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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BLIND GUARDIA ....

BLIND GUARDIAN
Metal der die Fronten spaltet
Lange ist es her, dass die Blind Guardian-Fans sich über ein Album der Krefelder Formation einig waren. Heuer wird mit jedem neuen Werk die eh schon gespaltene Gemeinde weiter auseinander getrieben. Die einen sprechen von zu viel Pathos, überladenen Liedern, endlos Tracks mit zu vielen klischeehaften Keyboardpassagen, die anderen reden von Götterdämmerung. „At The Edge Of Time“, dass aktuelle Scheibchen der Ruhrpott-Metaller watet mit noch mehr orchestralen Bombast auf, das es kaum noch zu ertragen ist. Natürlich sieht mein Interviewpartner, Gitarrist Marcus Siepen, das Thema völlig anders
Marcus, das letzte Interview fand im Jahr 2007 statt. Was ist seitdem Aufregendes passiert?

>> In jenem Jahr waren wir bis Ende November auf Tour. Hierauf kam eine Anfrage ob wir für das Computerspiel „Saced 2: Fallen Angel“ einen Song beisteuern könnten. Das taten wir dann auch mit einem völlig neuen Song, welcher dann zur Titelmelodie des Games wurde. Wir haben dieses Mal nach der Tour keine Pause eingelegt, sondern haben sogleich mit dem Komponieren neuer Stücke angefangen. Diese Arbeit wurde 2008 nur durch drei Festivals unterbrochen. Wir durften sogar mit Kiss auftreten. Für uns als Kiss-Fans ein großes Ereignis. 2009 wurden wir dann fertig und haben zwischen Beendigung der Schreibens und den Aufnahmen im Studio noch mal zwei Festivals angenommen. Da alles in der Nähe war, war es ein bisschen wie Klassenfahrt und nicht auf Tour gehen. Die Aufnahmen liefen durchweg glatt, ohne die gewohnten, typischen Blind Guardian-Katastrophen. Wir konnten ausnahmsweise Mal alle Deadlines halten. <<

Ich hatte euch 2009 auf dem Bang Your Head Festival als Headliner gesehen. Ein paar Worte dazu?

>> Cooles Festival. Schade, dass es geregnet hat aber damit muss man rechnen. Auch wenn es einige Zuschauer kostet. Das war die erste Show im Jahr 2009 und das Publikum war echt geil. Das hat tierisch Spaß gemacht. <<

Mit der neuen musikalischen Ausrichtung seit „Somewhere Far Beyond“ habt ihr nicht nur alte Fans, sondern auch einen Mitmusiker verloren. Euer letzter Auftritt in Balingen und euer aktuelles Album scheinen noch bombastischer zu klingen. Wie geht ihr mit der Kritik um und wollt ihr das noch steigern?

>> Wir lesen natürlich und logischerweise unsere Kritiken, da wir wissen wollen wie der Rest der Welt unsere Musik aufnimmt. Das hat aber im Prinzip wenig Einfluss darauf was wir musikalisch machen. Man kann es nicht jedem recht machen und ab dem Zeitpunkt wo man es versucht, kann man nur scheitern. Zumal wir alte und neue Fans haben und jeder bevorzugt etwas anderes. Je nachdem wem man es recht machen würde, verärgert man die anderen. Wir machen folglich das, was wir schon seit 25 Jahren machen, uns selber zu gefallen. Wir wollen nicht stagnieren und müssen deshalb in Kauf nehmen das uns mancher Fan nicht mehr folgen möchte. Es würde uns dann auch seit den 90er-Jahren nicht mehr geben, denn wir hätten uns mit dem Beibehalten alter Kompositionen zu Tode gelangweilt. <<

Ihr habt keinen festen Bassisten und keinen festen Keyboarder. Erkläre doch mal bitte diese Situation.

>> Eigentlich hat unser Sänger Hansi Kürsch bis 1995 Bass gespielt. Das wurde ihm im Laufe der Jahre live zu viel und er wollte diesen Umstand ändern. Was er auch tat. Und das hat sich bewährt, da Hansi jetzt besser singt, wo er sich nur noch auf die Vocals konzentrieren muss. Gast-Basser wurde Oliver Holzwarth (Sieges Even). An den Keyboards haben wir Michael „Mi“ Schüren. Beide stehen uns zur Verfügung aber es gibt aus unserer Sicht keinen Grund das Line-up zu verändern. Das wird sich auch nicht ändern. Die beiden sind gern gesehene Gäste und können ansonsten mit ihren eigenen Bands arbeiten wie sie wollen. <<

Gibt’s du etwas über die lyrischen Ergüsse des neuen Albums preis?

>> Es ist kein Konzeptalbum. Es gibt zwei Songs die einen textlichen Zusammenhang haben. Das sind „Ride Into Obsession“ und „Wheel Of Time“. Der Inhalt ist aus der „Wheel Of Time“ Buch-Saga von Robert Jordan. Einem großen Fantasiezyklus. Das wurde uns damals von einigen Fans empfohlen. Der Track „Sacred Worlds“ basiert selbstredend auf dem Computerspiel. Dann gibt es „Tanelorn (Into The Void)“ das den Helden von Michael Moorcock zum Thema macht. Das Thema werden wir in Zukunft bestimmt noch mal aufgreifen. <<
„The Bard`s Song (In The Forest)“ ist mittlerweile euer Status-Song geworden und wird live fast ausschließlich von den Fans gesungen. Wie kam es dazu und bleibt das so?

>> Das hat sich mehr oder weniger von selbst entwickelt. 1992 geschrieben und aufgenommen, war es eine geile musikalische Nummer. Wir wussten das, dass Lied gut ist aber nicht das es sich mal so entwickeln würde. Damals hatte diese Nummer auch noch gar nicht dieses Status wie heute. Höre dir mal „Tokyo Tales“ unser Live-Album von 1993 an. Da kommt der Song noch ganz anders rüber. Mit der Tour zu „Imaginations From The Other Side“, ist das Stück durchs Dach geschossen und die Fans haben sich heiser gesungen. Für uns ist das schön wenn die Fans das Lied tragen aber ab und zu greift Hansi ein. Natürlich ist es Gänsehaut pur wenn die Fans so großartig mitshouten. <<

So viele Jahre später diese Single neu aufzunehmen („The Bard`s Song“ wurde 2003 neu released), macht das Sinn? Spielt das Label da ohne Probleme mit?

>> Wir waren halt nie mit den alten Aufnahmen zufrieden. Zudem ist die alte Studioaufnahme viel zu schnell. Ich wollte damals den Mittelteil langsamer spielen aber unser damaliger Produzent überzeugte mich dummerweise vom Gegenteil. Live haben wir es dann aber doch anders gespielt. Also nahmen wir es noch mal vernünftig auf. Und mit dem Label haben wir keine Probleme. <<

Man hat euch ja immer als Soundtrack-Band gesehen. Aber wie kam es jetzt mit der Zusammenarbeit zwischen euch und Uwe Boll zum Film „Schwerter Des Königs – Dungeon Siege“?

>> Wir haben jetzt nicht explizit Songs für diesen Film geschrieben aber zwei unserer Tracks sind im Film gelandet. Das hat uns sehr gefreut, denn es kommt schließlich nicht jeden Tag vor, dass man eine solche Gelegenheit bekommt. Frage mich jetzt bloß nicht nach den Titeln der Tracks, das habe ich leider vergessen. <<

Was läuft in nächster Zeit im Blind Guardian Lager ab?

>> Wir müssen uns auf die Tour vorbereiten und Stücke üben, die wir seit langem nicht mehr gespielt haben. Manches ist so komplex das man es üben muss, bis es wieder perfekt sitzt. Wir sind Perfektionisten. Deshalb bleibt am Ende einer Produktion auch nie Material über. Was wir ablegen schmeißen wir weg. Es gibt somit nichts was später veröffentlicht werden kann. <<
http://www.blind-guardian.de
Steve Burdelak


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