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MAGAZIN :: Index: 'D' :: DEFTONES, 07. ....

DEFTONES, 07.05.2010, Dortmund – FZW


Dortmund – FZW

07.05.2010

Freitagabend, mal eben spontan zum Dortmunder „FZW“ fahren, um den exklusiven Deutschland-Gig der DEFTONES rund um die Veröffentlichung ihres durchaus herausragenden neuen Longplayers „Diamond Eyes“ hautnah zu erleben... Dachten sich auch noch ca. 1300 andere Besucher, die den großen Saal des FZW recht prall füllten, was bei einem unschlagbar günstigen Eintrittspreis von 12,-€ kaum verwunderte!!! Mit dem Titeltrack der aktuellen CD stiegen die Deftones gleich fulminant ein, um im Verlauf der kommenden 100 Minuten das neue Machwerk gebührend zu zelebrieren. Unter anderem standen neben „Diamond Eyes“ und den weiteren Anspieltipps „Beauty School“, „Sextape“ (Atmosphäre-Monster!) und „Prince“ noch „You’ve Seen The Butcher“ und „CMND/CTRL“ auf der Tagesordnung. Natürlich verschmähte das Quintett die eigene Diskographie mitnichten und zeigte beim Querschnitt durch die persönliche Historie einen erstaunlich guten Geschmack, denn von „My Own Summer (Shove It)“ vom Zweitling „Around The Fur“ über die Klassiker vom 2000er Meisterwerk „White Pony“ („Passenger“ und „Change (In The House Of Flies)“ mit Sänger Chino an der zweiten Klampfe) bis hin zu „Minerva“ vom „Deftones“-Silberling 2003 wurden sämtliche Kracher sorgsam berücksichtigt.
Ansonsten kann nur einmal mehr betont werden, dass die Deftones on stage schlicht und einfach die „Chino Moreno-Show“ sind. Drummer Abe Cunningham und Frank Delgado (Keys, Samples, DJ) saßen/standen naturgemäß hinter ihren Arbeitsgeräten, Neu-Basser Sergio Vega (bedient momentan nach dem tragischen Ausscheiden von Chi Cheng, der seit einem schweren Autounfall im Wachkoma liegt, die vier Saiten) hielt sich die meiste Zeit hinter seinem eigenen Halbkreis aus Monitorboxen am Bühnenrand auf und Gitarrist Stephen Carpenter stand alleine aufgrund der Anordnung seiner Effekt-Pedale eher seitlich zum Publikum und versteckte sich zumeist eh hinter seiner Matte. Somit ruhte die "Last" der Bühnenaktion ausschließlich auf den Schultern des Sängers und auch die Blicke der Fans konzentrierten sich auf Moreno, der - zumindest in den härteren Passagen - pausenlos rannte, hüpfte, auf PA-Boxen kletterte, vom Drum-Riser sprang, mit dem Publikum kommunizierte (und das Feedback des Auditoriums sichtlich genoss) und sich vor allem auch hinsichtlich seiner Vocal-Performance vollkommen verausgabte. Einmal mehr pendelte er in gewohnter Originalität zwischen den Polen orgiastischer Ausbrüche und fragiler Sensibilität und verlieh den Deftones-Klängen hiermit ihre charakteristische Prägung. Einzig und allein der Sound, der gerade während Chinos Schreiattacken in den Höhen beinahe körperlich schmerzte, trübte den ansonsten famosen Gesamteindruck. In dieser Form und mit dieser Setlist können, nein, müssen die Deftones jedenfalls schnellstmöglich auf hiesige Bühnenbretter zurückkehren.
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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