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MAGAZIN :: Index: 'C' :: CRUCIFIED BAR ....

CRUCIFIED BARBARA
Ladies mit Eiern
Im Jahre 2005 noch als All-Girl-Band verschrien, die angeblich nur gut aussieht, belehrten mich die schwedischen Mädels auf dem "Sweden Rock"-Festival eines besseren. Die Ladies haben Eier und ziehen krass und hart vom Leder. "Looks that kill", und Können. Was will man mehr? "In Distortion We Trust" war der erste Silberling und bekam sogar die Beachtung von Lemmy Kilmister. Nach jahrelangem Stocken setzte sich der derbe Rock `n` Roll-Sound auch hierzulande durch und man genehmigte sich zum aktuellen Album "Till` Death Do Us Party" eine Headliner-Club Tour. Im "Turock" in Essen sah ich mir die Show an und hatte das Glück die Fronterin Mia Coldheart vor der Show auf den Zahn zu fühlen.
Mia, wie kam es dazu, dass ihr doch noch ein respektabler Act wurdet?

>> Eigentlich hatten wir schon früh Ambitionen berühmt zu werden und gründeten uns bereits im Jahr 1998. Damals gab es ein anderes Line-Up. Das heutige kam erst 2000 zu Stande. Es dauerte ca. drei Jahre bis zum Label-Deal und ein weiteres Jahr bis die erste Single "Losing The Game" erschien. Die wurde so richtig erfolgreich und festigte den Verkauf des Albums das folgte. Von da an ging es stätig bergauf und man wurde gewahr, dass wir nicht mit Platzpatronen schießen. <<

Und dennoch habt ihr als neue Band ziemlich lange, genau gesagt vier Jahre gewartet, bis ein neues Produkt im Laden steht. Warum?

>> Wir haben einfach nicht mit diesem großen Erfolg gerechnet und bekamen im Anschluss so viele Angebote europaweit, die wir annehmen wollten, dass für den Rest einfach keine Zeit war. Jeden Tag gab es etwas Neues zu entdecken. Wir hatten keine Zeit zum Schreiben. Und nach der Tour mit Motörhead waren wir absolut ausgelaugt. Danach kam der Aufnahmeprozess und schließlich wird der richtige Release-Moment abgewartet. Zudem beteiligen sich alle Girls am Prozess des Songwritings und das braucht Zeit. <<

Woher nehmt ihr eure Inspiration zum Schreiben? Was berührt euch?

>> Das kann fast jedes Thema sein. Meistens Dinge, die uns selber passieren und jede Menge Emotionen hervorrufen. Manchmal bewegen uns auch ganz gewöhnliche Nachrichten. <<

Englisch ist ja nicht eure Muttersprache. Habt ihr Hilfe bei den Texten oder seid ihr perfekt in Englisch?

<< Wir schreiben mit den Worten die uns liegen. Nur manches Mal wird im Wörterbuch nachgeschaut. <<

Wie war das mit den Aussagen, die euch als Chick-Act deklarierten?

>> Na ja, die gab es schon, aber nur hinter unserem Rücken. Wenn du nach dem Gig angesprochen wirst sind die Menschen meist voller Lob. Wir selber werden immer höflich behandelt. Wir haben aber über unsere Promoter schon andere Stimmen vernommen. <<

Wenn Männer Metal spielen kommen Männer und Frauen zum Gig. Wenn Frauen spielen kommen fast nur Männer. Warum?

>> Das ist spezifisch bei euch so. Keine Ahnung warum. Die restlichen Club-Gigs in Europa hatten weitaus mehr Ladies im Publikum. Normalerweise gibt es für uns keine Unterschiede im Publikum. <<

Ist es generell tougher für Frauen im Metal-Business Akzeptanz zu finden?

>> Ich glaube nicht. Bei uns klappt es ganz gut und wirkliche Probleme hatten wir nicht. Es macht sogar mehr Spaß, denn man hat kaum Konkurrenz. Viele Fans kennen nur Girlschool und lieben unseren Sound. <<

Welche Klischees fahrt ihr auf?

>> Keine Ahnung. Früher, am Anfang, haben wir gegenseitig gefragt, was der andere auf der Bühne anzieht. Und das war alles (lacht). <<

Euer neues Album hört sich tougher beziehungsweise härter an als der Vorgänger. Wie kam es zu diesem Härtegrad?

>> Eigentlich wollten wir nur mehr Variationen in der Dynamik schaffen. Wahrscheinlich geriet vieles mit den Lyrics ins härtere Klangkorsett. Zudem singe ich etwas anders als auf der ersten Scheibe. Wir hatten jede Menge zu schreiben und haben uns ganz anders auf "Till` Death Do Us Party" vorbereitet. Wir konnten uns mehr und mehr verwirklichen. <<
Gibt es Dinge die ihr zwischen beiden Alben besonders gelernt habt?

>> Ja sicher, der gesamte Produktionsprozess wurde an uns herangetragen. Das ist eine Menge Arbeit, jedoch sehr interessant und spannend. Da macht uns so schnell keiner mehr was vor. <<

Gibt es etwas Besonderes, das ihr auf eurem Album haben wolltet, auf das ihr fokussiert ward?

>> Eigentlich nicht. Wir wollten nur besser sein als vorher (lacht). Man könnte aber immer mehr Zeit für die Produktion gebrauchen. <<

Kein Interesse an einem Coverstück oder einem Gastmusiker?

>> Phil Campbell (Gitarrist) von Motörhead hat auf unserem neuen Album mitgespielt. Der Track hieß "Dark Side". <<

Ihr nehmt euch eine Menge Zeit für gute Fotos und der Promotion. Gab es da ein besonderes Konzept und wie reflektieren diese Dinge eure Musik?

>> Auf jeden Fall sollte das Cover eine wilde Party darstellen und absolut den Tenor des Albums und natürlich auch den Titel repräsentieren. Da hat sich der Cover-Künstler selbst übertroffen. <<

Das Ding ist echt cool. Jedes Mal wenn man es anschaut, entdeckt man etwas neues.

>> Genauso sollte es sein. <<

Gibt es Probleme Partner für eine Tour zu finden, wenn Frauen an Bord sind? Ich denke da an Umkleideräume und Toiletten, sowie Duschen oder Übernachtungsmöglichkeiten? Das kann ja mal eng werden.

>> Nein, nicht wirklich. Wie sind alles coole Leute und mit allen, die wir mit auf Tour hatten, konnten wir problemlos umgehen. Das ist Rock `n` Roll Alter (lacht). <<

Was ist für die Zukunft geplant?

>> Zu Hause werden wir mit Europe touren. Der schwedische Eurovision Song-Kontest steht auch noch an. Das werden wir auf jeden Fall in Angriff nehmen.. <<

Na dann viel Spaß.
http://www.crucifiedbarbara.com
Steve Burdelak


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