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MAGAZIN :: Index: 'B' :: BULLET, ENFOR ....

BULLET, ENFORCER, SKULL FIST, 09.04.2011, Essen - Turock


Essen - Turock

09.04.2011
Bei schönstem T-Shirt Wetter begab ich mich zum "Turock" nach Essen. Die Temperaturen lockten mich noch auf ein Bierchen vor der Halle zu verweilen, doch ich entschloss mich reinzugehen, denn den Opener Skull Fist aus Kanada wollte ich auf gar keinen Fall verpassen. Daran tat ich auch gut, denn was die vier Old-Schooler mitsamt Drummerin die nächsten fünfunddreißig Minuten auf die Bretter legten, riss das ganze (sich noch füllende) "Turock" mit. Serviert wurden eine Menge Twin-Soli und Doppel-Flying-V-Gepose. Die Songs, allesamt im Up-Tempo-Bereich, klangen wie eine Mischung aus Cauldron (Vocals) und Riot (Gitarren). Das sah auch Bullet-Ober-Fan Jörg so, der seinen Lieblingen schon seit Tagen nachreiste. Beim Titeltrack der aktuellen EP „No False Metal“ schulterten sich die Gitarreros. Ein obskurer Anblick, eine Linkshänder Flying V und eine Rechtshänder übereinander, den ich so noch nicht gesehen hab´. Leider ging schon nach sieben Tracks das Hallenlicht an, doch die lauten Skull-Fist-Rufe mit gereckten Fäusten bis in die letzte Reihe (!) zeigten Wirkung. Das Licht ging wieder aus und man bediente die Menge mit dem New Wave Of British Heavy Metal-Klassiker „Angel Witch“. Schon lange hab´ ich keinen Opener mehr gesehen, der die Menge so begeisterte!

Jetzt lag die Messlatte für Enforcer sehr hoch. Als Intro brüllte Judas Priests „Diamonds And Rust“ aus den Boxen, bevor die zum Quartett geschrumpften Schweden die Bühne enterten und in punkto Action tatsächlich noch eine Schippe drauflegten. Der Funke sprang sofort ins Publikum über; es gab Stagediving all the time. Sänger Olof hatte die Gitarre vom ausgestiegenen Adam Zaars übernommen, und tobte mit ihr über die Bretter wie zuvor ohne. Das wirkte noch etwas unbeholfen, und auch der Gesang litt etwas. Dass nach dem Weg zurück zum Mikro dieses nicht immer sofort so gefunden wurde, um pünktlich einzusetzen, schien bei dieser Speed-Orgie niemanden der 500 Anwesenden zu stören. Mit „Katana“, „High Roller“, „Walk With Me“ reihten sich die Highlights mit viel Synchron-Posing der Axtmänner sowie auch einer Gruppe Poserinnen aneinander, die für die letzten Stücke zum Popowackeln und Haare werfen die Bühne enterten. Leider war der Spaß schon nach fünfundfünfzig Minuten vorbei.
Einen Blick auf das Merchandise zu ergattern war gar nicht einfach, denn hier stand man Schlange. Kein Wunder, denn jede Band hatte mindestens zwei coole T-Shirts im Angebot, die es allesamt für je fünfzehn Euronen abzugreifen gab. Dazu reichlich Tonträger auf Vinyl und CD, sogar schwarze, benietete Bullet-Clogs und eine „Highway-Pirates-Piraten-Augenklappe“. Bullet selbst schwitzten wie immer ihre schwarzen Moppedjacken im Nix-Drunter-Look voll, und das schon beim Opener, der wie die Augenklappe titelte. Nur der Sänger mit der Brian Johnson Röhre, Hell Hofer, trug stilecht ein Muskelrockshirt, jener truemetallischen Veranstaltung im eigenen Vergnügungspark „Tyrolen“, den z.B. Klampfer Hampus und Basser Adam nahe Växjö bewohnen Als bei „Turn It Up Loud“ vier Feuersäulen vorm Drumpodest nach oben schossen, wurde es richtig warm im Saal. Wenn auch „The Rebels Return“ fehlte, so waren die Partygäste im "Turock" mit der AJZ-Bahndamm-Hymne „Dusk Till Dawn“ und der Zugabe „Price To Pay“ überglücklich. Zu Letzterem brüllte mir ein Götz Kühnemund (Chefredakteur des Rock Hard) ins Ohr, das wäre sein Lieblingssong, überließ mir sein Bier und sprang wieder ins Getümmel, bevor Hell Hofer sich bei der besten „Crowd for a long time“ bedankte und mit der letzten Zugabe „Bite The Bullet“ nach einer Stunde Vollparty die Lichter ausgingen. Insgesamt gingen alle Bands zeitgleich über die Ziellinie, so durften wir quasi ein kleines Festival mit drei Headlinern erleben. Und ohne den Manta-Antennen-Fuchsschwanz an der Schulter von Basser Adam, und den Rausschmeißer „Cherry Pie“ (aaaah, von den Posern Warrant...wahrscheinlich der coolste Song des Abends, haha. SBk) aus den Boxen beim Bühnenabbau wäre es auch ein endlos geiles Konzert gewesen...
Joxe Schaefer - Pics: Joxe Schaefer


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