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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BANGALORE CHO ....

BANGALORE CHOIR
Auf den Spuren der Vergangenheit
David Reece, seit Jahren Aushängeschild mit einer der markantesten Stimmen des Rockgeschäft, ist letztendlich doch dem Ruf nach seiner alten Band erlegen gewesen. Bangalore Choir wurde mit nur einem Album, „On Target“ (1992 – Giant Records), in den Poser-Himmel gehievt. Doch es war zu spät. Der Grunge-Rock zog seinen alles zerstörende Kreise und gab diesem Opus keine Chance. Es war die Zeit, als unsere Clique jeder Band aus dem Genre, die im Rock Hard mit drei oder weniger Punkten abgespeist wurde, eine Chance gab. Meistens trafen sie unseren Geschmack ganz genau. Mal eine etwas andere Form, Kritiken für sich zu nutzen. Die Band gab auf, Sänger David landete bei Accept, Drummer Jackie Ramos und Basser Ian Mayo bei Bad Moon Rising und die anderen tauchten fast komplett unter. Später kam David zu Gypsy Rose und produzierte mit Hilfe des Gitarristen Martin Kronlund seine Solo-Karriere. Sie waren auch die Initiatoren zur Reunion. Leider ist nebst David und Gitarrist Curt Mitchell kein weiteres Original-Bandmitglied dabei. Auch die Wahl Andy Susemihls vom Solo-Line-Up des Herrn Reece, als Klampfer in die Band zu bringen, halte ich für keine gute Wahl. Doch David war ein überzeugender Interviewpartner.
2009 kam dein erstes Solo-Album „Reece“ raus. Was ist seitdem passiert?

>> Im Prinzip gab es den üblichen Promotion-Kram für das Solo-Album, den ein oder anderen Gig und dann kam die Arbeit zur Reunion von Bangalore Choir, nachdem Curt Mitchell seine Bereitschaft bekannt gab. Ich schrieb eine Menge Songs und wollte auch mit Curt einen besonderen Reunion-Track komponieren. <<

Da fehlen vom Original-Line-Up satte drei Mann. Wieso hatten sie kein Interesse, den neuen Weg mit dir zu beschreiten?

>> Ach weiß du, Menschen ändern sich und manche wollen nicht die alten Wunden von früher öffnen. Sie wollten lieber weiterhin ihr eigenes Ding durchziehen. Und Jackie Ramos macht neuerdings gar keine Musik mehr. Er hat einen ganz normalen Job. <<

Sollte die Reunion nicht schon viel früher stattfinden?

>> Das ist richtig, aber es gab Business-Probleme. Jeder hatte seinen Manager und die konnten sich untereinander überhaupt nicht einigen. Man trifft schon mal dumme Entscheidungen im Leben. Außerdem gab es verschiedene musikalische Ansätze, die einfach nicht zusammen passten. <<

Wenn man zwei Alben mit so vielen Jahren dazwischen unter dem gleichen Bandnamen herausbringt und das Line-Up sich geändert hat, muss es zwangsläufig etwas anderes sein. Welche Unterschiede erkennst du in der Musik?

>> Selbstverständlich sind wir alle erwachsener geworden und hoffentlich auch besser, haha. Ich wollte natürlich etwas von der Formel behalten, mit der ich die alten Lieder geschrieben habe. Und das ist mir wohl geglückt. Die Musik ist gereift, ohne dass sie den eigentlichen Geschmack des Originals verloren hat. Schließlich habe ich aufgrund der Fans, die sich ewig ein Folgealbum gewünscht haben, das Ding in Angriff genommen. Als wir damals in den Vereinigten Staaten von Amerika gedroppt wurden, dachten wir, dass das Interesse weltweit erloschen sei. Dies war jedoch in Europa nicht der Fall. <<

Warum hast du deinen Gitarristen vom Solo-Album, Andy Susemihl mit ins Boot gebracht. Vermischt das nicht den Sound zwischen Reece und Bangalore Choir?

>> Ich habe da nicht zweimal darüber nachgedacht. Andy und ich verstehen uns bestens und das auch musikalisch. Wir haben diese besondere Chemie. Man setzt uns zwei in einen Raum und schon kommen herrliche Melodien zustande. Er ist ein begabter Songwriter. Wir haben viele der Songs gemeinsam erarbeitet. Ich denke wir haben es geschafft, nicht wie auf dem Solo-Album oder wie Gypsy Rose zu klingen, auch wenn ich immer der jeweilige Shouter bin. <<

Und wo liegt die Grenze? Wo hört Reece auf und wo fängt Bangalore Choir an?

>> Bangalore Choir ist bei weitem nicht so persönlich wie das Solo-Album. Solo gehe ich eher in die Richtung von „Eat The Heat“, dass ich mit Accept gemacht habe. Da klinge ich europäischer. Bangalore Choir ist die Wurzel meiner musikalischen Herkunft. Und die teile ich jetzt kompositorische mit Andy. <<

Welches ist dein persönlicher Favorit der neuen Songs und warum?

>> Ich glaube es ist „Never Say Goodbye“, da es diesen europäischen Touch hat. Aber da wäre auch noch „Survival Of The Fittest“. Dieser Track erinnert mich ständig daran, wo meine musikalischen Wurzeln sind, gerade mit dieser Band. Das sind wirklich wichtige Dinge. <<
Gibt es andere Projekte, an denen du arbeitest?

>> Eine Scheibe mit Vinny Appice (Drummer bei Black Sabbath & DIO) und Bob Daisley (Basser bei Rainbow, Ozzy, Uriah Heep). Ich werde ihnen die düsteren Black Sabbath-ähnlichen Ideen schmackhaft machen und dann sehen wir weiter. <<

Was liegt demnächst an?

>> Ich werde erst mal nach Hause düsen und dann geht es mit Bangalore Choir auf Tour. <<

Hast du noch eine Frage?

>> Ja. Magst du das Album…ehrlich? <<

Sicher. Es ist echt cool. Es gibt andere Dinge, die ich nicht mag.

>> Als da wäre? <<

Du hast meinen Bangalore Coir Live-Bericht noch nicht von deiner Frau übersetzt bekommen? Verstehe. Nun, du bist nicht zum versprochenen Umtrunk gekommen, die Vorgruppen haben nicht gepasst, du bist viel zu spät auf der Bühne erschienen, hast alleine Backstage gesüppelt und das viel zu viel um richtig gut auf der Bühne zu sein und dann warst du um 1:30 Uhr morgens immer noch nicht fertig. Und wir mussten aus diesem Niemandsland „Worringen“ heim. Ich war echt angep***t.

>> Haha, echt. So mies kam das rüber. Sorry, Mann, das tut mir leid. Eigentlich lege ich immer wert darauf, dass sich alle amüsieren. Ich möchte mich offiziell entschuldigen. Das mache ich wieder gut... <<

...Ich weiß!!! Und auch schon wie, haha.

>> Na ja, und Udo Dirkschneider (U.D.O) hatte mich gebeten seinen Sohn für mich eröffnen zu lassen. Es war einfach ein Gefallen. <<

Das habe ich mir schon gedacht.

>> Wenn ich richtig gerechnet habe schulde ich dir jetzt vier Bier in meiner Stammkneipe. <<

So was von richtig. Bis zum Wochenende.



http://www.bangalore-choir.com
Steve Burdelak


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