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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CATARACT

CATARACT
Abnehmende Linsentransparenz begünstigt keine Otosklerose
Ich bin immer wieder freudig überrascht, wie bodenständig und bescheiden Musiker im Metal-Bereich sind. Ein weiteres Beispiel hierfür sind Cataract bzw. mein Interviewpartner Ricky Dürst., der u. a. seine Arbeit, die mittlerweile einige Anhänger gefunden hat, im Spaßkontext sieht. Er steht dazu, dass eine Band sich nicht jedes Mal neu erfinden muss (wogegen ich auch keine Einwände habe, nur darf man sich nicht so brutal selbst kopieren wie es dieses Jahr das NWOBHM-Flaggschiff Iron Maiden fabriziert hat) und auch der optimale Sound nun mal der optimale Sound ist. Wenn man diese einfachen Punkte beachtet, dann kann man sich auf den wesentlichen Teil konzentrieren, was für das Ergebnis, wie man auf „Killing the Eternal“ hört, nicht abträglich ist. Genug der einleitenden Worte, ich wünsche euch nun viel Spaß mit dem Interview.
Hallo und einen schönen Gruß in die schöne Schweiz. Ich hoffe es geht euch gut und ihr seid mit den Resonanzen zu „Killing the Eternal“ zufrieden!?

Ricky: >> Hi Robert, alles im grünen Bereich hier, danke! Oh ja sehr, es kommt eigentlich genau so an wie wir es uns erhofft haben! <<

Wo wir gerade bei eurem neuen Album sind, welche Vorstellungen hattet ihr, wie das Album klingen sollte und inwieweit wurden eure Vorstellungen Realität??

Ricky: >> Wir wollten direkte, kompakte Songs haben auf einem Album, dessen Sound sich von der ganzen durchproduzierten Ware unterscheiden sollte. Wir wollten ein Live-Feeling drauf haben, haben deswegen nicht lange rumgebastelt wenn mal was nicht hundert Prozent sauber gespielt war und haben bei den Sounds auf Trigger und Samples verzichtet. Tue Madsen hat dann dafür gesorgt, dass es trotzdem massiv klingt und die Schuhe auszieht! Ich denke wir haben’s genau so hingekriegt wie wir’s uns vorgestellt haben. <<

Ihr habt es geschafft zu einer Schweizer Institution aufzusteigen. Wie fühlt man sich, wenn man derartiges erreicht hat und welche Ansprüche könnt ihr für euch jetzt noch definieren?

Ricky: >> Es ist natürlich sehr schmeichelnd, sowas zu hören; vor allem weil wir die Band nach wie vor aus reinem Spass an der Sache machen. Für mich ist das ganze immer noch wie ein halber Traum – als ich damals mit Simon angefangen habe im Proberaum rumzulärmen, war das erklärte Ziel mal ein paar Shows zu spielen. Ansprüche habe ich ehrlich gesagt keine, ich bin happy dass es mit der Band nun schon so lange so gut läuft und wir uns immer noch behaupten können. <<

Wenn man ein gewisses Level erreicht hat, wird es schwer sich neu zu definieren. Zumindest hörbar hatte ich den Eindruck gewonnen, dass „Killing the Eternal“ im Vergleich zum selbstbetitelten Vorgänger keine großen Unterschiede aufweist. Stagnieren Cataract auf hohem Niveau oder seid ihr endlich da angekommen, wo ihr hinwolltet und die Fans euch am liebsten haben?

Ricky: >> *Haha* Ich muss sagen, dass erstaunt mich nun ein wenig, aber es passt eigentlich ganz gut zu den bisherigen Rückmeldungen, die zwischen „endlich wieder mehr Hardcore“ und „endlich nur noch Metal“ liegen! Die Songs sind auf „Killing the Eternal“ viel kürzer als auf dem Vorgänger, wir empfanden die zwei Jahre nach dem Release als enorm lang und aufwändig konstruiert – also für unsere Verhältnisse… – das wollten wir diesmal nicht. Wir haben bei allen Songs weggekürzt was ging, um alles kompakter und konzentrierter zu machen. Ich würde also schon sagen, dass das eine massive Änderung ist. Der Hardcore-Einschlag ist meiner Meinung nach deutlich stärker geworden, die Songs sind kürzer. Interessanterweise kann ich aber dein Fazit im Prinzip gleich übernehmen, denn „Killing the Eternal“ sollte so klingen, wie wir live auftreten und die Leute uns bei den Shows erleben. <<

Ein Punkt dieses Eindrucks könnte sein, dass ihr bereits seit Jahren mit Tue Madsen zusammenarbeitet. Inwieweit seht ihr in dieser Zusammenarbeit positive Aspekte in Bezug auf das Gesamtergebnis und wäre es nicht langsam mal an der Zeit, die sprichwörtlichen Pferde mal zu wechseln?

Ricky: >> Ist ein guter Punkt, aber ich frage mich: wozu? Tue macht den Sound, den wir uns wünschen, und die Zusammenarbeit mit ihm klappt hervorragend. Klar kann man drüber diskutieren, ob ein neuer Produzent neuen Wind in die Band bringt, aber wir sind da sehr traditionell veranlagt und wissen sehr gut wie unser Sound klingen soll. <<
Trotz meiner kritischen Hinterfragung möchte ich nicht verhehlen, dass „Killing the Eternal“ wieder einmal ein Dampfhammer aller erster Güte geworden ist. Wie wurde es von euren Fans aufgenommen?

Ricky: >> Eigentlich durch die Bank sehr gut! Wir sind mit den Reaktionen sehr zufrieden, die Leute schätzen den direkten Ansatz den wir gewählt haben. Ich denke es gibt genug Bands die sich auf Teufel komm raus was Neues aus den Fingern saugen wollen. Wir konzentrieren uns auf das was uns Spass macht, wir müssen niemandem irgendwas beweisen. <<

Wie sind jetzt eure weiteren Pläne? Promotion, Tour und im nächsten Jahr diverse Festivalbühnen?

Ricky: >> So kann man es zusammenfassen. Wir machen eine Weekend-Tour sicher bis in den März hinein, die Shows stehen nun schon fast alle und dann hoffen wir, dass wir im Frühjahr 2011 eine richtige Tour auf die Beine kriegen. Und dann im Sommer ein paar coole Festivals spielen… so sieht’s aus. <<

Euch gibt es mittlerweile auch schon seit gut zwölf Jahren. Wie seht ihr eure bisherige Entwicklung und was denkt ihr, könnt ihr mit dieser Band noch erreichen bzw. verwirklichen?

Ricky: >> Ich bin sehr zufrieden. Ich hab vor Jaaaahren in einer Power Metal Band namens SORCERESS angefangen, da wollten wir Mucke a la Dream Theater machen, hat nicht ganz geklappt, aber wir hatten ein paar spassige Shows in den lokalen Jugendzentren so um 1986 rum. Dann hab ich Simon (Füllemann – Anm. Red.) kennengelernt und wir legten mit ARMICIDE los – damals war es mein Traum ´ne 7“ zu machen und Shows im Ausland zu spielen. Ich bin ein Mann simpler Freuden und so wie die Dinge sich entwickelt haben kann ich echt zufrieden sein. Meine Motivation für die Band war immer Spass dran zu haben, coole Shows zu spielen und mit den Leuten Party zu machen, die unsere Musik mögen. Ob das nun in der Schweiz oder Europa oder sonstwo auf der Welt ist, ist nebensächlich, und ich denke die anderen Jungs haben in etwa die gleiche Motivation. Klar hat es uns damals enormen Auftrieb gegeben, als wir von Metal Blade gesignt wurden, aber die Prioritäten für uns haben sich nicht geändert. Was wir noch hinkriegen wollen sind eine Hucke voll Shows an Orten zu spielen, an denen wir noch nie waren! <<

Vielen Dank für deine Zeit. Zum Schluss möchte ich dir Gelegenheit geben, ein paar Worte an unsere Leser und eure Fans zu richten.

Ricky: >> Danke erstmal an euch für die Unterstützung! Alle, die von den durchfrisierten Synchronhüpfern die Fresse voll haben, legt euch „Killing the Eternal“ zu und kommt zu unseren Shows! <<

*ggg* Coole Ansage! Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolgt mit „Killing the Eternal“!

Ricky: >> Wir haben zu danken! <<
http://www.cataract-collective.com // http://www.myspace.com/cataract
Robert Buder


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