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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BELIEVER

BELIEVER
Metal im Technikzeitalter
Believer´s aktueller Output „Transhuman“ beschäftigt sich nicht nur thematisch mit der Verschmelzung von Mensch und Maschine, sondern auch ihr Sound bewegt sich weg vom handgemachten Metal. Sänger und Gitarrist Kurt Bachman und Basser/Keyboarder Jeff King standen Rede und Antwort.
Eure Heimatstadt Pennsylvania ist nicht gerade bekannt für Heavy Metal. Gibt es eine Szene dort?

Kurt: >> Pennsylvania war viel mehr für seine Hardcoreszene bekannt, als für Metal, obwohl es dort auch einige Metalbands gibt. Warum auch immer, die Metalszene ist hier nicht so pulsierend wie anderorts. <<

Ihr habt zwischen 1989 und 1993 drei Alben veröffentlicht, dann war Pause bis 2009. Wie kam es zu dem Break?

Kurt: >> Nach dem „Dimensions“ Album (1993, Anm. d. Verf.) ging ich zurück in die Schule und bin Doktor der Molekularmedizin geworden. Ich war danach in der Krebsforschung tätig. Da gab es keinen dramatischen Split oder Konflikt in der Band. Ich bin nur zurück in die Schule und deswegen hier weggezogen. Als ich vor ein paar Jahren zurück gekommen bin wohnte ich näher an Joe (Rico, Ex-Gitarrist, Anm. d. Verf.). Wir begannen uns zusammen zu setzen um Songs zu schreiben, die dann zum „Gabriel“-Album führten. <<

Euer neues Album „Transhuman“ wurde gerade veröffentlicht. Womit habt ihr euch die letzten Monate beschäftigt?

Jeff: >> Wir haben an unser Live-Show gearbeitet. Im Moment steht unsere Entscheidung, keinen zusätzlichen Musiker mitzunehmen, also spiele ich nur Bass und wir werden sehen, was wir bezüglich der Keyboards machen werden. <<.

Der Inhalt eures neuen Albums handelt von Transhumanismus. Hattet ihr vor dem Writingprozess die Idee dazu, oder kam sie erst mittendrin?

Kurt: >> Wir hatten ein ähnliches Konzept, das mehr auf Vergleiche mit Computern fokussiert war, bevor wir für das Album zu arbeiten begannen. Eventuell hat es sich deswegen mehr in die Richtung des Transhumanismus entwickelt. Das haben wir festgemacht, bevor wir die Texte schrieben. <<

Gibt es bei euch einen Songwriter, oder entstehen die Songs zusammen? Wer von euch ist für das Konzept und die Texte verantwortlich?

Jeff: >> Kurt und ich schrieben die Lyrics für das Album. Die Inspiration dazu kam von den Dingen, die wir über Transhumanismus gelesen und studiert haben. Künstliche Intelligenz, Neurowissenschaft, Experimentalphysik, Biologie, Genetik und Ethische Verfahrenskunde. Leute wie Ray Kurzweil, Thomas Metzinger und einige andere aus den Fachmedien gaben uns die Inspiration dazu. Natürlich wählten wir auch aus unserem eigenen Erfahrungsschatz als Menschen im Technikzeitalter. <<
Ihr habt im Studio mit einem Team von Produzenten gearbeitet. Bekanntermassen verderben ja oft viele Köche den Brei. Lief die Zusammenarbeit in eurem Sinne?

Kurt: >> Das Trauma Team besteht aus Kurt Bachman, Joey Daub (Drums, Anm. d. Verf.) and Jeff King. Wir nehmen selbst auf und produzieren unsere eigenen Projekte, also laufen die Dinge im Studio geschmeidig ab. Kevin Leaman hat eine Menge Ideen bei der Produktion und gibt wertvolles Feedback bei den Aufnahmen. Natürlich war auch die ganze Band war in diesen Prozess involviert. Wir zogen für zusätzliche Mixes Kevin Gutierrez heran, damit die Dinge frisch bleiben und wir den speziellen Sound erhalten, den wir haben wollen. <<

Ihr verwendet Keyboards und Samples. Ist nach dem Weggang von Programmierer Elton Nestler euer Gitarrist und Keyboarder Jeff nun für alle Samples zuständig? Wie wichtig seht ihr Synthies für euren Sound?

Jeff: >> Die Benutzung von Samples für "Transhuman" ist minimal, im Gegensatz zu „Gabriel“. Eine Menge der Sounds, die man als Samples bezeichnen könnte, sind Sachen, die wir tatsächlich im Studio aufgenommen und dann verändert haben. Wir mögen es den Korg Kaossilator für Soundeffekte zu benutzen, und Kurt hat einige Sounds selbst gespielt, weil ich mit anderen Sachen des Albums zu beschäftigt. Für die Live-Shows werden wir einige Keyboardparts eliminieren. Ich spiele nur Bass. Wir haben aber auch unsere Kaossilators auf der Bühne, was es uns erlaubt, etwas von dem Elektronischen Zeug zu integrieren. <<

Eure Songs strotzen vor Abwechslungsreichtum. Mit welchem Sound fühlt ihr euch am wohlsten?

Kurt: >> Wir versuchen Sounds zu finden, die sehr gegensätzlich zur Musik sind. Wir suchen nach Sounds, die sich gut vermischen lassen. Wenn sie jemand hört, kann er ihre Komplexität erkennen. Aber wer über sie hinweghört, dem stehen sie für die Musik nicht im Wege. <<

Für eure Alben bekamt ihr positive Resonanzen aus der ganzen Welt. Was darf man von Believer als nächstes erwarten, vielleicht eine Tour in Europa?

Kurt: >> Das positive Feedback war für uns in einigen Punkten überraschend. Wir haben mit dem Album einige Chancen genutzt und es war grossartig zu sehen, wie die Leute schätzen, was wir zu tun versuchen. Wir würden sehr gerne in Europa touren und werden hoffentlich die zeitliche und finanzielle Möglichkeit finden. <<
Joxe Schaefer.


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