Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

MAGAZIN :: Index: 'D' :: DEVIN TOWNSEN ....

DEVIN TOWNSEND, 29.06.2010, Köln - Underground


Köln - Underground

29.06.2010
Nach einer selbst verordneten, jahrelangen Tourpause hatte der Meister aller Klassen ein Einsehen mit seinen Fans und ergänzte seine europäischen Sommerfestival-Shows recht kurzfristig mit wenigen, dazu noch spärlich beworbenen Cub-Dates. Angestachelt von einer herausragenden, Festival-bedingt jedoch arg kurzen Performance beim belgischen Graspop Metal Meeting machte ich mich erwartungsfroh auf den Weg gen Köln, um DEVIN TOWNSEND in heimeliger „Undergound“-Atmosphäre erleben zu können. Da im Vorfeld kaum Promotion stattgefunden hatte, war mein Erstaunen um so größer, dass die Kölner Location mit grob geschätzten 300 Fans mehr als gut gefüllt war und der Zuspruch somit höher lag als bei vergangenen Townsend-Shows zu Beginn des Millenniums. Gut so, denn dieser Ausnahmekünstler hat definitiv Hingabe verdient. Gefühlte 40 Grad Innentemperatur luden jedoch zu Beginn des Abends nicht dazu ein den musikalisch deplatzierten, mir zudem - auch namentlich - völlig unbekannten lokalen Opener zu begutachten. Sorry, aber das Biergartenwetter der extremen Luxusklasse lud zu Kaltgetränken in den Vorhof des Konzerttempels ein.

Die Frage nach Stimmung und Motivation von Meister Townsend erübrigte sich nach den ersten Akkorden des Openers „Addicted“. Bestens gelaunt, Grimassen schneidend, extrem agil, unbändig spielfreudig und ob der frenetischen Reaktionen sichtlich berührt, präsentierte sich Devin als obersympathischer Weirdo. Ob er nun „I love Cats“ ins Mikro krakeelte, wild gestikulierend mit den Fans feixte, sich von den Townsend-Nerds in der ersten Reihe den Schweiß von der Stirn tupfen ließ, mit unfassbaren Gesangsleistungen glänzte, aufgrund der Textsicherheit des Auditoriums wahrhaft berührt zu sein schien oder Soli im Publikum stehend zum Besten gab: dieser Gig war hochwertiges, musikalisches Entertainment der gehobenen Sonderklasse, untermalt von einem Querschnitt seiner Solowerke von „Ocean Machine“ bis hin zu „Addicted“ (selbst „Ziltoid“ gab sich die Ehre), wobei sich der Verfasser dieser Zeilen vor allem von „Earth Day“, „Kingdom“, „Deadhead“, dem bereits erwähnten, eröffnenden „Addicted“-Titeltrack sowie „Life“ ergriffen zeigte. Wenn letztgenannter „Ocean Machine“-Geniestreich seinerzeit mit Major-Unterstützung und massivem Video/Radio-Airplay gelaufen wäre (und somit dem Mainstream in die Ohren hätte kriechen können), dann hätte Devin mit diesem Alternative-/Pop-Metal Monstrum einen lupenreinen (Verkaufs-)Hit einfahren können; ...die Musikwelt jedoch ist ungerecht.

Nichtsdestotrotz dürften sich alle Anwesenden indes einig gewesen sein, mit Devin Townsend eines der letzten großen Genies des Rock/Metal-Genres on stage gesehen zu haben.

Fazit: absolut fantastisch, völlig mitreißend und unfassbar gut! Bitte mehr als zügig auf europäische Bühnen zurückkehren!!!
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


[ Zurück zum Index: 'D' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler