zeitweise wohnten wir so nah am Amphitheater, dass wir dieses zu Fuß erreichen konnten und im Sommer dort regelmäßig schwimmen gingen. Das wir nun nicht nur dort spielen, sondern auch noch im gleichen Jahr mit King Diamond gleicht schon der Erfüllung eines Traums.<<

Wie sind die sonstigen Pläne an der Live-Front? Auf dem German Swordbrothers im LüKaz seid Ihr doch auch vertreten?

>>Das German Swordbrothers bot sich perfekt an, da unser Sänger in Lünen wohnt und wir mit dem Veranstalter Volker Raabe bezüglich Merch und Banner sehr eng zusammengearbeitet haben und ihn als Pure Steel Records Fans auch schon vor unserer Zeit mit Attic kannten.

Darüber hinaus sind aktuell bestätigt:
22.02.2013 – Basel (mit Saturnalia Temple)
02.03.2013 - Hell over Hammaburg (in Hamburg)
19.-20.04.2013 - Keep it True
17.-19.05.2013 - Rock Hard Festival
24.05.2013 - Fredericia (in Dänemark mit Antichrist und Denial of God)
und noch zwei kleine Touren + einige Festivals, die noch in Planung bzw. noch nicht bekanntgegeben sind, wir bleiben also sehr aktiv.<<


Wenn Ihr noch etwas los werden wollt, dann ist dies der Platz hierfür…..

>>Vielen Dank für das Interview und dem Leser für sein Interesse daran!<<
http://www.van-records.de und http://www.facebook.com/atticfuneral
Ludwig Lücker.


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