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MAGAZIN :: Index: 'A' :: ACCEPT Listen ....

ACCEPT Listening Session
Das Metal Urgestein ACCEPT lud nach Gelsenkirchen zur Listening Session, um ihr neues Studioalbum ’Blood Of The Nations’ vorzustellen und die gesammelte Presse war da. Denn, es galt hier über zehn Jahre ohne nennenswerte Veröffentlichung vergessen zu machen. Noch dazu warteten alle Anwesenden gespannt, wie sich der neue Sänger Mark Tornillo, Insidern noch von den 80er US Rockern TT QICK bekannt, als Nachfolger von “Brüllwürfel“ Udo Dirkschneider schlägt. Erinnern wir uns: Ende der 80er war das Experiment mit neuem Sänger nicht so wahnsinnig erfolgreich. Wolf Hoffmans Anpreisung: „Es war außergewöhnlich. Diese neuen Songs mussten einfach aus uns raus. Da war so viel musikalische Energie, die sich über die Jahre angestaut hatte. Ich weiß nicht wo uns dieser Enthusiasmus hintragen wird, aber eines weiß ich mit Bestimmtheit: So gut waren wir noch nie!“. Was es zu beweisen galt:
Der Opener ’Beat The Bastards’ geht im Upspeedtempo los und stellt klar: Wolf und Peter können noch richtig geile Metal-Songs schreiben und Mark kann wie Udo klingen, auch wenn er nicht ganz so knarzt. Dazu gibt es die typisch eingängige ACCEPT Gitarrenarbeit, die irgendwie modernisiert aus den Boxen knallt. Trotzdem könnte der Song auch aus seligen ’Restless And Wild’-Zeiten stammen, denn er hat doppelstimmige Soli und alle altbekannten Trademarks, die die Band groß gemacht haben. Noch dazu hat der britische Produzent und Sabbat–Gitarrist Andy Sneap dem Album einen sehr druckvollen Sound verpasst. Erster Eindruck: Cool.
Unter dem todkomischen Titel ’Teutonic Terror’ verbirgt sich ein Stampfer, der zum ersten mal wieder die ACCEPT „OoohOooohOoohoo“ Chöre aufleben lässt. Automatisch fange ich an zu grinsen und mitzuwippen, mein Nachbar bangt sich fast den Schädel am Tisch ein, schon jetzt ist klar: das Album funktioniert definitiv auch ohne Herrn Dirkschneider.
Die Single ’The Abyss’ bietet orientalische Einflüsse und kurzfristig auch unverzerrte Gitarren, die sagen ’das hier ist ACCEPT, aber in Version 3.0´. Und was ist das denn?: Zum ersten mal blitzt auf, dass Mark keine Kopie ist, denn während eines kurzen ruhigen Parts wird es richtig hardrockig melodisch, bevor es wieder in den starken Power-Refrain geht. Was soll ich sagen? Die Neuerungen stehen der Band echt gut. Erst langsam dringt ins Bewusstsein, dass auch die Gitarrenarbeit 2010 deutlich verbessert ist. Allein die reichlich unauffällig eingeflochtenen Soli bezeugen dieses mehr als deutlich. Der Hang zum Typischen bleibt aber erhalten.
Der Titeltrack, ’Blood Of The Nations’ kommt trotz Tempiwechsel wieder deutlich straighter als (Hey! Hey!) Rocker daher. Nichts Besonderes, aber einhundert Prozent ACCEPT halt
’Kill The Pain’ ist eine echte Powerballade, die stimmungstechnisch auch von WASP stammen könnte. Akustikgitarren und Backgroundkeyboards leiten das Stück ein und bleiben. Kurzum, man erkennt ACCEPT zeitweise kaum wieder.
’Shades Of Death’ erinnert mit seiner leicht finsteren Atmosphäre eher an SAVATAGE als an die Solinger Stahlschmiede. Die Keyboards bleiben unaufdringlich im Hintergrund aktiv, Mark ´screamt´ in bester Oliva-Manier und nur langsam kommen die Urelemente der Band zum Vorschein, trotz der ungewohnten Teile ein geiler Song.
’Pandemic’ schlägt wieder um, denn hier geht die Band keine Experimente ein, sondern setzt komplett auf den bandeigenen Sound. „Straight as shit". Irgendwo finden sich in fast jedem Track Zitate von ’Balls to the Wall’, ’Restless and Wild’ oder ’Breaker’, also den Glanzlichtern der reichen Bandgeschichte. So klingt das Mainriff von ‘New World Comin’ verdammt nach ’Princess Of The Dawn’, aber egal, die Jungs dürfen sich selbst zitieren. Vor allem wenn es so geil klingt und neu verpackt ist.
Fazit: ’Blood Of The Nations’ ist definitiv ACCEPT vom Feinsten aber in Version 3.0. Mark Tornillo ist ein Glücksgriff und der Fan hat, trotz aller Neuerungen, zu fast keiner Sekunde das Gefühl eine andere Band zu hören. Und live?: Der wirklich großartige und umjubelte Auftritt auf dem "Rock Hard"-Festival räumte auch die letzten möglichen Restzweifel beiseite: ACCEPT sind back und wie!!!
Sven Bernhardt


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