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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DWAALSPOOR – ....

DWAALSPOOR – 18.09.2010, Rotterdam „Club Exit“


Rotterdam „Club Exit“

18.09.2010
Was für ein Wochenende: während in Deutschland eine Woche später „Of The Wand And The Moon: aus fadenscheinigen Gründen beim „Mithras Garden“-Festival auf der Burg Satzvey vom Billing geschmissen worden, spielen in Holland unbehelligt von der verblendeten Antifa und rückgratlosen Veranstaltern an diesem Wochenende nicht nur Sonne Hagal und Die Weisse Rose in Tilburg (siehe gesonderteR Konzertbericht), sondern im Rahmen der „Dwaalspor“-Veranstaltungsreihe GNOMONCLAST und die LUFTWAFFE, ergänzt durch einen kurzen Gastauftritt von DIE WEISSE ROSE.

Den Auftakt des Abends bestritten GNOMONCLAST, die mit „Tempus Null“ beim italienischen Label „Old Europa Cafe“ vor wenigen Monaten ihr eindrucksvolles Debüt veröffentlicht haben und live nicht minder beeindruckend zu Werke gingen. Unterstützt von Sasha Felina beim Gesang, an der Querflöte und den Trommeln sowie B9 Invid (LUFTWAFFE), versteckt unter einer schwarzen Kutte, Boten GNOMONCLAST eine gute Stunde wundervoll und virtuos dargebotenen Neofolks, der etwas abseits der üblichen Norm liegt, was sich alleine an der häufig an Jethro Tull erinnendern Flöte und einem geigenähnlichen Instrument in Totenkopfform ablesen lässt. Dadurch offenbaren GNOMONCLAST zuweilen leicht psychedelische, aufgrund der ab und an mittelalterlich anmutenden Melodien musikalisch abwechslungsreiche und ungewöhnliche Züge in diesem Genre. Dass GNOMONCLAST aber auch anders können, beweisen das deutlich aggressivere „Hated“ sowie „Beast Of Xtian Zionism“. Ein sehr schöner Auftritt.
Nach einer kurzen Umbaupause erfolgt der gut zwanzigminütige Gastauftritt von DIE WEISSE ROSE bei der Thomas Bojden nur von einer Trommlerin unterstützt wird und mit der Coverversion von „God Punish England“ (Der Blutharsch) einen ungewohnten Einstieg in den kurzen Auftritt findet. Überhaupt zeigt DIE WEISSE ROSE sich am heutigen Abend von einer ungemein aggressiven Seite, ganz im Gegensatz zu den ansonsten doch recht mystisch gehaltenen Auftritten mit Fackeln und ehrfurchtsvoller Atmosphäre. Mehrfach knallt Thomas den Mikroständer zu Boden und schreit seine Wut und seine Verzweiflung ins Mikro, wahrscheinlich schon als Vorgeschmack auf das neue, dem Vernehmen nach sehr viel rauere und härtere Album. Es sitzt an diesem Abend zwar nicht jeder Trommelschlag perfekt, doch die Intensität des Auftritts macht spielerische Schwächen spielerisch wett und begeistert die Anwesenden, von denen nicht wenige wieder aus Deutschland angereist waren.
Nachdem DJ Distorted Chaos die Umbaupause mit neofolkloristischen Hymnen überbrückt hat, stehen LUFTWAFFE auf der Bühne, vom Line-Up her identisch mit GNOMONCLAST, die sich bei Auftritten immer gegenseitig unterstützen, und leiten die Show mit dem schamanenhaften „Cultural Hell“ ein. Den gesamten Auftritt über wird ein Lehrvideo der ehemaligen Deutschen Luftwaffe mit Ausschnitten von Luftkämpfen aus dem II.Weltkrieg gezeigt, der den, für Neofolk-Verhältnisse, recht aggressiven Auftritt begleitet. Die Live-Version „Kronostory“ unterstreicht diesen musikalischen Tenor, während sich Thomas Bojden bei „Nebuchadnezzar Division“ zur LUFTWAFFE gesellt und die Band an den Kesselpauken unterstützt um dem Song somit noch mehr Druck zu verleihen. Man merkt der Band die Live-Routine an, die sie schon bei unzähligen Live-Auftritten (u.a. mit Boyd Rice) unter Beweis stellen konnte und so machen LUFTWAFFE ihrem Namen alle Ehre, indem sie beinahe schon in Stuka-Manier über das Publikum herfallen und musikalsich auch nicht davor zurückschrecken Elemente des Martial Industrial. Wie bei „Ere I Perish“, in ihren Sound zu integrieren.

Übrig bleibt die Erinnerung an einen denkwürdigen Abend und ein wundervolles Konzert inmitten Rotterdams. Schade, dass man LUFTWAFFE in Deutschland wohl nie live wird erleben können. Eine Woche später traten GNOMONCLAST und LUFTWAFFE gemeinsam mit ART ABSCONs in Prag auf.
Michael Kuhlen - Pics: Michael Kuhlen


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