Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'B' :: BAPHOMET’S BL ....

BAPHOMET’S BLOOD, KETZER, WITCHHUNTER, MESSERSCHMITT, 15.04.2011, Essen - Cafe Nova


Essen - Cafe Nova

15.04.2011
Der Konzertfrühling nimmt auf Uhrzeit und Wetterbedingungen keine Rücksicht;
so erreichte ich das Cafe Nova in Essen bei feinstem Sonnenschein zu einer Uhrzeit, wo man sonst am Gartengrill sitzt. Zum Glück standen hier vor der Lokalität schon mehrere Dutzend Kuttenträger, die auf den Konzertbeginn warteten...

Die drei Jungs von Messerschmitt aus Remscheid (mit Basser Kristian Tamm aus Solingen für die Quote) durften den Abend eröffnen. Leicht holprig hämmerten sie sich durch die Speed-Granaten ihres Demos „Demo’lition“. Mit der Ansage: „Wir spielen jetzt einen Song von unserem ersten Album, das irgendwann mal erscheinen wird“, bewies Sänger und Gitarrist Maik, dass der Spaßfaktor nicht fehlen darf, wie auch das Cover „Deathrider“ von Anthrax musikalisch bewies. Nach zwanzig Minuten war allerdings schon Schicht im Schacht und die Umbaupausenmusik erklang. Doch durch nicht wenige Zugaberufe durften die Jungs nochmals auf die Bretter, um „Legion Of War“ zum Besten zu geben, womit sich die Gesamtspielzeit nun auf immerhin 25 Minuten erhöhte.
Schon nach zehn Minuten Pause erklommen Witchhunter aus Italien die Bühne. Basser Silvio und Gitarrist Federico erstmal schön mit Kippe auf dem Zahn und mit dunklen Sonnenbrillen. Shouter Steve Di Leo trug dafür seine nagelneuen Lederklamotten und bellte seine Vocals in mehreren Oktaven in die bangende und divende Meute. Im Upspeed-Tempo galoppierten sie sich durch das Set, bis erstmals bei “The Breath Of Satan” deutlich das Tempo gedrosselt wurde. Nach fünfundvierzig Minuten war plötzlich Schluss und man verließ die Bühne. Sonst war dies aber ein so cooler Gig, dass ich die Band gern´ noch einmal live sehen möchte.
Als Ketzer die Bühne betraten, gewann das Konzert an Professionalität, so oft wie die Jungs aus Bergisch Gladbach in letzter Zeit auftraten. Ein sehr kurzes Intro läutete die Schlacht im dunklen Thrash-Pit ein, dem niemand die nächsten 50 Minuten entkam. Shouter und Basser mit den vertrauenserweckenden Pseudonymen „Infernal Destroyer“ und „Necroculto“ trugen ´Exreme Aggression´ (Kreator) und ´Live After Death´ (Iron Maiden) Shirts, und ließen zwischen den Songs die Wasserpulle kreisen, während die Audienz nicht nur bei „Fire To Conquer The World“ die Matten kreisen ließ. Nach „My Triumph“ verließen auch Ketzer arg plötzlich die Bühne, wie zuvor Witchunter. Ein abruptes Ende der Schlacht. Keine Zugabe. Schade.
Zu Beginn von Baphomet’s Blood wurde es deutlich leerer vor der Bühne; offensichtlich waren viele der jüngeren Besucher schon auf dem Weg nach Hause. Das tat der schnellen Soundwalze, die die vier Italiener hier starteten, jedoch keinen Abbruch. Sänger und Gitarrist (mit dem schicken Pseudonym) „Necrovomiterror“ gewann nebenbei noch meinen inoffiziellen Shirt-Contest mit dem Logo der New Wave Of British Heavy Metal-Legende Jaguar auf seiner Brust. Und das ein oder andere Riff hat er sicherlich auch bei seinen Lieblingen abgeguckt, denn der Gig strotztE nur so von Gitarren und Ripp-Offs. Sein Bewegungsradius während der kompletten siebzig Minuten maß leider die Masse eines Bierdeckels, da wirkten seine Mitstreiterin am Bass S.V. Goat Necromancer und Gitarrist Angel Trosomaranus schon agiler. “Army Of The Night”, “Satanic Metal Attack“ und “Burn In Hell” hießen die Granaten des Abends. Und mit der Motörhead-Hymne “Killed By Death” gewannen sie auch meine inoffizielle Cover-Competition. Obgleich die englischsprachigen Ansagen des sonst italienisch Sprechenden leicht schnulzig bis putzig rüberkamen, konnten Baphomet’s Blood überzeugen, und verabschiedeten sich nach der Zugabe “Speed Metal Earthquake” amtlich. Negativ zu bewerten war jedoch leider, dass im Cafe Nova immer noch Getränkegläser ausgegeben wurden, was die Verletzungsgefahr der nicht wenigen Banger und Diver erhöhte. Ansonsten kann man hier von einem rundum gelungenen Abend sprechen!
Joxe Schaefer - Pics: Joxe Schaefer


[ Zurück zum Index: 'B' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler