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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ASTRAL DOORS

ASTRAL DOORS
Die Stimme von Ozzy im Power-Metal
Ein Handicap oder ein positives Merkmal? Was auch immer, aber Sänger Nils Patrik Johansson wird das Stigmata seiner Stimme nie los. Es ist wie es ist, er klingt stets nach Ronnie James Dio. Und dennoch schaffen die Schweden mit ihren Releases einen steten Erfolg in der Metal-Szene an Land zu ziehen. Mit dem neuen Album "Requiem Of Time" erhalten die Rocker das dritte Interview in Folge. Und das verdienterweise, denn nicht ein Album seit 2005 erhielt in unserer Redaktion unter acht Punkten. Deshalb ist es wieder mal an der Zeit den Sänger der Band auszuquetschen.
Dies ist das fünfte Astral Doors-Album, das für das Obliveon-Mag besprochen wurde. Ihr konntet wieder richtig absahnen. Die Konkurrenz-Blätter und Webzines halten euch jedoch eher für eine stinknormale Power-Metal-Band ohne eigene Ideen. Da werdet ihr eher mit unserer Meinung konform gehen, haha. Oder wie seht ihr das Ganze?

>> Na ja, wir haben unser Konzept und viele Fans mögen den Stil unserer Musik, sonst wären es ja auch keine Fans. Natürlich stehen wir selbst alle zu unserer Ausrichtung und wollen diesbezüglich nichts ändern. Wir haben sehr viel Selbstvertrauen in unsere Arbeit und schließlich stiefeln wir nicht alleine in der Szene herum. Es wäre dumm bei unserem Erfolg etwas zu ändern. Alle können sagen was sie wollen. Wir werden weiterhin das machen was wir wollen. Wer es nicht mag soll sich was anderes anhören. Wir haben versucht den Sound unserer Helden zu modernisieren und das ist uns anscheinend ganz gut gelungen. Wir werden des Öfteren mit Rainbow oder Black Sabbath verglichen, allein aufgrund der Vocals und dennoch setzen wir uns mit vielen Erneuerungen von diesen Bands ab. <<

Natürlich wirst du am meisten mit dem Meister Ronnie James Dio in Verbindung gebracht. Kannst du diesen Vergleich überhaupt noch hören?

>> Das geht voll in Ordnung. Ronnie ist schließlich der beste Sänger aller Zeiten. Ähnlichkeiten könnte und will ich gar nicht leugnen. Es macht mich stets glücklich mit ihm verglichen zu werden. <<

Das Problem ist dass DIO auf den letzten Alben einfach nicht mehr das großartige Songmaterial auffuhr, das ihr parat habt. Ronnie hatte seine Zeit mit Rainbow, Black Sabbath und den anfänglichen Solo-Alben, aber das war es. Er ist ein großer Meister vor dem Herrn, aber die neueren Songs konnten mich nicht kratzen. Eure Songs wären die richtigen für DIO gewesen.

<< Danke, danke. das sehe ich ähnlich. Egal was Kritiker sagen, ein cooler Song bleibt ein cooler Song. <<

Was passierte nach dem Release von "New Revelation"?

>> Der Bassist stieg aus und jetzt haben wir einen neuen Basser, haha. Er heißt Ulf Lagerstroem. Kein großes TamTam. Mika hatte nur keine Lust mehr am Songwriting. Ulf ist diesbezüglich ein großes Talent und ich denke wir werden das für den nächsten Longplayer ausnutzen. Wir haben jede Menge Gigs in ganz Europa, aber besonders in Skandinavien absolviert. Und natürlich haben wir uns eineinhalb Jahre Zeit für dieses Album gelassen. Wir wollten keinen Stress, sondern das beste Ergebnis, das erreichbar war. <<

Kannst du uns die Story über das Cover der Debüt-CD erzählen, das die Japaner strikt ablehnten?

>> Das ist eine sehr kuriose Sache, die Japaner hassten das Artwork einfach. Es war ihnen zu anrüchig, zu religiös. Also gab unser Manager ein Science Fiction Bild ab, doch da passte jetzt nicht mehr der Albumtitel. Also nannten wir es „Cloudbreaker“. Dazu kamen noch ein paar Bonus-Tracks, die dort immer notwendig sind und fertig war die Kiste. Dafür hatten wir Fans in Europa, die selbst nebenbei noch die japanische Version gekauft haben. Nur um alles zu besitzen was wir veröffentlicht haben, haha. Obwohl sich der Aufwand fast nicht mehr lohnt, denn der japanische Markt gibt nicht das her, was er mal war. <<

Im Info sprecht ihr darüber, dass „Requiem Of Time“, eine Hommage an die 70er-Jahre darstellt. Mir kam es musikalisch eher als eine Widmung an die 80er-Jahre vor.

>> Ich denke eher dass es beide Jahrzehnte enthält und repräsentiert. Wir haben sehr viel Inspiration aus Rainbows „Rising“ gezogen als auch aus der Zeit des New Wave Of British Heavy Metal. Da wären Iron Maiden und Judas Priest zu nennen. Übrigens haben uns auch Accept stark beeinflusst, ihr Riffing ist einfach phänomenal. Wir halten uns an die Klassiker. <<

Deswegen klang dieses Werk für mich wie das erste DIO-Album, was eigentlich nicht möglich ist, haha. 70ies-Style habe ich wenig entdeckt. Ihr habt überhaupt keinen Line-Up-Wechsel gehabt. Na ja gut, gerade mal einen Bassisten. Wie schafft man das im Laufe der ganzen Jahre?

>> Das ist kein Problem. Wir hängen privat nicht wie die Hühner zusammen. Wenn wir im Studio sind oder auf Tour ist das eine Sache, aber danach hat jeder seinen eigenen Geltungsbereich. Man muss nicht immer wie die besten Freunde alles teilen. Da gibt es zu viele Reizzonen. Und wenn wir uns treffen, haben wir Spaß und sind einfach ausgelassen. Wir sind alles Typen die locker sind, in sich stabil. Es gibt schon Streitigkeiten, aber in geordneten Bahnen. <<
Früher hat Peter Tägtgren (Pain, Hypocrisy) eure Alben produziert. Heuer greift Martin Haglund (euer Gitarrist) zu den Reglern. Worin unterscheiden sich die beiden?

>> Martin und Peter sind sehr gute Freunde und deshalb war Peter immer so nett uns auszuhelfen. Aber Martin ist selbst an der Produktionsarbeit interessiert. Er hat Peter immer über die Schulter geschaut. Und da er Mitglied dieser Band ist, hat er natürlich ein einfühlsameres Händchen. Und wir alle waren der Meinung, dass es nicht schaden kann wenn jemand anders Hand an unser Album legt. Es war ein Lernprozess bei dem Peter den Ton angab und nun es ist vollbracht. Zeit auf eigenen Füßen zu stehen. Wir haben aber vorher mit Martin einen Test gemacht. Wir schrieben einen Song für unser Lieblings-Hockey-Team und er durfte ihn produzieren. Anhand des Ergebnisses wollten wir uns entscheiden und es hat geklappt. <<

Und so spart ihr eine Menge Geld.

>> Eben. Das muss man heutzutage immer in Betracht ziehen. <<

Ihr habt zwanzig Titel komponiert. Vierzehn Songs befinden sich auf dem Album. Nach welchen Kriterien selektiert ihr eure Songs für einen Tonträger aus und was geschieht mit dem Rest?

>> Die Reste und davon haben wir einige… <<

Ich weiß, sechs Stück, haha.

>> Richtig! Sie sind so gut, dass wir sie auf das nächste Album packen werden. <<

Das ist mal eine ehrliche Antwort. Andere Musiker behaupten stets neue Songs für ihre Werke ausgewählt zu haben.

>> Nein, wir nicht. Nachdem wir uns für die Songs des Albums im Team entschieden haben, machen wir auch die anderen fertig. Zudem haben wir den Hockey-Song auf Schwedisch und Englisch aufgenommen. Den wollen unsere Fans auch haben. <<

Welcher ist dein Lieblings-Song vom aktuellen Album und warum?

>> Wenn ich nur einen einzigen aussuchen dürfte, dann wäre es wohl der letzte Track der CD, „When Darkness Comes“. Er ist eher langsam und schleppend, sehr heavy und unheimlich „evil“. Es ist der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Sehr powervoll. Ich liebe ihn. <<

Wenn du einen solchen Song komponierst und textest, setzt du dich dann mit einem Thema auseinander, das du selbst erlebt hast oder denkst du dir eine fiktive Geschichte aus?

>> Ich fange immer erst mit der Gesangsmelodie an und erst danach verfasse ich die Lyrics. Geschichten fallen mir mit Leichtigkeit ein. Da gibt es nie Probleme. Ein Text dauert höchstens eine Stunde, dann ist er fertig. Ich brauche keine bestimmte Laune oder ein Ereignis. Das sprudelt nur so aus mir heraus. Natürlich gibt es auch Songs wie „Call Of The Wild“. Der handelt von einem Magazin, auf das ich echt sauer bin. Die haben richtige Scheiße geschrieben und kriegen jetzt die Retourekutsche, haha. <<

Welche Ereignisse regeln demnächst eure Freizeit?

>> Es stehen eine ganze Menge Gigs auf dem Kalender. Das wird richtig heavy. Dann hätten wir noch ein Festival in Ungarn und etliches Anderes. <<
http://www.astraldoors.com
Steve Burdelak


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