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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BEYOND THE WA ....

BEYOND THE WALL OF SLEEP
Die drei lustigen Brühwürstchen, designed by Lovecraft
Mit "Rock At A Dead Place" haben Beyond the Wall of Sleep ein wirklich packendes Goth-Rock-Highlight allererster Güte abgeliefert. Die Band bedient aber mit Sicherheit nicht das typisch schwermütige Düster-Klischee, was die drei Chaoten auch im nachfolgenden - garantiert unzensierten:) - Interview beweisen. Wer viele Infos erwartet, liest am besten erst gar nicht weiter, wer jedoch mal einen etwas anderen, durchaus amüsanten Plausch mit Hobby-Komikern lesen will:), wird bestens bedient.
Erst einmal die Standardfrage zur Entwicklung der Band, Euch selber könnt Ihr eigentlich auch gleich mal vorstellen.
>> YÛC: Dann fange ich direkt mal mit meiner Standardantwort an: NEIN!
BENDEN: Mich kennt man natürlich schon. Ich bin ja der fünfte Beatle...
R.O.C.K.: Also ich bin der Herr der Finsternis, ich hasse Luftbläschen und schlafe gern mit kleinen Hasen. Ich bin zur Band gekommen durch mein Faible für schottische Reizwäsche.
<<
Aha, sehr informativ!:) Wie seid Ihr eigentlich zu Eurem Bandnamen gekommen? Hat Euch der Uralt-Song von Black Sabbath, der relativ bekannte Fields-Bootleg oder doch etwas ganz anderes hierzu inspiriert?
>> R.O.C.K.: Der Black Sabbath-Song ist ja nicht gleichnamig, er lautet "Behind The Wall of Sleep". Er ist eher leichnahmig:). Der Fields-Bootleg kam erst heraus als es uns schon lange gab.
BENDEN: Unser Bandname geht selbstverständlich auf die gleichnamige Nuß-Nougat-Creme zurück, designed by Lovecraft, unheimlich lecker.
YÛC: Wieso? Wir nennen uns doch: Die drei lustigen Brühwürstchen, oder nicht?
Übrigens: Den Fields-Bootleg "Beyond the Wall of Sleep" hatten wir damals beim Konzert mitgeschnitten. Wir wollten ihn eigentlich anders nennen. Doch wir verwechselten da was, dabei haben wir unseren eigenen Bandnamen da drauf geschrieben. Bei unserem ersten Konzert hatten wir erstaunlicherweise schon fünftausend Besucher, ich frag´ mich nur wer da "Fields of the Nephilim in Aachen" auf das Plakat geschrieben hatte.
BENDEN: Hey, Leute, macht keinen Scheiß - gibt´s den Namen etwa schon? Ich wollte doch gerade mein Soloprojekt so nennen.
<<
Bezüglich der musikalischen Einordnung gibt es auch eher unkonventionelle Beschreibungen zu hören.
>> R.O.C.K.: Ein süchtigmachender Kopfschuss, sofort wirkend, bei Nebenwirkungen erschlagen Sie Ihren Arzt oder vögeln Sie ihre Apothekerin. Mit dem Uraltscheiss-Retro-Gothic-Mist, der zur Zeit so erhältlich ist, hat es jedenfalls nichts zu tun.
BENDEN: Tja, was soll man da noch sagen, ich bin sprachlos; R.O.C.K. ist heut´ in Hochform. Ich hätte ja nur gesagt "gute Musik", aber das hier kann man nicht mehr toppen.
YÛC: Wir machen Westfälischen Country der Neuzeit. Absolut hipp und frech, fröhlich, feucht. New School, eben alles was das junge Publikum so braucht, Yoh Mann!
<<
Dementsprechend seid Ihr sicherlich auch von einigen ungewöhnlichen Dingen beeinflusst, oder?
>> R.O.C.K.: Ich von Jesus, Kumpel Jesus ist mein Idol. Brötchen und Bier für alle! Ob der alte Hippie auch Sound gemacht hat, weiß ich allerdings nicht.
BENDEN: Also, durch unsere werten schottischen Kollegen, die "Dream Disciples", haben wir natürlich die Sache mit der schottischen Reizwäsche. Sonstige Einflüsse, äh, also ich spiel´ halt zum Beispiel Gitarre.
YÛC: Wir besaufen uns einfach maßlos und spielen alle Sisters- und Fields-Sachen nach, die nicht so schwer zu spielen sind. Nach ein paar Stunden hört sich das dann fast so an, als hätten wir einen eigenen Song geschrieben. Toll, was ?
<<
Fantastisch, das habe ich mir doch gleich gedacht. Stört es Euch eigentlich, dass im Zusammenhang mit Beyond the Wall of Sleep immer wieder die Namen Sisters und Fields fallen? Selbst im Info (und in meinem Review:)) ist hiervon die Rede...
>> BENDEN: Ja, wir haben extra ein paar Magier engagiert, die immer um uns herum diese Anrufungen praktizieren. Deshalb hört man auch zwangsläufig bei Interviews immer wieder einfach so im Hintergrund als mystische Geräuschkulisse diese geheimnisvollen Namen. Geheimnisvoll, geheimnisvoll. Nein, das ist also kein Wunder.
>> R.O.C.K.: Selber schuld! Ich hab´ aber schon von Leuten gehört, die Sisters oder Fields eingenommen haben. Gibt es denn auch noch andere Bands?
>> YÛC: Oh nein! Für mich ist es die aller-, allergrößte Super-Ehre, immer wieder mit Sisters und Fields verglichen zu werden, schließlich gibt es ja auch gar keine anderen Bands, oder? <<
Im Zusammenhang mit Euch jedenfalls nicht, hehe. Was waren eigentlich die Gründe für die relativ lange Wartezeit zwischen "First Dust" und Eurem neuen Album "Rock At A Dead Place"?
>> R.O.C.K.: Benden kam wie immer nicht vom Klo ´runter. Es ist allgemein bekannt, dass alle Verzögerungen in der Bandgeschichte darauf zurückzuführen sind. Außerdem, was heißt hier lange Wartezeit? Zwei Jahre sind doch völlig normal zwischen zwei CDs, siehe z.B. Depeche Mode oder The Cure. Man kann natürlich auch jedes Jahr eine 7-Track-Demo-CD für teures Geld als Album verkaufen, aber so etwas wollen wir nicht machen, denn der Hörer hat eine gute Qualität verdient, und für´s Geld auch eine gewisse Quantität.
BENDEN: Hey Mann, was kann ich denn dafür, dass ich nun mal bei jeder Probe muss? Außerdem ist das ja längst schon Tradition.
YÛC: Schieb´ nicht wieder alles auf Benden, schließlich bist Du es, der sich alle dreißig Minuten einen runterholen muss.
R.O.C.K.: Halt, Zensur, hier muss leider wieder etwas rausgeschnitten werden. Außerdem weiß noch jeder vom letzten Interview, dass ich es nicht länger als ´ne Viertelstunde aushalte.
YÛC: Halt! Du kannst mir hier nicht den Mund verbieten!
<<
Hier wird übrigens nix zensiert, jeder soll wissen, was Ihr für degenerierte Vögel seid!:) Ich finde die Produktion von "Rock At A Dead Place" mehr als gelungen. Wie lange habt Ihr daran gearbeitet?
>> BENDEN: Zunächst mal ´Danke´ für diese realistische Einschätzung - gut erkannt! Cirka zehn Jahre, zumindest stückspezifisch. Die Recordings fanden in Perry Rhodan´s Top-Studio statt, kann man nur empfehlen.
R.O.C.K.: Wir haben nach der Produktion von "First Dust" zunächst live gespielt, und dabei auch Material vom neuen Album erprobt. Deshalb haben wir "Rock At A Dead Place" auch bunt gemischt aus älteren und neuen Stücken zusammengestellt. Die Vorbereitungsarbeiten dauerten recht lang, die Produktion vollendeten wir dann aber doch recht flott in einem Zeitraum von drei bis vier Monaten.
<<
Wundersamerweise gibt es sogar etwas Wissenswertes, zunächst nicht Absurdes über die Lyrics des Albums zu erfahren.
>> R.O.C.K.: Es sind vorwiegend meine persönlichen Erfahrungen aus dem Alltag, aber auch fiktive Storys, die plötzlich in meinem Kopf auftauchen, die Message des Songs auffangen, und auf den Punkt bringen. Es sind also viele Inspirationen aus dem eigenen Leben. Aber auch richtig gute Filme oder Storys sind sehr inspirierend, zum Beispiel beschreibe ich in "Rosaleen" eine fiktive, selbsterfundene Story, aber als Inspirationsquellen sind eindeutig der Film "Zeit der Wölfe" und der Film "Der Zauberer von Oz" zu nennen, deshalb auch Samples aus diesen Streifen. Bei "Bloodland" geht es um einen barbarischen Krieg, der zum Kannibalismus führte. Inspirationsquelle hierzu war ein Fernsehbericht über Südafrika. Als Künstler schnappt man im Alltag Dinge auf und verarbeitet sie in seiner Kunst. Eine Art Ventil zur Selbstheilung und ein Produkt, das aus Snapshots erschaffen wurde.
YÛC: Wie ich schon letztens preisgab, ist das so eine Psychosache bei unserem Sänger. Ich glaube ja, es hängt mit seiner Kindheit zusammen, wo er bei einer Wolfsfamilie im tiefsten Skandinavien aufgewachsen ist. Als wir ihm das Sprechen beigebracht und seine Augen vom Fell frei geschnitten hatten, kamen dann immer nur noch so komische Geschichten aus ihm heraus. Das vertieften wir, indem wir R.O.C.K. Tage lang auf einem Friedhof verbuddelten und mit Mönchsgesängen quälten.
<<
Kann ich mir schon sehr gut vorstellen. Wie ist das neue Album eigentlich bisher angekommen?
>> BENDEN: Nun, die Aktien steigen. Wir verhandeln noch über die entscheidenden Rollen in der RTL-Soap "GZSZ". Soviel will ich schon ´mal verraten: Yuc ist der auferstandene Kai und gründet eine Ponyfarm!!!
YÛC: Dabei wollte ich immer der asoziale Penner der Lindenstraße werden. Aber so komme ich ja dann mit dieser Jeanette zusammen, he? Wir hatten bereits mehrere Angebote mit "The Mercyless Zombies" zu touren, doch da wurde schon mal eines unserer Bandmitglieder aufgefressen, das Risiko wollten wir nicht noch einmal eingehen.
<<
Zombies, also doch typisch Gothic:). Die Infos werden ja immer zahlreicher und sinnvoller, die Einschätzung des Band-Status in der Goth-Szene lässt mich so langsam endgültig am Sinn des Gesprächs zweifeln...:)
>> R.O.C.K.: Hinter uns die Sintflut, wir sind eh die Größten! Hoch die Tassen Jungs, lasst uns durchfeiern bis in den nächsten Morgen. Oder kennt Ihr heutzutage noch eine andere Band von solchem Kaliber?
BENDEN: Hey, wenn´s was zu trinken gibt! Aus wessen Hintern kam noch mal ´ne Sintflut?
<<
Ohne Worte! Wird es denn eine kleine zusammenhängende Tour geben oder kann man Euch wenigstens im Rahmen von Einzelshows auf der Bühne erleben?
>> R.O.C.K.: Aber ja, Alter! Spektakuläre Bühnenshows erwarten Dich noch dieses Jahr! Mehr dazu auf unserer Webseite, mkay? <<
Hey, aus "Southpark" wird hier nix geklaut!:)
>> YÛC: Gibt´s denn hier nix zu trinken? So ein Scheiß-Service hier, ist doch echt das Letzte, so kann ich nicht arbeiten! <<
Irgendwelche hochtrabenden Pläne für die nächste Zeit?
>> R.O.C.K.: Live auf den Putz hauen, und dann ´ne neue Platte machen, alles ganz unspektakulär. Auf der anderen Seite hoffe ich natürlich, dass endlich mein Deal mit Luzifer klappt. Die Sau hat noch nicht ´zujesacht´.
BENDEN: Hey, sag´s nicht, nicht schon wieder dieser pazifistische Asi!!!
<<
Jetzt könnt Ihr Euch noch mal zur Abwechslung und zum Abschluss auslassen!
>> R.O.C.K.: Ich glaube, alle Musiker haben eine besondere Angst vor dem Tod, was sie wie Sklaven dazu zwingt sich "Selbst" zu verwirklichen, um "Etwas" hinterlassen zu können, wenn sie abtreten. So gesehen also eine Art "Unsterblichkeit", die angestrebt wird. Ich gehöre wohl auch dazu, ´wat will man machen´?
YÛC: Aber zum Schluss hier noch ein schönes Gruftie-Gedicht von mir: "Mein Herz ist so klein, und doch im Dunkel der Nacht so fein. Das Leben ist so grausam, drum sitze ich hier ja so einsam. Das Lied des Todes hör´ ich aus der Ferne, denn sterben, das tue ich ja so gerne. Ächz, die Todestablette ich nun esse, das teile ich jetzt mit der Presse."
BENDEN: Find´ ich gut. Ich zieh´ den Hut.
R.O.C.K.: Schwule Sau.
<<
Kein Kommentar mehr, jetzt reicht es mir mit dieser durchgeknallten Bande!:) Wann folgt eigentlich die erste Goth-Comedyshow?
http://www.beyondthewallofsleep.de
Christoph Lücker


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